Wo Zeit und Raum enden
Gott redete …
Wenn du das Bedürfnis hast, deinem Alltag zu entfliehen, sind es deine Anhaftungen, denen du zu entkommen versuchst. Vielleicht bist du an Probleme gebunden. Wenn sie schwer auf dir lasten, hängst du ganz sicher an ihnen. Du weißt nicht, was du ohne sie tun würdest. Du kannst dir dein Leben ohne sie oder die Welt ohne sie gar nicht vorstellen. Und die ganze Zeit über sind es deine Ideen und die Schlussfolgerungen, die du ziehst, die dich belasten. Du bist dir sicher, dass Probleme ausgiebiger existieren als Ich.
Sicherlich ziehst du Grenzen um das, was du schwierig findest, und nennst das klares Denken. Falls dein Denken wirklich klar wäre, würde sich dein Geist in einem anderen Bereich aufhalten. Er würde nicht mit schweren Gewichten an seinen Knöcheln herumlaufen. Dein Verstand würde sich nicht in festgefahrenem Denken verzetteln. Dein Verstand würde ausbrechen und ein größeres Feld aufsuchen.
Was sind Probleme und Verpflichtungen anderes als Ideen? Was sind Regeln anderes als Ideen, die eigenen oder die eines anderen? Was sind Ideen anderes als verlängerte Gedanken? Du fühlst dich beschwert, weil du die Vorstellung hast, dass du belastet bist. Wie mächtig sind doch deine Vorstellungen! Glücklicherweise kannst du deine Vorstellungen ändern. Du kannst stattdessen die Wahrheit erfassen.
Deine Vorstellungen von Raum und Zeit belasten dich. Das muss so sein, denn Zeit und Raum sind nichts anderes als Ideen, an denen du festhältst. Und so wünscht ihr euch, dem Zugriff zu entkommen, den sie auf euch ausüben, obwohl ihr es seid, die an ihnen festhalten. Ihr haltet an der Vorstellung fest, dass Zeit und Raum existieren, und dass ihr in einen Strudel aus Zeit und Raum geratet, der sich zu schnell bewegt und euch schneller mitreißt, als ihr gehen könnt, so, als ob Zeit und Raum Götter wären. In euren Worten sind sie höchstens sterbliche Götter. Zumindest sind sie Massenphantasien, fiktive Gedanken, die eingerahmt und zur Schau gestellt werden. Die Wahrheit ist, dass es Zeit und Raum nicht gibt, und doch verlässt du dich auf sie. Du lässt dein Leben um sie drehen.
Gewiss, Zeit und Raum sind für dich sehr real. Du kreist in ihnen. Du rennst, um mit der illusorischen Zeit Schritt zu halten, und lässt dich tief drin im Raum nieder, um ihn für dich zu beanspruchen. Du rennst durch die Zeit, und im Raum bleibst du stehen und gräbst Gräben, um dich darin zu verschanzen. Man könnte das auch umkehren, und - in der Zeit stehenbleiben und mit dem Raum am Rennen sein.
Wenn du dich nicht mehr an Raumfächern festhieltest, würdest du an der Spitze der Welt stehen. Ihr würdet sozusagen das Universum besitzen, denn wenn ihr den Raum loslasst, erkennt ihr, dass es nichts zu besitzen gibt, außer euer eigenes, undurchdringliches Selbst. Ihr müsst doch darum wissen, dass ihr in größeren Dimensionen existiert als die Mauern, die ihr scheinbar um euch herum errichtet. Was glaubt ihr, wozu sich Türen schließen oder Fenster öffnen?
Ihr lebt in einer unterkunftslosen Welt. Ihr seid Bürger weit jenseits von Luft und Meeren. Es gibt Höhen und Tiefen, die ihr noch nicht erkundet habt. Bar der Zeit und des Raums, ist alles endlos. Das ist die Ewigkeit. Das ist die Unendlichkeit. Ihr lebt ewig in der Unendlichkeit.
In welches Gefäß kann man die Liebe stecken?
Der Einfachheit halber sagen Wir es so, dass die Liebe in eurem Herzen enthalten ist. Aber der eigentliche Punkt ist, dass die Liebe nicht enthalten sein kann. Ihr wisst, dass sie nicht eingepackt werden kann. Und doch scheint ihr zu glauben, dass ihr, die ihr die Liebe selbst seid, eingedämmt werden könnt. Es gibt keine Grenzen für die Liebe. Es gibt auch keine Eingrenzungen für euch. Weder das Meer, noch die Berge, noch der blaue Himmel sind größer als ihr. Es gibt nichts, was euch einschränken kann, ausgenommen deine Gedanken. Gib die alten auf. Suche dir neue, größere aus. Wähle die aus, die deiner würdig sind. Es gibt grenzenlose Gedanken. Jenseits von Gedanken existiert. Es gibt ein Ende der eingebildeten Begrenztheit. Die Kette umzäunter Gedanken läuft aus.
Du stehst am Rande einer imaginären Klippe, von der aus du in einen großen Horizont springen kannst, an dem Zeit und Raum enden, obschon es sie nie gegeben hat.
Permanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/wo-zeit-und-raum-enden.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
Your generosity keeps giving by keeping the lights on

