Eine Welt wie ein Fluss

God said:

Du weißt es, manchmal kannst du in einen Wasserstrudel hineinstarren, es ist so, als wären deine Augen dort angeleimt, und es ist schwer, sie loszueisen - das Wasser strudelt, und deine Augen bleiben still. Sie sind fixiert. Du bist fast in einer Trance.

So steht es des Öfteren mit dir und dem Leben. Das Leben bewegt sich rund um dich herum, und deine Augen sind auf einen einzigen Fleck fixiert. So wie eine Idee in deinem Kopf sich festsetzt und du deinen Verstand nicht davon abbringen kannst. Du starrst das Leben an, aber kannst es eigentlich nicht sehen. Du sahst einmal das Leben auf die eine Weise, und jetzt siehst du es weiterhin auf diese Weise. Selbst wenn sich die Aussicht vor dir wandelt, schaust du sie vielleicht aus alten Augen her an. Damit bist du in der Vergangenheit festgepackt. Das Leben blitzt vor dir auf, aber du siehst es nicht, weil deine Augen an einer Stelle festgesetzt sind.

Rücke deine Augen von der Stelle weg, in die sie sich verbissen haben, und lasse sie einen größeren Bereich übersehen. Sieh, was du nie zuvor gesehen hast. Sieh, was du gerne sehen möchtest. Du kannst sehen, was immer du möchtest. Du kannst aus dem, was du siehst, machen, was du möchtest. Wieso also an den alten Weisen, die Welt zu sehen, festgeklebt bleiben, während du die Welt neu sehen und mehr als einen flüchtigen Eindruck von ihr mitbekommen kannst.

Das Leben in der Welt steht nicht still. Wieso sollte sodann dein Eindruck von ihr das tun mögen?

Viele Meiner schönen gesegneten Kinder sehen die Welt, so wie sie durch Jene instruiert wurden, die die Welt sahen, wie sie dazu unterwiesen wurden, sehr oft als einen gefährlichen Ort, voller Minen und Heimtücke. Selbstverständlich laufen sie mit gesenkten Köpfen daher und sind auf allen Seiten auf der Hut.

Wie könnt ihr euch entspannen, wenn ihr hinter jeder Ecke eine Gefahr voraussagt? Ihr hattet eine Befangenheit für Gefahr, Tücke, Verwundung, Elend, Ängstlichkeit. Ist es nicht an der Zeit, dass ihr jene für Freude, für eine heitere Beziehung mit dem Leben, ja sogar vielleicht für eine Liebesaffäre mit dem Leben eintauscht? Wieso nicht in das Leben verliebt sein? Anstatt sich in ihm festgesetzt zu fühlen - wieso es nicht willkommen heißen? Wieso nicht mit ihm tanzen wegen all dem, was euch etwas bedeutet? Wieso kein Sich-Verschreiben an das Leben zur Ausführung bringen? Vermählt euch mit dem Leben, allerdings nicht mit eurer Wahrnehmung von ihm.

Werdet zu einem Künstler des Wandels. Seid meisterliche Entgegennehmende des Umbruchs. Wieso das anbellen, was auf der Erde unumgänglich ist? Manchmal protestiert ihr wie ein kleines Kind. Ihr wolltet ein bestimmtes Essen, und eure Mutter gab euch etwas anderes; darüber bekommt ihr einen Wutanfall oder zum Wenigsten dreht ihr durch.

Falls ihr in diesem Augenblick dem Leben keine große Umarmungen geben könnt, könnt ihr ihm wenigstens ein Schulterklopfen zureichen? Könnt ihr euch mit ihm unterhalten, ihm zuhören, mit ihm gut auskommen? Könnt ihr ihm entlanghelfen?

Das Leben ist nicht euer Gegner. Es ist nicht da draußen, um euch zu schnappen. Es seid ihr, die ihr Fallen stelltet. Und du bist derjenige, der aus ihnen heraus kommen kann.

Betrachte das Leben, dass es dein gutes Glück darstellt, was es in der Tat ist.

Protestiere nicht gegen das Leben. Es ist ein Geschenk, was dir gegeben wurde, um mit ihm zu tun, was du möchtest.

Es ist nicht von Belang, was die Vergangenheit war. Ich weiß, sie bedeutet dir etwas, hinwiederum kannst du sie nicht loslassen. Ziehe jetzt den Vorteil aus der Vergangenheit, neue Übergriffe auszuführen. Kein Bedarf, die vergangene Zeit immer und immer wieder ausfindig zu machen. Kein Bedarf insgesamt, außer du liebst es, festgesetzt zu bleiben.

Das eine oder andere in der Vergangenheit war gut. Und falls das nicht der Fall war, hast du sie trotzdem überlebt.

Starte heute neu. Lasse deine alten Eindrücke los. Du bist nicht das, was du gewohnt warst zu sein. Du bist besser. Du warst niemals, was ein Anderer von dir dachte. Jene hatten keine Augen, zu sehen. Aber du hast sie. Jetzt öffnest du deine Augen und siehst eine prächtige Welt vor dir, eine Welt wie ein Fluss, der viele hüpfende Fische enthält, einen Fisch nach dem anderen, und alles, was du zu tun hast, ist schauen.

Translated by: theophil

 

Your generosity keeps giving by keeping the lights on