Die Tür des Gewahrseins
Gott redete ...
Wenn Zeit und Abfolge nicht existieren, gibt es kein Wenn. Genauso wenig ein Warum, denn eine Sache hängt nicht von einer anderen ab, wie es den Anschein hat.
Wenn der Raum nicht existiert, gibt es kein Wo. Infolgedessen gibt es keine Örtlichkeit. Du kannst weder in der Zeit noch im Raum lokalisiert sein. Infolgedessen bist du grenzenlos.
Wie Ich das Wort deswegen benutze, scheint es Mir um ein Resultat dessen zu gehen, was Ursache, Wirkung und Sequenz bedeuten. In Worten, da verbinden wir das Unverbindbare. Wörter entwickeln eine Erzählung, indes alles, was tatsächlich existiert, dasjenige darstellt, was Wir Ist-heit nennen können. Es gibt keine War-heit. Es gibt keine Wird-Sein-heit. Es gibt alleinig Ist-heit.
Es kann keine Wo-heit geben. Es kann freilich Gewahrsein geben. [Ein Wortspiel: „There can be no where-ness. There can be awareness, however.” - ThB] Es gibt Gewahrsein. Gewahrsein ist die ganze Geschichte, Geliebte.
Und, Gewahrsein allerdings geschieht aus sich selbst heraus. Und doch geschieht Gewahrsein nicht. Sie ist schier. Gewahrsein geschieht im Grunde nicht in Graden. Gewahrsein ist nicht statisch, und es ist nicht vergleichbar, und gleichwohl wird es verglichen. Was ist so heiter wie ein Tag im Juni? Gewahrsein.
Hat Gewahrsein die Führung inne oder folgt es? Insofern, als es keine Zeit gibt, wie kann diese Frage beantwortet werden, und doch wird sie täglich gestellt und wird an ihr herum geraten.
Ich führe euch der relativen Welt ein, mit der ihr derart vertraut seid. Ihr denkt, ihr kennt sie. Ihr denkt, es sei das Milieu, in dem ihr lebt und liebt. Und doch ist die relative Welt, die die meiste eurer Zeit, die ohnehin nicht existiert, belegt, in Hinblick auf das Leben als Ganzem bloß so groß wie euer kleiner Fingernagel. Eine Prozentzahl eurer Gedanken dominiert das scheinbare Gefilde eurer Existenz.
Ihr befindet euch auf einem Baseballplatz und schaut euch ein Spiel an, und ihr meint, der Platz sei die ganze Welt. Eure Welt ist ein Bruchteil, und indes bereist ihr, während ihr hier und dort in der Welt auf der Walz seid, ein weitaus größeres Universum. Nicht so sehr bereisen, ihr behaltet es wie einen Schirm. Es geht dauernd mit euch. Ihr öffnet und schließt den Schirm, und doch hat der Schirm, geöffnet oder geschlossen, einen Zuständigkeitsbereich über euch. Oder so - ihr tanzt unter dem Schirm, im Regen wie in der Sonne.
Ihr könntet fragen: "Gott, wieso soll ich das wissen? Wieso soll ich wissen, was ich doch kaum in der Lage bin mir anzusehen? Wieso habe ich darum zu wissen, was nicht die unmittelbare Welt ist, mit der ich bekannt bin? Du sagst, ich sei dort immer, und doch sei ich nicht nach dorthin befördert worden. Du sagst, die Welt, in der ich lebe, ist das Märchen, und doch scheint die nicht augenscheinliche Welt, von der du redest, wie ein Mythos. Ich kann das nicht fassen. Meinst du, ich müsse das begreifen?"
Ich sage, es ist gut für dich, das Ungesehene im Blick zu haben.
Selbst dann, wenn du eine Tür nicht öffnen kannst, ist es gut für dich, zu wissen, dass sie da ist.
Noch mehr als das, Ich sage, es gibt keine Tür, die du nicht öffnen kannst. Drehe den Knopf. Diese Tür des Gewahrseins ist für dich nicht verschlossen. Du durchschreitest diese Tür zwischen jedem Atemzug und jedem Wort, welche du nimmst. Geliebte, euer Fuß befindet sich in der Tür.
Genießt das Märchen, in dem ihr lebt. Genießt alle Bilder und das ganze Panorama und das Drama und das, was ihr das Karma nennt. Genießt es aufs Vollste. Dieses Märchen ist für euch da, um es zu genießen. Eines Tages werdet ihr erkennen, es ist bloß eine Geschichte, die ihr ausagiert. Von der Bühne heruntergekommen, da seid ihr nicht mehr länger Schauspieler. Ihr seid in der offensichtlichen Welt dabei, einen Part zu spielen, und ihr spielt ihn gut. Ihr gebt ihm alles, was ihr eurem Dafürhalten nach erhalten habt. Und doch habt ihr hundert Millionen Milliarden Billionen mal mehr als das. Ihr habt diese hundert Millionen Milliarden Billionen in einer jeden Zelle des Körpers, in dem ihr herumlauft. Was ihr seid, ist unmessbar. Es ist unmessbar, obschon die Welt selbst all die nicht-existente Zeit in ihrem nicht-existenten Raum misst. In bemessender Rede sage Ich zu euch, dass ihr unauslotbar seid, unauslotbar so wie Ich.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/die-tuer-des-gewahrseins.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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