Manchmal befindest du dich im Irrtum

God said:

Wenn du nicht urteiltest, würdest du nicht anklagen. Wenn du nicht urteiltest, würdest du weder anklagen noch Entschuldigungen anfertigen. Urteile nicht und stelle dir selbst oder Anderen keine Entschuldigungen aus. Entschuldigungen sind armselige Erklärungen, und Erklärungen sind nicht viel wert. Sie sind Dutzendware. Alles kann auf die eine oder andere Weise erklärt werden. Erklärungen für Wahlen sind stets Entschuldigungen.

Du bist, wer du bist, weil du bist, wer du bist. Du tust was auch immer, weil du was auch immer tust. Das Leben leben ist keine Wissenschaft der Welt.

Das, was du nunmehr anders machen würdest, aus welchen Gründen immer, nennst du einen Fehler. Du machst hier und da einen Fehler, weil du einen Fehler machst. Fehler sind Fehler. Selbstverständlich würdest du das gerne noch einmal durchleben und es anders machen, doch ist die Vergangenheit weder der Hauptaufenthalt noch die Zweckbestimmung deines Lebens.

Das Leben ist kein Zählspiel. Es ist kein Maß. Die ganze Partie des Lebens handelt vom Vorwärtskommen. Wenn du Milch verschüttest, wischst du sie auf. Du markierst den Fleck nicht. „Hier an der Stelle habe ich Milch vergossen.“ Du machst dem Ganzen keinen Schrein. Du läufst nicht daher und sagst zu dir selbst: „Ich bin jemand, der Milch verschüttet.“ Noch auch schaust du dich nach einer festen Erklärung oder danach um, dir selbst oder jemandem oder irgendwas einen Vorwurf zu machen. Das Glas glitt dir schlicht aus der Hand. Du gabst zu wenig Acht. Du warst unaufmerksam. Oder du stolpertest über den Vorleger oder über ein Kinderspielzeug, und es war nicht zu umgehen, dass du das Glas fallen ließt, und so weiter.

Indessen hast du weiteres Entgleiten deiner Hände oder der Zunge in deinem Herzen eingerahmt, und du hast sie an dir gehalten, und dich immer wieder für sie angeschuldigt, so, als sei es dir, wie du die Sache siehst, nicht angelegen, dich zu irren.

Wenn du zu einem bestimmten Ort fährst und irgendwo eine falsche Richtung einschlägst, justierst du deinen Irrtum nicht immer und immer wieder. Du nimmst nun schlicht eine andere Richtung, eine, bei der du hoffst, sie werde dich ans Ziel bringen.

Vielleicht hattest du falsche Richtungsangaben. Vielleicht wurdest du fehlinformiert. Oder vielleicht bist du den Schildern nicht gefolgt oder hast sie nicht richtig gelesen. Muss es dabei eine Bedeutung geben? Von welchem Vorteil ist es, Irrtümer zu zerlegen?

Trage keinen Albatros um deinen Hals. Segne alle Irrtümer im Leben, die du gemacht hast, und schicke ihnen einen Auf Wiedersehen-Kuss mit auf den Weg. Seien sie nun groß oder klein, lasse sie dort, wo sie sind. Vergib ihnen, und vergib dir selbst dafür, dass du sie gemacht hast. Vergib deiner Unwissenheit oder Sorglosigkeit oder Vorsätzlichkeit. Vergib dem Fehler für das Seien.

Es ist zulässig, auszulöschen. Es ist schön, auszustreichen. Wenn du ein Wort nicht richtigschreibst oder einen Satz schreibst, den du nicht magst, streichst du ihn durch oder du benutzt das Ende des Bleistifts, um ihn auszuradieren. Ist es ein Fehler, Fehler auszulöschen?

Im Leben aber ist es offensichtlich, dass du manchmal so denkst, und demnach tadelst du dich selbst dafür, was du getan hast, oder was du nicht getan hast, oder was du getan hast, aber nicht so gut getan hast, wie du es gerne getan haben würdest, oder nicht so oft oder nicht so wahrhaftig. Fehler sind nicht unauslöschlich. Es ist das Beste, mit ihnen durch zu sein.

Falls du Aufzeichnungen der einen oder anderen Art machen und sie dir anschauen musst, so führe eine Aufzeichnung über all die Liebe und das Verständnis, die du gegeben hast, und über all die Liebe und das Verständnis, die du in Empfang genommen hast. Übermittle Dank, nicht Anschuldigungen.

Sei froh, ein Menschenseinswesen zu sein, Pfuscher oder nicht. Wisse, du erfüllst im Universum eine Rolle. Es ist nicht alles derart planlos, wie du es etwa denkst.

Und Ich möchte dich heute mit diesem Gedanken belassen: Zahlreiche unter den Fehlern, die du begangen hast, waren überhaupt keine.

Translated by: theophil

 

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