Wahlen über Wahlen

God said:

Irrt sich das Leben, oder irrst du dich?

Wenn du gewinnst oder verlierst, worin besteht da wirklich der Unterschied? Du hast an dem Lauf teilgenommen.

Und doch ist das Leben kein Marathonlauf, der es manchmal zu sein scheint. Nimm es leicht.

Du bist weder ein Läufer durch das Leben noch ein Bummelant. Du bist eine Konstituente des Lebens. Du bist weder der Stift, der auf dem Spielbrett hin und her bewegt wird, noch hast du dauernd die Wahl über die Route, die du einschlägst. Ist das etwas Überraschendes? Mitunter hast du die Wahlmöglichkeit über die Ergebnisse. Mitunter nicht. Du weißt das nicht im Voraus. Du setzt den Ball in Bewegung, und danach siehst du, wohin dich das Leben nimmt. Und doch bietet dir der Flipper des Lebens größere aussichtsreiche Wahrscheinlichkeiten als jedes andere Flipper-Gerät.

Manchmal mag es danach aussehen, dass du, du in deinem Leben, aus einer Kanone herausgeschossen wurdest und an einer Stelle gelandet bist, wo du aus dem einen oder anderen Grunde nicht hingehörst. Jetzt ist hier dein Abhebepunkt. Jetzt ist hier, wo du Wahlen anstellst. Du kannst grummelig oder verträglich sein. Du kannst den Kopf hängen lassen oder funkeln. Das Leben mag dir etwas angedreht haben, was du daraufhin freilich unternimmst, liegt ganz an dir. Du bist mehr als ein Reaktor aufs Leben. Du hast wohl nicht die Karten im Leben bekommen, du dir gerne ausgesucht hättest, gleichwohl bist du der Wählende, wie du mit den Karten umgehst, die dir zugeteilt wurden. Wohin gehst du von hieraus?

Dir kamen Menschen in den Blick, die scheinbar alles im Leben hatten, und die dennoch nicht zufriedengestellt waren. Und dir kamen Menschen in den Blick, die wie es schien mehr als ihren Anteil an Schwierigkeiten hatten und deren Leben gleichwohl als ein Kunstwerk ausgewiesen und deren Geist unbezwinglich war. Was seid ihr, Geliebte? Welche Seite des Lebens habt ihr euch ausgesucht? Das ist eure Fortüne, und dafür habt ihr keine Münze zu werfen. Ihr habt ausschließlich zu wählen.

Äußere Vorkommnisse sind nicht angelegt, der Entscheider über wer ihr seid und was ihr tut zu sein. Das Label auf einem Mantel ist nicht der Mantel selbst. Dein Leben ist mehr, als dir passiert. Wenn dich das Leben allem Anschein nach niedergestreckt hat, ist es immer noch deine Wahl, aufzustehen, und ist es deine Wahl, liegen zu bleiben, und du hast zahlreiche Wahlmöglichkeiten dazwischen. Du kannst aufstehen und diesen oder jenen Weg einschlagen, oder du kannst auf zehn zählen und dann aufstehen, oder auf einer Bahre hinausgetragen werden. Du kannst trostlos oder ein Held sein. Ein Held sein wird dir nicht untergeschoben. Ein Opfer sein ebenfalls nicht. „Ein weiteres Mal vereitelt“ - das ist eine Haltung. Wie du im Leben entlanggehst, ist deine Wahl. In diesem Sinne ist das Leben aus deiner Fertigung hervorgegangen. Du bist kein Gefangener. Oder, falls du es bist, du hast den Schlüssel, der die Gitter aufschließen kann.

Falls du keinen Stuhl hast, kannst du dich auf den Boden setzen. Falls du keinen Fußboden hast, kannst du dich auf die Erde setzen. Du bist dein eigener Kapitän.

Wenn du Baseball spielst, kannst du den Ball aus dem Spielfeld hinaus schlagen und losrennen. Wenn du Baseball spielst, kannst du den Ball abstoßen und losrennen. Das Leben ist das Spielfeld; wie das Spielfeld an einem bestimmten Tag auch aussieht, auf dem Feld bist du ein Läufer. Du fängst den Ball, oder du fummelst herum. Du wirfst den Ball, oder er springt dir aus der Hand. Gut, dann, dann hol ihn dir wieder und wirf ihn noch einmal. Beim Spielen, da bist du zuvorkommend. Du hebst die Welt empor, oder du tust es nicht. Es ist dein Anruf, den du abzusetzen hast.

Translated by: theophil

 

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