Wo sind all die guten Zeiten hin?
Gott redete …
Was bringt dich dazu, dich von Mir zu absentieren, so, als existierte Ich nicht? Manchmal hast du Mich wohl in dunklen Farben umhüllt und dabei einen Vorhang vorgezogen, als gelte es, Mich auszuschließen, als könntest du Mich aus deinen Gedanken heraustrommeln, als könntest du den Schlag Meines Herzens zum Verstummen bringen und Mich aus deinem täglichen Leben oder sogar aus den pracht-erfüllten Höhen deines Lebens ausquartieren.
Es ist nicht so, dass du Mich zur Strecke bringen möchtest, keinesfalls. Es ist bloß so, dass du Mich als jemanden siehst, der sich da draußen aufhält, dir dein Glücklichsein wegzunehmen und um dich vielleicht zu einem Verhalten unter Druck zu setzen, das einer Bruder-Leichtfuß-Charaktere wie dir nicht gut anstehe. Bloß, du bist nicht so glücklich leichtfüßig, und du bist das eine lange Zeit nicht gewesen, obschon du versuchen magst, dir selber einzureden, dass es dir ohne Mich insgesamt recht gut gehe, gar besser, als es dir mit Mir in deiner Gunst ginge.
Ich bin nicht dein Verpfuscher guter Zeiten. Gute Zeiten waren gewöhnlich gute Zeiten, dennoch sind sie es jetzt für dich nicht mehr. Sie sind Zeiten, die vergehen, es fehlt förmlich etwas. Ein Sinn fehlt. Es scheint, die guten Zeiten sind fehlgeschlagen, oder gar, die Zeit geht fehl. Etwas hat hier einen Schlag ausgelassen.
Zeit scheint dich nicht mehr länger zum Halten zu bringen. Sie ist einfach vergangen, und die Ausgelassenheit ebenfalls, in etwa wie beim Ausblasen einer Kerze am Ende einer Geburtstagsfeier. Das Fest ist vorbei. Irgendwie hat etwas in die Rechte deines Guten eingegriffen, und du treibst dein Gutes nicht auf. Du kannst es dir nicht einmal mehr selber vorspiegeln.
Du weißt nicht was vortäuschen. Du fühlst dich wie ein Thronanwärter. Jedenfalls kennst du keinen Thron, auf dem zu sitzen wäre, welcher für dich komme was da wolle das richtige ist.
Du möchtest gerne eine gute Zeit anzetteln, doch macht das zu viel Mühe. Sich gut gehen lassen scheint einfach nicht zugegen zu sein.
Einst lachtest du bei Scherzen, die du hörtest, laut auf. Jetzt fragst du dich, was bei den Witzen die Auszahlung darstellt. Tut ein Jeder so, dass ein Scherz ulkig ist, dass der Witz es wert ist, ihn zu erzählen, dass er überhaupt etwas wert ist? Du hast die ganzen Witze aber und abermals gehört. Du hast alles zuvor irgendwo irgendwann gehört. Du kannst es nicht vergessen, obschon du dich dennoch nicht erinnern kannst, wo oder wann du es gehört hast – vielleicht hörtest du es irgendwo in den Nischen dessen, wo sich dein Herz gewöhnlich aufgehalten hat.
Wie kannst du von deinem eigenen Leben abwesend sein? Wie kannst du durch die Rührungen hindurch gehen und sie nicht spüren? Hast du dich taub gemacht? Bist du zu arktischen Gegenden umgezogen, als du nicht hinsahst und deine Augen überfroren waren?
Geliebte, ihr, die ihr das Gefühl hattet, ihr wärt ausgeschlossen – ihr haltet dennoch den Schlüssel bei euch. Lasst euch wieder rein. Die Tür ist nicht abgeschlossen. Ihr habt einfach den Knauf am Zugang zu eurem Herzen herumzudrehen, und ihr werdet all das Eis hinter euch lassen. Verzeiht euch einfach selber dafür, was eurem Empfinden nach wiederhergestellt zu werden hat. Seid einfach. Bindet euch von der verstopften Vergangenheit los.
Es ist nicht du selber, den du sausen lässt. Es ist dein Selbst, welches du findest und um die Welt wickelst. Auch so bist du alsdann dein Selbst als ein Kern inwendig in dir, bist überdies dein Selbst, welches unzweideutig augenfällig außerhalb von dir ist, bis hin zum Rand der Welt und rund um all das Darüberhinaus, gleichwie Ich darüberhinaus bin. Wo Wir als Eins sind, gibt es keine Beschränkungen.
Du kommst in die Weite hinein und aus ihr heraus, und wiederum gehst du von unermesslicher Weite nie ab. Du bist Weite, wo immer etwa du bist. Und du bist ein Reiseleiter für Andere, nicht anders als Ich. Du füllst Herzen. Du nimmst sie mit dir. Wir sind auf gleiche Weise. Wir sind die gleichen bis zu dem Ausmaß, dass einzig Einssein, Einsein, Einssein das gegebene ist.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/wo-sind-all-die-guten-zeiten-hin.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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