Sich nach dem Zufall richten
Gott redete …
Ja, oftmals erscheinen euch Tage auf der Erde wie Gefechte. Ihr möchtet mehr von einem Tag haben, oder weniger von ihm, vom Zufall abhängig, oder von eurer Ansicht.
Euch ist es nicht immer einfach zu gefallen. Ich begreife, zu der Zeit seid ihr mit jedem Tag umgegangen, so gut ihr es konntet.
Im Rückblick, da seht ihr wahrscheinlich alternative Straßen, die ihr hättet nehmen können. Ihr hättet zum Leben weniger unleidlich und widerständig sein können. An etlichen Tagen, nicht an jedem Tag, hättet ihr durch das Leben weniger aus der Ruhe gebracht sein können. An den ein oder anderen Tagen hättet ihr gar mit den Schultern zucken und sagen können: „Dieser Tag war gar nicht einmal so schlecht.“
Gewiss, da sind Tage, die ihr nach wie vor beweint und die ihr gerne ungeschehen gemacht sehen möchtet. Lieber wären euch Tage gewesen, die euch nicht aufbringen. In etlichen Fällen ist es euch danach, euer eigenes Benehmen nicht zu bereuen.
Ich sähe es gerne, euch zu mehr ausgeglichenen Pfaden zu bringen. Auch ihr selber habt den Wunsch, abgeklärter zu sein. In diesem Falle würde das Leben nicht in dem Ausmaß, wie es der Fall zu sein scheint, über euch hinweglaufen. Oh, ja, Geliebte, wenn doch bloß das Heruntermachen des Lebens von Anfang an der Vergangenheit angehören könnte und nicht mehr fortgesetzt würde. Wenn du doch bloß deutlicher dem Leben nachkämest und auf es eingingest, als du ihm gegenüber die Stirn bietest.
Zumindest ebnet das Leben den Weg für dich. Es säubert dort den Weg. Du mögest nicht das Opfer spielen, noch auch ein Attackierer sein. Du kannst im Leben in jede Richtung schwimmen, wie du es möchtest. Es wäre gut, du gibst nicht den Eindruck ab, dass du heute mit Herzeleid rechnest.
In deiner Gedankenwelt hast du oftmals am Leben etwas auszusetzen. Dir wäre es lieb, beim Leben ruhig und vernünftig zu bleiben. Wie du es doch gerne hättest, mit dem Leben in Frieden zu sein und eben nicht mit gezogenen Schwertern. Mit dir Vergleich gesetzt, ist das Leben der Riese, und nicht du. Und dementsprechend fühlst du dich gefesselt.
Unterdessen du etliche Tage aus der Vergangenheit durchgehst, kannst du unfähig zu sein, nochmals ein besseres Skript zu schreiben. Dies ist die Sache. Du siehst dich dem Leben ausgeliefert. Es gibt nichts, was du daran zu tun vermagst. Du siehst dich ausgenutzt. Du bist außerstande, zu versuchen, dem Leben gegenüber ein schönes Gesicht zu machen.
Zu wenigsten wirst du dich wohl vom Leben benebelt fühlen. Natürlich wäre es dir lieb, von ihm getröstet zu werden. Mittlerweile liegst du dem Leben auf dem Rücken, denn es könnte so kommen, dass es drauf und dran ist dich zu schikanieren.
Du möchtest gerne eine andere Welt ausprobieren, um hier zu leben, und doch weißt von einer anderen Welt nichts, um zu ihr hinüber zu switchen. Selbst wenn du dir gewiss gewesen bist, dass eine andere Welt existiert, bist du dir unsicher, ob du es wagst, zu ihr hinüberzuspringen.
Du bist die Person in der Geschichte von der Lady oder dem Tiger, die zu entscheiden hat, welche Tür zu öffnen ist. In deinem Fall sieht es so aus, dass du keine Wahl hast, welche Tür zu öffnen ist. Sie öffnet sich dir selber, bevor du es merkst. Mitunter hast du das Gefühl, dass dir Tiger oder Tiger-Frau zu sein angeboten wird, niemals allerdings Äpfel oder Orangen.
Jeder Tag kann ein Gewitter oder einen heftigen Schneesturm oder einen Dürre heranbringen. Du weißt nicht, zu was du wohl aufwachst. Du hast keine bewusste Wahl. Du möchtest nicht undankbar klingen. Das Leben ist dann und wann gut zu dir gewesen, ganz egal wie es dich darin belassen hat, wie Espenlaub zu zittern. Eine Garantie wäre dir sehr lieb.
Geliebte, ihr seht die Kleinteile des Lebens, alldieweil eine ganze Welt zugegen ist. Macht einen großen Bogen mit eurem Cowboyhut vor euch und bietet dem Leben ein großartiges Herzlich Willkommen. Und gebt dem Leben eine gute Chance, auf euer Willkommen zu erwidern.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/sich-nach-dem-zufall-richten.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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