Ihr steigt höher
Was hat euch denken lassen, dass ihr zufriedengestellt sein gehörtet? Was hat euch denken lassen, ihr solltet zufriedengestellt, zur Kenntnis genommen, bewundert sein? Das Leben habe so zu sein, dass es euch vor die Füße fällt und auf euer Geheiß ist?
Es stimmt, die Welt ist eure Auster. Sie ist ebenso eure Muschel, die zu knacken ist.
Falls sich euch alles im Leben so darböte, wie ihr es, mit nichts mehr als einem Handschnipsen, gerne hättet, wärt ihr nicht so glücklich, wie ihr meint.
Ihr seid im Begriff zu lernen, das Sich-Widersetzen aufzugeben. Die Welt zieht euch in ihre Anspannung hinein und dehnt euch auseinander, macht euch rückfedernd. Die Welt weitet euch aus. Und so wachst ihr Zentimeter um Zentimeter.
Es ist nichts Schreckliches, dass ihr nicht fortwährend euren Willen bekommt. Was auch immer, es ist euer Weg. Ihr kommt in der Welt voran.
Die Welt mag ja zusammenhanglos sein, ihr aber lernt, euch zu gemahnen, und, im Laufe des Geschehens, euch zu freuen.
Die Welt ist wie ein Knochen mit einer Menge Sehnen, und ihr windet das Fleisch von ihm. Die Welt serviert euch euer Fleisch nicht in zurechtgeschnittenen bissgerechten Happen. Manchmal ist die Welt mehr, als ihr kauen könnt, was anderes allerdings könnt ihr tun, als weiterkauen?
Wir reden hier von der relativen Welt. Um den göttlichen Aspekt des Lebens gibt es keine Verspannung. Für euch ist nichts zum Lernen da, ausgenommen, was auch immer an Aufbauten, die ihr um es formtet, loszulassen.
Die Welt ist euer Spielfeld. In Begriffen des Göttlichen gibt es nichts zu entwickeln, mit der Ausnahme eures Gewahrseins von ihm. Gewahrsein ist nicht Konzentration. Es ist Loslassen der Schwellungen, die ihre Sicht behindern.
Eure Sicht ist euer Gewahrsein. In der Welt lernt ihr, nach außen zu schauen. Im Gewahrsein des Seiens lernt ihr, nach innen zu schauen.
Die Zeit wird kommen, wann es keinen vermeintlichen Unterschied zwischen innen und außen gibt. Ihr werdet in der Welt die Stille und das Licht genauso tief erblicken. Es wird sich alles ineinander vermengen. Goldenes Licht wird euch umhüllen, und hernach wird die Welt ebenso unerschütterlich sein, wie ihr sie gerne hättet. Sie wird euch nicht so viel ausmachen, die Unfehlbarkeit der Welt, denn eure Sicht wird untrüglich sein.
Es wird so sein, als würdet ihr euch zu einer fantastischen Mahlzeit hinsetzen. Nicht alle aufgetragenen Speisen sind eure Lieblingsspeisen. Doch dann stellt sich, ganz zu eurem Entzücken, heraus, dass alles Servierte köstlich ist! Ihr gelangt zu der Einsicht, dass es euer Geschmack ist, der sich neu einrichtete, dem sozusagen Flügel entwuchsen, und dass ihr, die Verkoster des Essens, hinzulerntet, es euch schmecken zu lassen! Ihr genießt alles aufs Vollste, was euch zukommt. Ihr lasst euch alle Geschmacksrichtungen schmecken. Ihr werdet zu einem großen Kenner des großartigen Lebens. Ihr murrt nicht mehr. Ihr genießt, was ist.
Sofern die Butter in Scheiben oder sofern sie geschmolzen ist, sie ist immer noch Butter. Wenn das Essen roh oder gekocht ist, ist es immer noch Essen.
Farben werden eine neue Farbe annehmen. Ihr werdet sie alle lieben, die verhangenen und die klaren.
Ihr werdet im Leben Beglückte sein. Ihr werdet euch ergötzen, und ihr werdet entzücken.
Die Welt, die euch ausweitete und auf die Palme brachte, wird sich demnach euch zur Aufführung bringen, und es wird eine Aufführung sein, wie sie niemals zuvor stattfand, weil ihr dazu gelangt seid, das Leben zu lieben. Wo Dunkel war, ist jetzt Licht. Wo es Missbilligung gab, ist jetzt Gunst. Wo es Herzschmerz gab, wird jetzt Herzensgüte wiedereingesetzt.
Du stehst an der gleichen Stelle, doch wo du stehst, hat sich zusammen mit dir angehoben. Die Welt steigt mit dir empor. Du ziehst die Welt hoch. Sie zieht dich nicht mehr runter. Hier geht es um ein freundliches Übereinkommen, um kein Ringen. Straffheit hat sich verabschiedet, und Leben, biegsames, schmiegsames Leben ist zugegen, Leben, was sich immerdar in die Gefilde des Himmels hinein ausweitet, und dies schlicht aufgrund deines pulsierenden Gewahrseins, dass die Erde am Hochsteigen ist, und dass du der Hochheber bist.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/ihr-steigt-hoeher.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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