Wenn deine Gefühle verletzt wurden
Gott redete …
Was wäre, wenn du alles, was zu dir gekommen war, akzeptiertest als das, dem es angelegen gewesen sei, bei dir einzutreffen? Was wäre, falls du nicht gegen es anzugehen hättest? Was wäre, falls du es nicht wegzustoßen hättest? Selbst wenn es etwas wäre, was du nicht magst, was wäre, du hättest nichts aus ihm zu machen? Was wäre, wenn du dabei nicht aufzuschäumen hättest oder wenn du keine Schmerzen darüber haben müsstest? Was wäre, falls was auch immer geschieht geschähe, und wenn hernach dieses alles ist, was eben an der Bewandtnis dran ist? Was wäre, falls du nicht jemanden schelten müsstest dafür, was du nicht mochtest, falls du keinen, dich mit inbegriffen, maßregeln müsstest?
Dies versteht man darunter, das Leben zu nehmen, wie es kommt. Du machst ganz einfach kein großes Aufheben davon. Du hast nicht auf es einzugehen. Es trug sich zu. Du hast dich nicht zu beschützen. Du hast nicht jemanden zu berichtigen.
Was immer geschieht, was dir nicht lieb ist - was wäre, wenn du es betrachten würdest wie Regen? Sobald du vom Regen eingeholt wirst, gehst du weiter. Du ziehst den Schirm hervor oder du spurtest zu einem Café. Auf jeden Fall hältst du nicht in deiner Spur inne und wetterst nicht gegen den Regen, oder versuchst nicht, es dir auszudenken, wie es denn regnen konnte oder was du betrieben habest, um den Regen herbeizubringen.
Ist es denkbar - könntest du das, was dir widerfährt, als zu hellen Sonnenschein in deinen Augen in Erwägung ziehen? In jenem Falle würdest du deine Sonnenbrille aufsetzen oder eine hohle Hand über deinen Augen bilden oder einfach aus den Sonnenstrahlen heraus laufen. Du würdest nicht geringer über die Sonne denken, weil sie dich eine Zeitlang geblendet hatte. Du würdest die Sonne nicht beschuldigen. Du würdest keine Anstalten machen, die Sonne zu erziehen.
Schau, du würdest mit dem Regen und der Sonne locker klarkommen. Sie würden dich nicht zurückwerfen. Sie würden dich nicht in deiner Spur zum Stoppen bringen.
Und gleichwohl, sobald jemand etwas sagt, was deine Gefühle verletzt, scheint dein gesamter Brennpunkt auf deinen Gefühlen und auf der Unfairness der Person niederzugehen, die etwas sagte, was du dir so sehr zu Herzen nimmst. Muss deren Affront dir gegenüber, sei er nun absichtlich oder nicht absichtlich, deinen Gleichmut bezwingen? Muss eine Bemerkung deinen Tag ruinieren? Musst du unentwegt darüber nachdenken und dir Gedanken machen, was du gesagt haben solltest, und welch eine Unverschämtheit es sei, was der Angreifer zu sagen hatte und was er sich denn denke bei dem, was er denkt, und, wieso kümmerst du dich so sehr darum?
Ebenso, dein Tag hat dir nicht dank einer durch einen anderen Menschen ausgesprochenen großen Wertschätzung Freude zu machen, so, als sei dein Leben nicht minder auf Beifall angewiesen, als es von Vorwürfen und Tadel abhängig ist?
Worin besteht der Unterschied zwischen jemandem, der etwas Grässliches zu dir sagt, einerseits, und deinem In-Besitz-Genommen-Sein durch den Gedanken, wie entsetzlich es denn sei, was er sagte und wie er so etwas doch nicht tun sollte, andererseits?
Womöglich hatte es die Person, die dich beschimpft, nicht darauf angelegt. Oder, selbst wenn es ihr darum zu tun war, hast du es immer noch los zu lassen. Womöglich waren die Menschen, die dich verbal angreifen, durch etwas gekränkt worden, was du achtlos oder ahnungslos gesagt oder getan hattest. Lasse dir angelegen sein, was du dir angelegen sein lassen kannst, und danach lasse es los. Möglicherweise ist ein schlichtes „Tut mir leid“ ausreichend, von dir an das Gegenüber, und vom Anderen an dich gerichtet.
Geliebte, derartige Dinge sind nicht der Punkt eures Lebens. Eure Existenz hat um Erheblicheres zu gehen, als darum, was euch Erschwernisse anträgt.
Menschen missverstehen. Menschen irren sich. Und, ihr Lieben, falls euch Freude bereitet wurde oder falls euer Tag infolge dessen, was ein Anderer sagt, ruiniert ist, dann findet einen Weg, um eure Überempfindlichkeit zu bezwingen. Sofern du angehalten bist, auf alles zu reagieren, was Tom, Dick und Harry sagt, dann hast du eine Möglichkeit zu finden, davon nicht derart in Mitleidenschaft gezogen zu sein.
Menschen, die dich verbal angreifen, sind keine Stechmücken, die du klatschen musst. Eine Schnake gelangt unter deine Haut, dennoch, selbst bei einer Stechmücke, selbst bei ihr lässt du einen Stich nicht deine Gedanken für den Rest des Tages oder für den Rest der Woche oder über Jahre hinweg in Beschlag nehmen.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/wenn-deine-gefuehle-verletzt-wurden.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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