Das Ungeschaute

God said:

Ich hake dich zu meinem Herzen hin ein. Wir könnten sagen, Ich verwahre dich geschützt. In Wahrheit gibt es nichts, vor dem man sich zu hüten hat. Es gibt nichts, was dich zu bestürmen vermag. Es gibt nichts, was dich zerstören kann. Du meinst, es gebe derartiges, weil du der Auffassung bist, dein Leben sei auf deinen physischen Körper angewiesen. Jener ist ein Ausdruck, und er ist ein Mittel. Er ist bloß ein Roller, auf dem du eine Weile fährst und danach absteigst. Er ist dir nicht angehängt.

Oder erwäge, dass dein physisches Leben wie eine Botschaft ist, die du überbringst. Du lässt sie fallen und setzt sie ab, nachdem du sie zugeliefert hast. Du hängst dich nicht an sie. Du lässt sie.

Dein Körper ist nicht die Lebenslinie, wie du es dir gedacht hast. Ich bin deine Lebenslinie. Dein Leben ist mit Sicherheit nicht an diese Dichtigkeit verwiesen.

Denke nicht, Ich verleumdete Dichtigkeit. Es ist toll, auf einem Roller zu fahren, während du auf ihm sitzt und fährst. Es ist großartig, Botschaften zuzustellen. Es ist großartig, Teil dieser Botschaft des Lebens zu sein, indes ist es schier eine Absetzstelle, Geliebte. Im Grunde wisst ihr das.

Immer wenn ihr denkt, etwas sei dringlich, denkt ihr an das Physische. Wenn es einen Notfall gibt, ist es ein physischer Notfall. Die eine oder andere Begebenheit oder Nicht-Begebenheit bringt euch auf den Gedanken, ihr hättet auf und ab zu gehen oder hoch und runter zu springen. Ihr seid ein Athlet des Geistes. Ihr seid ein Crack, mit dem Geist zu Werke zu gehen. Für ihn legt ihr weite Wege zurück. Ihr kleckert mit seinen Informationen. Ihr schießt Körbe. Freut euch in jedem Fall an dem Physischen. Habt bloß nicht allzuviel mit ihm zu tun.

Institutionen werden eingerichtet, um notleidende Körper zu beherbergen, und auf Heilverfahren werden Hoffnungen gerichtet, so, als ob der Körper endlos repariert und für die Ewigkeit belassen gehöre. So, als wäre der Tod illegal oder sündig, tabu oder schauderhaft. So, als wäre er ein Verlust! So, als wäre er das Schlimmste in der Welt. In der Welt, da scheint er das zu sein.

Selbstverständlich geschieht im Eigentlichen gar nichts. Deine Seele ist ein Vogel, der auf einen anderen Zweig oder Baum fliegt. Vielleicht ist sie eine Weile außer Sicht. Keine große Sache. Das passiert dauernd.

Es gibt einen Inneren Garten, und dort findet das Leben wirklich statt. Du lebst auf den feineren Ebenen. Jetzt im Augenblick tust du das. Du weißt, da ist etwas, was anscheinend außerhalb deines augenblicklichen Zugriffs liegt, indes ist es aufs Äußerste vertraut. Du weißt, du kennst es. Du kannst einfach nicht so recht den Finger drauflegen, und, oh, wie du dich doch nach ihm sehnst.

Das, was durch das Auge ungesehen ist, hält die größte Macht inne. Das, was mit dem Ohr nicht vernommen wird, gibt die tiefgehendste Äußerung ab. Das, was über die Sinne hinaus geht, ist die Substanz von dir. Das war es immer. Das ist es eben jetzt. Deine Sinne sind dir bedeutsam, da du durch sie die materielle Welt entdeckst. Sie sind kostbar, wertvoll schier für eine gewisse Zeit.

Der Tod des Körpers ist eine Manier, in den Zustand hinein nachzulassen, in dem du bereits existierst. Ohne die Ablenkungen des Körpers versetzt du dich mühelos in einen saumlosen Zustand des Wunderns. Sodann hältst du, ohne Hände, das Leben in deiner Hand. Dann lernst du die Freude der Hingabe an das kennen, was durchwegs mehr ist, als wonach du gesucht hast, selbst unterdessen du es hattest. Jetzt, beim Tod des Körpers, wachst du auf, und Vergessen existiert nicht mehr.

Du bedarfst des Todes des Körpers nicht. Während du dich in ihm befindest, bist du imstande, dich der Oberhoheit der Seele anheimzugeben. Das Physische ist schlicht eine Ausrede dafür, die Realität nicht bewussterweise zur Kenntnis zu nehmen. Das allerdings ist ein Alibi, und es ist nicht gänzlich zutreffend. Und du bist ein Sucher nach der Wahrheit. Du bist auf der Suche nach der Wahrheit, die du bist. Du suchst die Wahrheit, von der du dich niemals wegbegeben hast. Du suchst das, was du dir schier zu vergegenwärtigen hast. Erkenne jetzt, denn jetzt ist eine ebenso gute Zeit wie irgendwann.

Translated by: theophil

 

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