Die Höhe, auf der du stehst

God said:

Das Leben soll mehr gelebt werden, als dass es beschlossen wird. Entschlüsse werden öfters vor dem Vorkommnis gefasst. Einmal gefasst, werden sie womöglich wieder gefasst oder geändert. Bedauern sind Entschlüsse, die hinter dem Fakt gefasst werden. Rühre nicht altes Essen in deinem Teller um. Spiele die Karten nicht aus, die du gestern ausspieltest. Lasse dein Leben nicht wiederaufleben. Wenn du eine bestimmte Ecke erreichst, bist du da. Kein Bedarf, deine Schritte nachzuverfolgen. Kein Bedarf, dir jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen, ob du links, rechts oder geradeaus gehst. Das macht nichts, Geliebte. Ihr seid bei Mir, welche Richtung ihr euch auch aussucht.

Eurem Geist sind Entscheidungen gewichtig. Ihr denkt, alles im Leben sei logisch folgernd. Ihr glaubt an das Alphabet. Ihr glaubt, dass jeder Schritt für den nächsten ausschlaggebend sei. Ihr glaubt an Logik.

Jedwede Wahl bedeutet, dass ihr eine andere nicht tätigtest. Der ganze Lauf eures Lebens wird nicht aufgrund der einen oder anderen Sache verwandelt, obschon ihr das wohl meint.

Ihr könntet ganz andere Entscheidungen getroffen haben und ihr würdet immer noch genau da herauskommen, wo ihr jetzt seid. Ihr könnt weder im Voraus noch hinterher bestimmen, was zu was führen würde. Oder, falls ihr derartige Bestimmungen anfertigt, habt ihr keine Möglichkeit zu wissen, dass sie so sind. Ihr könnt bloß im Nachhinein daran zweifeln.

Vielleicht sind alle Pfade die goldene Klinkerstraße. Einerlei wie sie sich zu schlängeln scheint, einerlei wie holperig sie ist, vielleicht ist die Straße, auf der du unterwegs bist, die gleiche wie die unbereiste. Vielleicht bist du jetzt genau am richtigen Platz.

Du hast dich dort angepflanzt, wo du wachsen wirst. Du kannst nur wachsen. Und du kannst nur von dorther wachsen, wo du jetzt bist. Fertige weniger Einschätzungen an. Das Objekt des Lebens ist nicht Qualitätskontrolle. Keinesfalls Qualitätskontrolle. Du gehst im Leben entlang. Praktisch ausgedrückt, du kontrollierst nicht den Wegesrand. Du hammerst nicht auf das Leben ein. Du gebrauchst keine Nägel. Du baust dein Leben mit Unterzügen, die hervorspringen. Wir können sagen, du entdeckst das Leben. Ganz bestimmt nimmst du es wahr.

Wie du das Leben wahrnimmst, ist deine Wahl. Wahrnehmung ist dir nicht unterschoben. Oder, falls sie das ist, hast du die Wahl, sie zu akzeptieren oder nicht. Dein freier Wille reicht bis zur Wahrnehmung. Du wirst dich wohl mit deiner Wahrnehmung hinters Licht geführt haben. Tatsache ist, du hast das getan.

Nimm eine andere Sprosse auf der Leiter, und du wirst klarer sehen. Je höher du kletterst, desto klarer siehst du. Je höher du kletterst, desto klarer wirst du Mich sehen. Obschon Ich überall bin und überall gesehen werden kann, bist du derjenige, der von der Höhe her sieht, auf der er steht.

Die relative Welt ist die relative Welt. Die Ecke, an der du stehst, ist vielleicht wunderbar, oder sie ist es nicht. Hinwiederum ist deine Segnungen aufzählen nichts Altmodisches. Je mehr du sie zählst, desto mehr vervielfältigen sie sich. Verfehle die Macht deiner Aufmerksamkeit nicht. Was du aus Dingen machst, ist was du aus Dingen machst.

Habe das Bestreben, dein Leben wertzuschätzen. Habe das Bestreben, jetzt in dem Augenblick die Wertschätzung innezuhaben. Dein Leben hängt von der Wertschätzung von ihm ab. Du wirst deine Bestreben zu dir hin bringen. Nicht anders wie du zum Supermarkt gehst und dir aussuchst, was du möchtest, so erbitte vom Leben das, was du wertschätzt. Sieh, dass es dir bereits zugeliefert wurde. Du hast das Sagen darüber, was du erstrebst und was du wertschätzt. Dies ist die Straße, auf der du dich befindest.

Translated by: theophil

 

Your generosity keeps giving by keeping the lights on