Helles Licht
Gott redete …
Furcht drückt Freude nieder. Sie unterdrückt Geborgenheit. Sicherheit. Sie unterdrückt Freiheit. Sie unterdrückt unabänderbares Seien. Angst ist ein wiederkehrendes Zerschmettern eures Herzens. Und dennoch haltet ihr euch an der Angst fest wie an einem mächtigen Freund, den ihr immer an eurer Seite habt.
Ihr mögt es einem Kind nachsehen, was sich im Dunkeln fürchtet, ihr fürchtet euch allerdings vor dem Licht. Ihr fürchtet euch, auf den Boden aufzutreten. Euer fortwährender Gefährte Furcht flüstert euch angstvolle Sachen ins Ohr. Sie macht sich selbst wichtig, während sie euer Empfinden des Selbst schrumpfen lässt. Zollt der Angst nicht derart viel Ehre, denn Angst ist bloß ein Schatten, der, ohne Licht, nicht einmal vorgeben kann zu existieren.
Ihr fürchtet den Tod, unterdessen es ihn nicht gibt. Ihr fürchtet die Abwesenheit von Leben, unterdessen es keine Absenz gibt. Ihr fürchtet, dass alles, was ihr geleistet habt, weggenommen wird. Sobald einmal erlangt, setzen sich Errungenschaften, nicht anders als ihr, in Bewegung.
Auf der Erde gehört alles jemandem, und alles gehört auf der Erde niemandem. Und ihr gehört Mir zu.
Im Himmel ist kein Raum für Angst. Im hellen Licht des Himmels vermag sich keine Illusion zu unterhalten. Im hellen Licht der Wahrheit kann einzig Wahrheit existieren. Einzig Wahrheit kann sein.
Und somit ist die andere Seite der Angst Wahrheit. Was für eine Wahrheit ist es, von der die Angst euch versucht abzuhalten?
Die Angst würde euch gerne niederrennen. Die Wahrheit hebt euch empor. Flieht die Angst. Setzt euch mit der Wahrheit in Flucht.
Man sagt, die Wahrheit setzt frei. Sie wird euch mit Sicherheit von der Angst frei setzen. Was blockiert euch denn sonst als Angst? Angst hält euch als Gefangenen.
Was ihr als das Realste erachtet – Schmerz, Mühen und Probleme -, ist reine Fiktion. Dramatisch, ja. Was euch festhält, ja. Aber die Wahrheit? Nein, nicht die Wahrheit. Wahrheit ist weitaus ausladender. Die Wahrheit heißt, dass euer Körper Schmerz und euer Geist Mühe und Schwierigkeiten erleben können, jedoch rühren euer Körper und Geist, egal, wie mächtig sie euch zu sein scheinen, euer Sein nicht an. Eure Seienshaftigkeit ist durch nichts anderes berührt als durch das Licht Gottes.
Falls dieses Leben auf der Erde ein Traum ist, so wacht ihr von ihm auf. Wer ist es, der aufwacht? Wer bist du? Wer bist du in Wirklichkeit? Wo existiert diese Ich-heit von dir? Wo existiert sie nicht?
Aufwachen ist aufwachen zu wer du bist, und wer du bist ist in Mein Herz eingewoben. Und demnach wachst du zu Uns auf, nicht minder zum Einssein von Uns, Der Eins, nicht zwei, ist, denn Einssein ist alleinig.
Du bist von dem Einssein nie abgegangen. Du hast herumparadiert, so, als hättest du das Einssein verlassen. Du hast in einer Dimension der Fantasie und der aufgegebenen Wahrheit gelebt. Die Wahrheit freilich kannst du nicht entlassen. Du kannst nicht einmal vortäuschen, sie sei fort, da sich ein winziger Schimmer von ihr immer in deinem Blick befindet.
Falls du nicht wüsstest, dass helles Licht existiert, einerlei, für wie weit entfernt du es hältst, würdest du Angst und Unglücklichsein nicht erleben. Falls Licht nicht existierte, würdest du den Mangel von ihm nicht befürchten. Du wärest mit Weniger recht gut zufrieden.
Jedoch bist du es nicht. Du weißt, du bist es nicht. Du suchst jederzeit nach mehr.
Wieso sodann nicht mehr dieses Lichts entgegennehmen, was hell poliert glänzt? Es ist die Flamme des Lebens. Es geht nie aus. Licht und Leben sind kompatibel. Sie sind unzertrennbar. Genauso wie du und Ich untrennbar sind.
Aber du fürchtest, das zu glauben. Du fürchtest, du hättest des Einsseins wegen die Mannigfaltigkeit aufzugeben. Du fürchtest, du werdest ausgelöscht, indessen es du bist, der im hellen Licht, was bereits du selbst bist, in Erscheinung treten wird.
Welche Torheit ist es, was dich zur der Freiheit der Angst überredet? Es braucht keine Courage, die Wahrheit zu sehen. Es braucht eine Menge Courage, mit der Angst zu leben. Lasse demnach die Angst hinter dir. Lasse sie ihren eigenen Weg nehmen, und du, du bleibst bei Mir.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/helles-licht.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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