Kolumbus befuhr die mächtigen Meere

God said:

Die Geschichte von Kolumbus ist die Geschichte deines eigenen Lebens, oder vielmehr, deine eigene Geschichte ist eine Variation derjenigen des Kolumbus. Kolumbus war beharrlich. Er gab nicht auf. In deiner Geschichte, da gibst du zuweilen auf.

Du kannst sehen, wie sich die Geschichte von Kolumbus nicht insgesamt auf der physischen Ebene bewegte. Kannst du sagen, dass Antrieb und Zweckstellungen auf der physischen Ebene existieren? Sind sie nicht Teil deines Willens? Dein Wille kann zu einem Nachweis im Physischen gelangen, aber er ist ein Sprössling des Meinigen.

Kolumbus fertigte für sich keine Ausflüchte. Entschuldigungen sind etwas sehr Begrenzendes. Sie sind so beschränkend wie Eisenstangen. Sind Entschuldigungen physischer Natur? Sie sind Gedanken. Sie sind Gedanken, die besagen, dass du nicht mächtig bist. Einerlei, wie nachweislich sie sind, Entschuldigungen sind nicht wahr.

Deine Kindheit ist nicht dafür verantwortlich, was du heute tust oder nicht tust. Ein Mangel an Zeit ist nicht verantwortlich. Ein Mangel an Geld ist nicht verantwortlich. Ein Mangel an irgendetwas ist nicht verantwortlich. Manchmal ist eine Übersättigung verantwortlich. Manchmal war das Leben derart leicht, dass du nicht erkennst, wie du dich nach ihm ausstrecken kannst.

Fertige dir keine Ausflüchte an, dafür, dass du deinen Träumen nicht nachgegangen bist. Vielleicht sind deine Träume einfach nicht stark genug. Das ist kein Verbrechen. Es ist besser, du gelangst zu der Aussage, dass du dir etwas einfach nicht genug wünschtest, als dass du etwas Vorwürfe machst dafür, dass die Träume unerfüllt blieben. Es ist kein Kapitalverbrechen, nicht das zu erreichen, was du erstrebt hast, weil du es nicht ausreichend stark erstrebt hast, aber es ist ein Fehlbenehmen, Entschuldigungen auszufertigen. Entschuldigungen herstellen ist Schwächen. Ehrlichkeit ist Stärken.

Ihr mögt zu der Gepflogenheit gelangen, ehrlich mit euch selbst zu sein. Womöglich war euer Traum in Wirklichkeit gar nicht euer Traum. Womöglich habt ihr etwas überhaupt nicht aufgegeben, es nicht mehr weiterhin zu verfolgen. Vielleicht lag es gar nicht greifbar in den Sternen. Vielleicht habt ihr einen anderen Traum aufzufinden.

Hätte Kolumbus auf was auch immer beharrt? Und wie lange? Wäre Kolumbus nicht zu der neuen Welt gesegelt, so hätte er immer noch seinen Glauben beibehalten, dass die Erde rund ist. Das war doch so eine schlichte Sache. Kolumbus hätte seine Auffassung von Wahrheit nicht aufgegeben. Woher kam letztlich seine Auffassung der Wahrheit? Woher kommt die deine?

Die Idee, auf der du auf der Suche bist, sucht dich. Was erwiesen ist, ist deine Absicht. Die Wahrheit entkommt wahrhaftig nicht Instrumenten oder Berechnungen. Es gibt einen Geist und ein Herz, die etwas aus den Berechnungen machen. Welches ist die Rolle der Sterne bei den Berechnungen des Menschen? Was kann berechnet werden, was nicht von den Himmeln oben herkommt?

Und wenn ein Mensch auf den Meeren segelt, segelt er dann nicht auf den Himmeln des Himmels?

Und wenn ein Mensch auf der Suche nach seinem Traum ist, wo kommt der Traum her? Wessen Traum ist das? Findet der Mensch seinen Traum, oder findet der Traum ihn? Hat der Traum den Menschen gesucht, damit er in Erfüllung gelangt? Wer ist der Sucher, und was ist das Gesuchte?

Sind Möglichkeiten nicht besser als Gewissheit?

Die Zeit, einen Traum aufzugeben, ist dann da, wenn er nicht mehr länger der deine ist. Falls er die ganze Zeit eigentlich der Traum eines Anderen war, war er niemals der deine.

Vielleicht wollte früher einmal jeder ein Filmstar werden. Für die Meisten lag das wirkliche Bestreben darin, angehimmelt zu werden und im Rampenlicht zu stehen. Vielleicht war bloß die Kleidung des Bestrebens real, und der Rest Idylle.

Vielleicht lag dein wirklicher Traum darin, das Leben zu leben, was du jetzt führst. Vielleicht war dein Traum, ein bescheidener Mensch zu sein, der ein bescheidenes Leben führt, ein treuer Ehemann oder eine treue Ehefrau oder eine glückliche Mutter oder jemand zu sein, der das Leben genießt, wie es auch immer aussieht. Ist das keine edle Sache?

Hinwiederum existiert etwas in Menschenseinswesen, neue Dinge zu entdecken, sich dorthin zu wagen, wo sich bisher noch niemand hingewagt hat. Indes, natürlich tut ihr alldas. Niemand hat euer Leben zuvor gelebt. Ein Fund ist etwas Schönes, Ausspähen allerdings ist etwas Besseres.

Translated by: theophil

 

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