Wer dich gemacht hat
Du lernst im Leben. Und jeden Tag lernst du von Neuem. Es mag sein, es gibt nichts Neues unter der Sonne, aber du mögest dich nicht zurückhalten, all das gut zu lernen. Wir sprechen jetzt vom Lernen, wie das Leben zu leben ist, wie an dem Ort zu verweilen ist, wo du das Leben für dich selbst und für Andere ansprechbarer und blendender machst.
Selbst dann, wenn du dich dem Leben widersetzt, genießt du es. Was für eine Geschichte das Leben doch ist! Und was an Geschichten hat es doch zu erzählen!
Die Charaktere in einer erfundenen Erzählung legen sich selbst in jedem Wort und in jeder Handlung durch die Art und Weise, wie sie schauen, offen, durch den Ton ihrer Stimme, durch einen Glanz auf ihrem Gesicht, durch ihre Gangart, dadurch was sie anhaben, und genauso dadurch, was sie nicht sagen, wie durch das, was sie tun. Jedoch sind Charaktere Charaktere inmitten von Charakteren, denn sie häufen Schichten auf sich selbst auf und befassen sich mit Täuschungen der einen oder anderen Art.
Du kannst sicher sein, dass es in einer Dichtung eine oder mehrere Figuren gibt, die sich vor einander verhehlen. Selten ist eine darunter, die das nicht tut.
Was versuchen die Figuren zu tun? Sie versuchen ein Bild dessen zu präsentieren, was sie sein möchten, oder wovon sie glauben, sie sollten es sein, dabei aber meinen, sie seien es nicht oder sie könnten es nicht sein.
Worin sollte sich die Erzählung aufhängen, sofern Ehrlichkeit das Zuvorderste wäre? Zum wenigsten wäre es eine ganz andere Erzählung, und Konflikte gäbe es weniger. Alles wäre einfacher. Keine der Komplikationen der gewöhnlichen erfundenen Dichtung.
Eine Menge Menschliche Anstrengung ist gewöhnlich auf das Als Ob, auf unnötiges, sich selbst durchkreuzendes Vortäuschen ausgerichtet. Es gibt Besseres, was du tun könntest.
Es ist ein wunderbares Talent, ehrlich zu sein, ein Talent, was Jeder entwickeln kann.
Gäbe es keine Bedürftigkeit, Eindruck zu machen, gäbe es hernach Ausflüchte?
Würdest du nicht mehr imponieren mögen, sobald du nicht mehr versuchtest, jemanden zum Narren zu halten? Beginne bei dir selbst. Schau dir geradeaus in die Augen und beginne, die Wahrheit zu erkennen.
Dein Herz senkt sich bei dem Gedanken, weil du meinst, mit dir ehrlich sein bedeute, deine Schwachstellen herauszustellen, bei denen du davon ausgehst, es seien allzu viele. Natürlich denkst du das, oder weswegen solltest du jemanden beeindrucken mögen? Die ganze Zeit über ist die schlichte Wahrheit von dir staunenswert genug, um in Betracht genommen zu werden.
Sobald du diesen einen Faktor aus deinem Leben ausscheidest - das Bedürfnis, Eindruck zu machen -, wird sich dein Leben ändern. Es könnte insgesamt eine ganz andere Wendung nehmen.
Du würdest besser atmen. Du würdest dich entspannen. Anspannung würde entfliehen. Ja, was gäbe es, worüber es sich anzuspannen gilt, sofern du schlicht du wärest? Und anstatt dich selbst so unentwegt anzupreisen, würdest du dich selbst stattdessen wertschätzen?
Wieso nicht an dir Freude haben? Du bist diese interessante Charaktere in einer Story, die ununterbrochen zahlreiche Dinge lernt und sie meistens vergisst. Die meisten Charaktere sind im einen oder anderen Ausmaß fehlinformiert. Könntest du das sein?
Und du hast auch die Welt über dich fehlinformiert, weil du dich selbst fehlinformiertest. Du hast eine Rolle gespielt und vergessen, dass du zweifelsohne kein Part bist, den du spielst. Du besetzt dich selbst, in Schwung gehalten durch die Welt, als einen bestimmten Hauptdarsteller, während du bereits in einer weitaus größeren Rolle, als eine solche auf der Erde eingerichtet ist, besetzt wurdest. Hast du das vergessen? Ich besetze dich in Meinem Bilde. Das ist gut, und das ist leicht.
Rollen können sich wandeln, jedoch das, was Ich machte, nicht. Gold kann übermalt, kann abgeschabt werden; wonach es auch indes immer aussehen mag - Gold bleibt Gold.
Sei heute mit dir selbst ehrlich. Nimm alle Masken und Verkleidungen ab. Sei dieses schöne Seinswesen, das du bist, einfach so wie du bist, du, unverkleidet, du, offengelegt, du, ein schönes Seinswesen auf der Erde, im Begriff, ein für alle Mal zu lernen, woraus du gemacht bist und Wer dich als eine Reflexion und als eine Hommage an Ihn selbst ausgefertigt hat.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/wer-dich-gemacht-hat.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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