Woher Liebe kommt
Gott redete …
Kümmere dich nicht so sehr darum, dass die Gedanken in deinem Kopf herein- und herausschwirren. Das ist deren Natur. Sie werden ohnehin nicht lange hin wieder verschwinden, und andere werden ihren Platz einnehmen. Du musst deinen Gedankengang nicht beibehalten.
Manchmal denkt ihr, eure Gedanken hielten euch und das Universum zusammen, aber es ist das Sein, das das Universum zusammenhält. Es ist das Sein, das alles zusammenhält.
Gedanken sind nichts, woran man sich Festzug halten hat. Sie sind Schmetterlinge, die auffliegen und weiterfliegen, wie sie wollen. Die Gedanken gehören nicht zu dir. Sie tauchen für eine Weile auf und ziehen dann weiter. Und doch versuchst du, an den Gedanken festzuhalten, an allen. All die Gedanken, die du aufschreibst und auflistest, als ob dein Leben von der Erinnerung an die eine oder andere Art Gedanken abhinge.
Es ist besser, den Geist nicht zu sehr mit Gedanken zu überladen. Besser ist es, Platz für neue Gedanken zu schaffen. Sie sind nicht angelegt, dem vorherigen Denken die Treue zu halten.
Sofern deine Gedanken aus der Vergangenheit wahr sind und einem Zweck dienen, werden sie zurückkommen. Selbst unproduktive Gedanken kommen zurück. Mit Sicherheit werden produktive Gedanken zurückkehren.
Falls das Leben Bewegung ist, ist das Denken eine Pause auf dem Weg. Dennoch neigt man dazu zu glauben, dass man durch das Denken eingebildete Einbußen wieder wettmachen könne. Die Gedanken bringen mehr von sich selbst mit und können deinen Geist übermäßig beschäftigen. Gedanken sind nur Gedanken, aber du bist das Sein. Das Sein ist nicht wirklich etwas, über das man nachdenken kann, so sehr man sich auch Mühe gibt.
Man könnte sagen, dass das Sein den Raum zwischen den Gedanken einnimmt. Natürlich nimmt es nichts ein. Das Sein ist kein Mieter oder kein Schriftzug an der Wand, sondern vielmehr die weiße Tafel, auf der alles andere ruht. Jetzt kannst du mehr zwischen den Gedanken ruhen.
Dein Sein, scheinbar flüchtig, ist fest. Das Sein ist der Ozean, auf dem dein Boot schaukelt.
Mich hören entspringt einem nicht-denkenden Vorgang. Mich hören ist dem Denken entgegengesetzt. Ich kann nicht unter der Schirmherrschaft des denkenden Geistes erscheinen. Die Ohren des denkenden Geistes hören nicht gut genug.
Meine Botschaften entstehen durch den Empfang von Impulsen, die sich in Sprache verwandeln. Bevor sie als Sprache erscheinen, sind sie nicht Gedanken. Es sind Impulse, die von höherer Stelle kommen als Gedanken. Die Impulse haben ihren Ursprung in Mir. Deshalb sind es Impulse der Liebe, die an dich weitergegeben werden. Vor den Worten, vor den Gedanken, steht die Liebe. Diese Impulse sind die Energie von Liebe. An Sausen und am Wirbeln, werden die Impulse zu Gedanken. Wo sie enden, weiß niemand, aber das bedeutet nicht, dass deine Gedanken unadressiert sind.
Das Herz ist nahe an den ursprünglichen Impulsen, die sich in Gedanken verwandeln. Bevor die Impulse als Gedanken erscheinen, werden sie im Herzen gefiltert. sie laufen durch das Herz, bevor der Verstand sich auf sie stürzt. Der denkende Verstand schnappt sich einen Impuls aus dem Herzen und meint, er habe einen Coup gelandet. "Aha", wird er etwa sagen, "jetzt kann ich etwas beweisen. Ich kann daraus eine Logik machen."
Die Logik hat ihren Platz, allein, der Geist hat mehr zu bieten als Logik. Auf Vergangenheit aufbauend, Vergangenheit überlagernd, schränkt die Logik ein, doch dem Verstand ist es zugedacht, sich zu erweitern. Dein Herz wird ihn erweitern. Lasse die Gedanken eine Weile im Herzen ruhen.
Alle großen Entdeckungen sind in der Liebe begründet. Ihr seid in der Liebe gegründet. Aus der Liebe kommt die Liebe. Liebe kommt in zahlreichen Formen daher. Alles kommt aus Liebe. Sogar alle verachteten Emotionen haben ihren Ursprung in der Liebe, in der erschütterten, auf den Kopf gestellten, verwüsteten Liebe. Ruhe deinen Geist aus, und mehr unverfälschte Liebe wird in Erscheinung treten.
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