Kein Beköstigen der Egos
Beköstige dein Herz. Beköstige deine Seele. Beköstige nicht dein Ego. Beköstige nicht das eines Anderen. Sobald du Anderen aushilfst, so entsinne dich, dass es nicht deren Ego ist, was du auspolsterst und unterstützt. Jemandem helfen, dass er sich gut fühlt, oder sein Ego aufbauen, ist nicht das gleiche.
Es gibt einen Unterschied zwischen Loben und Wertschätzen. Ein Lob kommt uns einfach schnell von der Zunge. Wertschätzung wiederum kann nur in Wahrheit existieren. Sei sicher, dass du deine Wahrheit aussprichst. Dein Zweck heißt nicht, die Federn Anderer aufzuplustern. Dein Zweck lautet, dich der eindeutigen Wahrheit zu verschreiben.
Du bist ein Erbauer von Menschen. Baue sie mit der Wahrheit. Wertschätzung ist das Haus. Ausladendes Lob ist bloß die Zierleiste. Du möchtest es nicht schrill haben. Manchmal wirst du von deinen Worten des Lobes hingerissen, und sie werden hohl. Halte Ausschau nach schwülstigem Lob. Es ist eine Dehnung. Es gibt keinen Bedarf, zu übertreiben.
Im Bestreben, Andere zu ermutigen, haben es etliche Meiner Kinder nötig, weniger zu sagen. Natürlich haben es etliche Meiner Kinder nötig, mehr zu sagen. Falls du dich knapp hältst, Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen, dann arbeite daran. Ein freundliches Wort ist Goldes wert. Wörter brauchen allerdings Wahrheit hinter sich. Du würdest niemanden Falschgeld aushändigen, handle also auch nicht mit gefälschten Worten.
Eines der besten Dinge, die du für dein eigenes Empfinden des Selbst tun kannst, ist, dich stets der Wahrheit zu verschreiben. Sage einfach nichts, außer es ist wahr. Du stellst keine Zusicherungen oder Versprechen aus, außer du ziehst sie durch. Du lässt sie Wirklichkeit werden. Wenn du sagst, du möchtest dein Zimmer aufräumen, dann räume es auf. Wenn du sagst, du wirst jemanden am Einkaufsladen abholen, wieso, dann hole ihn ab.
Als Abraham Lincoln als kleiner Junge etliche Meilen zu Fuß zurücklegte, um einen Penny zurückzuzahlen, kam es dabei nicht so sehr darauf an, dass er das Geld zurückzahlte. Der Punkt ist, er tat, was er sagte. Und so auch du.
Manchmal bist du derart geschäftig, derart eingefangen, dass du nicht daran gedacht hast, was wahr ist. Du bist einfach mit den Worten mitgegangen, weil es leichter war und weil es dir etwas Zeit einbrachte. Bedeutungslose Worte sind .... bedeutungslos. Du möchtest, dass jedes Wort deinerseits bedeutungsvoll sei.
Wenn du dein Haus putzt, gibst du nicht vor, dass du es geputzt hast. Der absichtsvolle Gedanke an das Putzen ist nicht das gleiche wie Putzen. Wenn du an deinem Auto etwas zu reparieren hast, durchläufst du mehr als Bewegungen. Du nimmst dich nicht auf den Arm, dass du dich bereits dran gemacht hast. Du lässt deine Gedanken Wirklichkeit werden.
Nicht anders steht bei den Worten, die du benutzt, um Andere zu ermutigen. Lasse sie von einem Brunnen der Wahrheit her kommen. Von einem tiefen Brunnen.
Wenn du sagst: Ich liebe dich, steht es dir gut an, dass du dabei Substanz hast. Es mag das Richtige sein, zu sagen, aber ohne Wahrheit ist es nicht richtig.
Wenn du Danke Dir sagt, so mögen deine Worte keine Formalität sein. Du möchtest die Worte nicht bloß ausspeien, wie das eine Bonbonmaschine mit Gummi-Drops tut.
Sei von schlichter Rede. Mache ein jedes Wort, was du sprichst, seines Gewichts in Gold wert. Du bist ein Selektor von Wörtern. Du besetzt mit deinen Worten ein Halsband mit Perlen. Deine Wörter sind die Perlen. Stelle sicher, dass das Halsband zusammenbleibt und nicht zerreißt. Binde jedes Kügelchen an die Wahrheit. Sende jedes Wort so hinaus, wie die Sonne jeden Morgen entschieden vom Osten her herauskommt.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/kein-bekoestigen-der-egos.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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