Ein Refrain aus der Vergangenheit

God said:

Gott redete …

Wenn du die Wut kriegst und Dampf abzulassen hast, hole dir einen Sandsack oder laufe drei Kilometer. Lasse dein Dampf-Sperrfeuer nicht an einem anderen Seinswesen aus. Zu den Zeiten bist du zu heiß, als dass du handhabbar wärest.

Ja, ja, du magst ja voll und ganz recht haben, was aber hat das mit Wut zu tun? Jeder denkt, er oder sie habe recht. Die wahre Ursache deiner Gereiztheit ist deine Gereiztheit, nicht, was jemand anderes sagt oder nicht sagt.

Es ist schwer für dich oder irgendwen, wenn das Gegenüber nicht einmal dem zuhören zu können scheint, was du sagst, gleichwohl ist kein Anderer der Beweggrund deiner Wut. Egal was vor sich geht, es ruft dir etwas aus der Vergangenheit ins Gedächtnis, und du vermengst die Gegenwart mit der Vergangenheit. Lasse die Vergangenheit schwinden. Sie geht nicht irgendwohin. Lasse sie los. Es sind dein Zorn und dein Durcheinanderbringen desjenigen, was sich jetzt bei dir zuträgt, mit dem, was sich weiland in der Vergangenheit begeben hat. Vergangenheit wiedererleben ist dich und jemand anderen in eine unvorteilhafte Rolle einsetzen.

Es ist gleichsam, als suchtest du dir eine unwandelbare Besetzung von Charakteren aus, und dabei fällt es dir schwer, darüber hinaus zu kommen. Du hältst sie dir griffig. In Wahrheit, du Lieber, machst du dir eine Entschuldigung aus dafür, dass du verärgert bist. Ebendies bist du im Begriff zu tun.

Du weißt, es ist die Sache nie wert, es ist nicht notwendig. Vielleicht warst du ehedem Anderen ausgeliefert, jetzt allerdings bist du dir selber ausgeliefert. Du gräbst die Vergangenheit auf und wirfst die Gegenwart in die Vergangenheit hinein. Du mögest möget nicht mehr länger eine alte Filmrolle auf die Gegenwart kleben. Ebendies hast du gemacht.

Ein Engel könnte dir über den Weg laufen, und ein Schatten aus der Vergangenheit fällt über den Engel, und du reagierst, nicht auf den Engel vor dir, sondern auf ein Dem-Ähneln aus der Vergangenheit. Mithin spielst du altmodische Musik, als hättest du keine andere Wahl. Du hast die Wahl, und derzeit ist es an dir, sie auszuüben.

Niemals mehr mögest du eine alte Szene noch einmal spielen, die sich von Anfang an nicht als gut erwiesen hat. Lerne eine neue Szene. Schreibe die alte um. Besser noch, wirf sie hinaus und fange nochmal von vorne an.

Du möchtest von da unten hervorkommen. Du verdienst es, von unten hervorzukommen. Du verdienst ein spitzenmäßiges Skript.

Deine alten Schuhe sind zu eng. Sie passten niemals wirklich. Ganz gewiss passen sie dir derzeit nicht. Tatsächlich, gehe barfuß. Das wahre Du tobt und rast nicht. Ebenso wenig musst du das tun. Im Grunde genommen ziehst du Frieden und Brüderschaft einem Einbüßen an Mäßigung vor.

Anderen sind nicht Vorwürfe zu machen dafür, was sie dir aus den Ritzen in deinem Geist und Herzen hervor ins Gedächtnis rufen.

Vielleicht hat dich nicht jeder in der Vergangenheit gewürdigt. Sie hörten dir nicht zu. Du wurdest nicht vernommen, oder du fühltest dich nicht vernommen.

Geliebte, alles ist eine Idee. Lasst alte Ideen los. Streckt euch neuen Ideen zu. Nehmt die Auffassung her, dass ihr nunmehr vernommen werdet. Nun wird euch zugehört. Und nun hört ihr ebenso zu. Momentan stellt ihr, einen Augenblick lang, euer wehklagendes Herz beiseite, und hört eurem Freund, eurer Freundin zu, deren Herz ihr bekämpftet. Nehmt eure Waffen herunter. Es gibt keine bedürftige Nachfrage, euch selber aufrecht zu erhalten. Die vermeintliche Bedürftigkeit, euch selber aufrecht zu erhalten, sieht das Kriegsgeschrei vor.

Und führt nicht mehr länger die Rückwirkungen der Welt mit euch.

Vielleicht schlägst du als erster zu, damit du nicht getroffen wirst. Und bei alledem geht es um nichts. Krieg hat nicht mehr Hand und Fuß, denn es dein Stolz auf Achtung hat. Lasse den Stolz auf das Ego los. Das Ego ist nicht Triumph.

Ja, ihr Lieben, die Vergangenheit versehrt euer Ego. Euer Ego zieht mit euch eine Nummer ab.

Translated by: theophil

 

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