Vertäut in Liebe
Gott redete …
So Liebe das Gegebene ist, wie kann es da zugleich Konflikt geben?
Was kann Konflikt denn anderes sein als Angst vor Liebe? Vielleicht Angst in der Form von engem Festhalten an eingebildete Eigentümerschaft gar an sich selber. Geliebte, wenn ihr gerne segeln gehen möchtet, habt ihr euch von der Verankerung zu lösen. Wisst, ihr bedürft keines Ankers. Seid in Liebe vertäut, und seid nicht angebunden.
Tatsache ist, dass ihr an nichts gebunden seid. Ihr fechtet mit Windmühlen. Ihr geht gegen Freiheit an. Ergebt euch stattdessen der Liebe. Lasst die Liebe euch an der Hand nehmen. Ihr habt Liebe nicht zu verkünden. Seid sie.
Liebt euch selber genug, um zu lieben. Habt euch zum Fressen gern, und Liebe wird wie Konfetti vom Himmel herunterfallen.
Kommt aus den Vereinzelungen heraus. Ihr gehört nicht in einem Schwarm von Einzelheiten vertäut. Lasst die Details los. Ihr habt euch nicht in ihnen zu verfangen. Lasst die Details sich um selber kümmern.
Dies bedeutet – das Leben sein lassen. Verheddert in Einzelheiten, seid ihr geneigt, euch in Schwierigkeiten zu verfangen.
Selbstverständlich kann Ich es nachvollziehen, dass das Leben auf der Erde aus Einzelheiten gemacht ist. Das Gegebene indessen ist, dass es euch angelegen ist, euch in der Größe des Lebens zu verfangen. Dies ist kein Luxus. Dies ist eine Unerlässlichkeit.
Sofern ihr nicht in Liebe und Preisgeben verfangen seid, seid ihr in den Details verheddert, und an der Stelle betreten Reibereien die Szene. Details sind untergeordnet. Liebe ist vorrangig. Durch Spannungen, könnte es sein, schneidest du die Liebe in zwei Hälften.
Du siehst Liebe, möglicherweise irgendwo vor dir selber versteckt, als beschränkend, eventuell als schneide sie dich von dir selber ab, so, als verneine die Liebe dich und deine Bedeutung. Vielleicht hast du die gebrochene Anschauung an dir, dass Liebe dich geringer und dass Reibereien dich zu mehr machen. Vielleicht ist dir zumute, es werde auf dir herumgetreten. Unter Umständen weißt du nicht, wie für dich selber und gleichzeitig für Andere zu sprechen geht.
Du fichtst für deine abgesonderte Individualität, derweil Individualität weit weg von Einssein ist. Möglicherweise versuchst du, ein Terrain abzustecken, hingegen ist Eigentümerschaft in der Welt eine Barriere. Es gibt Besitz nicht, und du nimmst Anläufe, zu Besitz zu kommen. Beim Versuch zu besitzen begibst du dich des Friedens. Vielleicht stehst du mit dir selber im Krieg. Jedweder Krieg ist im Inneren und wird mithilfe von Kontrahenten, gegen die du ausholst, verdreht dargestellt. Womöglich brauchst du einfach einen Gegner, der zur Hand ist, um vorzugeben, du habest dich selber nicht vereinzelt. Vielleicht sind Kontrahenten näher an dir dran als Freunde. Vielleicht befürwortest du den Pep von Gegen-Nähe-Sein eher als Nähe.
Eventuell gibst du bei Freundschaft zu viel von dir selber weg, oder du schließt dich von der Verantwortlichkeit von Nähe aus, indem du Schatten von Feinden lebendig erhältst, um dich mit ihnen zu schlagen.
Vielleicht suchst du bei Anderen nach Vollkommenheit, sodass du, sobald sie den Erwartungen nicht nachkommen, Ursachen für Beschwerdeführungen hast. Vielleicht ziehst du Dich-Beschweren der Einvernehmlichkeit vor. Möglicherweise siehst du Einvernehmen als nachgiebiges Sich-Fügen. Unter Umständen bist du mehr eingelebt ins Beanstanden. Vielleicht machst du aus einem Maulwurfshügel einen Berg. Vielleicht rennst du vom Leben weg. Auf jeden Fall verplemperst du, mit Feindseligkeit, das Leben. Du nagst an ihm herum.
Du bist womöglich zur selben Zeit auf Liebe aus, wie du sie zwangsversteigern lässt.
Du hebst einen Schild hoch, und weichst vor der Liebe zurück. Du schwärzt sie an. Du siehst Liebe nicht wirklich als Freund. Du erhebst Einwände gegen Liebe. Du siehst Liebe als eine Betrügerin und dich selber als das Opfer, an Hand und Fuß gefesselt. Du kannst nicht lange dableiben. Du möchtest es nicht. Du hast irgendwohin zu gehen. Womöglich gibst du Appetizern den Vorzug vor der Hauptmahlzeit.
Für dich ist es schwer, auf Dauer hereinzukommen. Du wirst nervös. Du weißt nicht wie lieben und frei bleiben geht, daher findest du Anlässe, Einwände zu erheben.
Für alles, wofür du Andere für verantwortlich erklärst, bist du zuständig. Wenn du verdrießlich bist, bist du der eine Verdrießliche. Wenn du wütend bist, bist du der eine Wütende. Wenn du enttäuscht bist, hast du dich selber enttäuscht.
Was immer du magst oder nicht magst, du bist der, der für deine Gedanken zuständig ist. Du bist der, der für deine Emotionen zuständig ist. Du bist der, der für dein Glücklichsein und Unglücklichsein zuständig ist. Du bist verantwortlich. Du hältst das Leben allzu hoch, zur gleichen Zeit wie du es zu niedrig hältst. Ihr duelliert euch mit dem Leben, Geliebte. Es gibt hier niemanden außer dir – und Mich –, demnach stellst du dir etliche Charaktere zusammen, um dich darüber hinwegzutäuschen, wer du bist. Du lagerst dich in die Vermummung des einen oder anderen aus. So lange wie du abgetrennt bist, schlägst du dich mit dir selber. Du hältst dich vom Einssein zurück.
Komme herüber hierher zu Mir. Löse deine Verteidigungsarmee auf.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/vertaeut-in-liebe.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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