Eine Sonne, ein Mond
Gott redete …
Stelle dir deinen Tagesbeginn mit der Aufsteigenden Sonne über dem Horizont vor. Lasst Uns einmal sagen, du siehst die Sonne zur Hälfte, dem gegenüber wird ein kleines Kind unvermeidlich mit seinen Kreiden einen Ganzen Sonnenball malen.
Wer ist glücklicher, der Kindes-Künstler, der eine Ganze Sonne sieht, oder der Erwachsene, der eine halbe Sonne aufs Papier bringt, so als wäre die Sonne am Horizont in Hälften geschnitten?
Möge heute die Sonne auf dich scheinen. Mögest du heute ins Freie hinaus kommen, sodass dich die Sonne erfasst, und damit du – nicht bloß dein Winkel der Welt –, sondern die gesamte Welt von der Sonne kräftig heranwächst und erglänzt. So wie die Sonne ihr Licht mit dem ganzen Universum teilt, so tust du es.
Wie glücklich bin Ich, dass Ich Eine Sonne bedachte, um die Welt tagsüber zu bescheinen, und Einen Mond, um des Nachts das Licht der Sonne widerzustrahlen.
Du erschaffst, sobald das Helle Licht der Sonne deinen Geist betritt. Was Ich erschaffen habe und was du derzeit in deinem Leben erschaffst, kommt nicht in kleinen Schritten daher, sondern vollauf auf ein Mal. Ich erschuf gleichsam ein Ganzes. Ich nahm nicht winzige Schritte. Die Sonne wurde nicht schrittweise größer und größer. Sie barst auf ein Mal hervor, Schöpferischsein besteht nicht aus Details. Kreativität rührt von Ganzsein.
Schöpfung wurde nicht zusammengestückt. Schöpfung tritt vollendet in all ihrer Pracht zutage. Evolution und Schöpfertum sind nicht das gleiche, und gleichwohl wurde Evolution überdies darin eingebaut. Sobald es sich auf Leben beläuft, kommt Evolution in Stadien daher. Evolution ist eingebaut, und trotzdem zieht Evolution nach.
Wir können sagen, dass eure Evolution Vorsehung ist, oder Wir können Evolution als mehr dem Instinkt gleichkommend, oder sie mehr als einen Zeitverzug, der augenscheinlich in der Welt vor sich geht, bezeichnen. Wir können aussagen, Schöpfung ist Kunst, Leben ist Kunst, und dies spielt auf die Realität an, dass alles, was scheinbar nacheinander geschieht, sich momentan auf ein Mal zuträgt. Es existiert keine Abfolge, keine Vergangenheit, keine Zukunft. Du bist sozusagen mittendrin im Leben.
Es ist mehr an der Welt dran, als das Auge zu sehen vermag, und doch kann bekundet werden, dass dieses Mehr einem entschiedenen Pfad folgt. Alles kommt von Mir, und alles kehrt zu Mir zurück. Mithin rühre Ich die Mixtur um, indem Ich sage: „Ja, in der Tat, nichts ist von Mir abgegangen. Du hast dich nicht abgekehrt.“
Wir können es genauso so ausdrücken: „Im Samen liegt der ganze Baum.“ Nichts ist abgesondert. Alles ist Endlos.
Es gibt weder Anfang noch Ende, denn Gesamtheit ist. Es gibt kein Schotten-Dicht-Machen gegen die Zeit, denn Ewigkeit ist das gegebene. Mitten im Kind ist der Mann. Mitten im Mann ist das Kind. Wir können sagen, dass inwendig im Namen die Form ist. Sei die Sonne.
Kann es Schöpfung ohne Laut geben? Aus scheinbarer Nichtsheit erhebt sich Schöpfung. Gleichwohl ist Nichtsheit reichhaltig und nicht öde.
Wie traten Worte in Erscheinung, es sei denn Ich tat sie kund? Ist nicht das Verlangen zu sprechen universal? Kann Sprache menschen-gemacht sein? Der Hang des Lebens ist Part des Samens der Schöpfung und ausersehen, ganz natürlich aufzugehen und zu gedeihen.
Kann etwas komplex sein, derweil es bereits einkalkuliert und sich natürlicherweise einstellend ist? In jenem Falle alsdann, was ist nicht simpel?
Wuchs Schöpfung einem Fruchtbaum gleich heran? Ja, das tat sie. Wie kann demnach etwas ein zufälliges Zusammentreffen sein? So etwas gibt es nicht. Und doch ist mehr am Leben dran als Prädikation [engl. predication; in etwa: sich bekanntmachendes Eigenschafts-Zusprechen; Anm.d.Übers.] , denn jedes und alles ist möglich. Nichts ist unmöglich. Der Lahme kann gehen.
Anders gesagt, es gibt keine Grenzziehungen. Es gibt keine Grenzen. Kein einziger ist gebunden. Kein einziger ist eingeschränkt. Begrenzung ist schier eine Idee des Geistes. Begrenzung mag zutreffend scheinen, derweil sie es nicht ist, alldieweil vermag sie Meine Kinder in ihren Spuren nicht zu stoppen.
Ich gab euch Freien Willen, was anders gesagt meint, dass ihr ein Unbegrenztes Seinswesen seid. Dem Freien Willen und seiner Sinnhaftigkeit kommen keine Grenze zu. Freier Wille meint Wahl, und Freier Wille meint Entschlossenheit, und Freier Wille meint, alles ist möglich. Ihr seid das Gefilde aller Möglichkeiten. Voller Zuversicht habe Ich euch die Welt zugewendet.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/eine-sonne-ein-mond.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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