Buchhalten
Gott redete …
Jeder und alles existiert inwendig in dir. Du wirfst ein Netz aus, und du bringst das Netz herein, das du auswirfst.
Nun, dies klingt sehr nach: „So wie du säst, so sollst du ernten.“ Ich bitte euch, das Konzept gleichwertigen Handels los zu lassen, denn, derweil ihr großzügig und gut zu sein vermögt, könnt ihr desgleichen fix und fertig zu sein, so jemand anderes, der euren Bezügen nach nicht großherzig oder nicht so gut ist, ein Vermögen einfährt. Dann werdet ihr aufschreien: „Unfair.“
Unfair mag es wohl sein, allein, Aufbegehren beläuft sich darauf, dich in deiner Bewegung herunterzutrimmen. Du kannst dein ganzes Leben lang „Unfair“ rufen, und es bringt dich nirgendwohin. Danach ist dein Selbstbild das von jemandem, der ungerecht behandelt worden ist. Dieses Bild - du mögest es nicht bei dir tragen. Du möchtest nicht das Bild von dir bei dir behalten als jemand, auf dem herumgetreten oder der betrogen wird, der mit Sicherheit nicht von Gott oder vom Leben oder von als was du es auch immer bezeichnen möchtest betrogen wird.
Entsinne dich, du lebst in einer Welt, die Storyland genannt werden könnte. Kann es eine gute Story geben ohne etwas, was aus dem Gleichgewicht geraten ist? Selbst dann wenn sich alles als wundervoll herausstellt, wo kann eine erzählte Geschichte angesiedelt sein, wenn du dort mit Sicherheit weißt, was sich ereignen wird?
In der Welt werden Geschichten niemals aussterben, und nicht allen Geschichten kommt ein glückliches Ende zu. Es kann für euch zu Thematiken hinter den Kulissen kommen, die Geschichte selber hat indessen erzählt, oder auf einer Bühne oder in einem Film oder im Fernsehen – und im Leben ausgespielt zu werden.
Unsere Rede ist nicht von ausgleichender Gerechtigkeit. Unsere Rede ist auf einer subtileren Ebene zugange. Sobald du Freude schenkst, bist du in dem Augenblick des Schenkens der Empfänger von Freude. Sowie du Herzeleid zuwendest, bist du der Empfänger von Herzschmerz, selbst dann wenn du dich als siegreich erachtest. Du bist der letztliche Empfänger dessen, was du ausgibst, denn dies ist die Ebene, auf der du operierst.
Es ist so. Wenn du für ein Gemälde einen unlöschbaren lila Filzstift verwendest, wird etwas von der Farbe nicht mehr entfernbar auf deine Hände gelangen. Dein Bewusstsein ist dein Bewusstsein. Es kann nur so weit gehen, wie es geht. Sofern du eine abscheuliche Handlung begehst, bist du es, der sie ausführte. Sofern du einen wundersam hochherzigen Akt ausführst, hast du ihn ausgeführt.
Wenn du jemanden vergiftest, würde ausgleichende Gerechtigkeit bedeuten, dass du vergiftet werden würdest, oder dass dich oder deine Kinder ein dem entsprechend starkes Ende des Lebens ereilen würde. So funktioniert Leben nicht, genauso wenig möchte Ich, dass es so betrieben ist. Dies sieht mehr nach Ahndung und Rache aus. Wie kannst du von jener engen Spur herunterkommen? Wann wird Derartiges zu einem Ende kommen?
Die ausgeführte Tat ist die Rückerstattung selber.
Denke in Begriffen von nur einer Verb-Zeitform, und das ist das Präsens. Wie kann es daher zu späterer Belohnung oder Bestrafung kommen? Euer einen anderen Menschen Vergüten ist eure Vergütung. Das ist augenblicklich. Einem Anderen Wehtun, dieses kommt bei euch an - ob ihr nun begreift, dass der sogenannte Andere euer selbgleiches Selbst ist, oder ob ihr es nicht begreift.
Schaut euch das Konzept von ausgleichender Gerechtigkeit in Hinblick auf Meine zuvorkommende Fürsorglichkeit an. Kommt schon - seid ihr der Auffassung, Ich würde Mich um die Buchhaltung kümmern, die nötig ist, um dem, was man das Karma nennt, gerecht zu werden? Genauso wenig würde Ich jemanden anheuern, um die Berechnungen anzustellen. Ich habe bessere Gedanken zu bedenken und Mir liebevollere Tätigkeiten zur Hand zu nehmen. Macht nicht das Karma zum Bauernopfer.
Ich möchte gerne die Frage aufbringen, weswegen euch der Ton von ausgleichender Gerechtigkeit nach rechtens, nach erstrebenswert und bedeutsam klingt. Das sieht eher nach Grundschule aus, oder gar nach Vorschule, wo sich ein Kind hören lassen könnte: „Er hat mich zuerst geschlagen, deswegen habe ich zurückgeschlagen.“
Ich werde nie so etwas Ruhmrediges sagen wie: „Rache ist Mein.“ Rache ist Mir auf keinen Fall genehm.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/buchhalten.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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