Jenseits von Ungemach
Gott redete …
Eines Meiner Kinder hat die Frage gestellt, weswegen Lügen geglaubt werden. Wieso wird den Lügen mehr geglaubt als der Wahrheit? Jeder täuschte sich über die Wahrheit hinweg, das eine oder andere Mal, schlicht und einfach jedermann – Ich sage Jedermann, gleichwohl vielleicht du nicht – hatte seine eigenen Lügen gehabt, an die er glaubte oder zur Hälfte glaubte, und bei denen er sich anschickte, sie selber zu glauben.
Weswegen halten Meine heiligen und geliebten Kinder öfters mehr an Lügen denn an Wahrheit fest?
Die tiefer gehende Frage heißt: Wieso gibt es Lügen? Wieso sollte ein Kind, welches Mein ist, bei Lügen Zuflucht suchen mögen? Wieso befürchtet ihr es, das müsse es tun?
Ich möchte sagen, dass Lügen oft ausgesprochen werden - Lügen, welche durchaus Lügen sind -, weil sie näher an der Wahrheit dran sind. Selbst wenn die Fakten fehlwiedergegeben werden, verkörpern sie eine größere Wahrheit. Was Ich hier sage, soll lügen nicht gutheißen, es soll vielmehr das Gute an den Tag legen, das Gute ja gar hinter den Lügen, ja gar dann, wenn Lügen stracks auf dein Herz gezielt werden.
Im Lügen porträtiert sich jemand selber, so wie er sich gerne sein sehen möchte und wie er gerne gesehen werden möchte, nicht, wie er es womöglich hinter sich hat und getan hat. Selbst im Lügen möchte er gerne die Wahrheit von sich selber bekundet sehen, die Wahrheit, dass er ausschließlich zum Guten befähigt ist, und dass er niemals tun würde, was er getan hat, oder, er akzeptiert, falls er das akzeptiert, was er getan hat, es alsdann bloß in so weit, wie er es ob des Guten und nicht ob des Schlimmen getan hat; dementsprechend war es, in seinem Falle, keine Missetat. In seinem geistigen Sinne war es eine notwendige Verteidigung oder ein notwendiger Angriff. Er log bewusster- oder unbewussterweise, um zu bekommen, was er seiner Auffassung nach zu haben habe.
Sei auf der Hut vor Anhaftung daran, was du willst.
Jemand, der log, hat mit Zähnen und Klauen dafür gekämpft, was er möchte und was er für wahr halten möchte, und er bezahlt ungeheuer viel dafür. Aber, was immer die Anlage, dass jemand minderes oder andersartiges als die Wahrheit sagt, darstellt – Wir sind nicht hier, um über ihn zu reden. Das Thema bist du, und es ist die Auswirkung seiner Unwahrheiten, die dich bis ins Mark verletzten.
Sofern ein Jeder hier präsent ist, um dein Lehrer zu sein, wie lautet dann deine Lektion? Sie scheint sehr schwer zu verkraften. Du bist die verwundete Partei, und Ich trage dir an, dein Lehrstück ausfindig zu machen.
Ich weiß, du hast das Gefühl, du schreiest in der Wildnis, und niemand höre dich. Du hast das Gefühl, nicht einmal Ich würde dich hören. Du meinst, Ich würde deinen Schmerz wegwischen wie Fusseln, ebenso den Schmerz, den du verspürst, wie er bei jenen, die dir lieb und teuer sind, soeben am Anlaufen ist, Schmerz, aufgrund verletzender Lügen und aufgrund einer Richter-Entscheidung, welche deinem Leben und den Menschen, die dir am meisten ausmachen, einen Umbruch bedeuten.
Lasse Mich dir etwas sagen, was du nicht bereit bist zu hören. Einerlei wie unrechtmäßig dies einem zu sein scheint, einerlei wie ungerecht es ist, es ist Gutes zugegen. Es ist Gutes für dich zur Hand, und, so unglaublich wie es einem scheinen mag, es ist Gutes für Alle da, die dort mit einbezogen sind. Ihr seid nicht imstande, das Gute vorherzusagen, und ihr könnt es momentan nicht einmal anfänglich sehen, hinwiederum ist Gutes nichtsdestotrotz zugegen. Das, was euer ist, kann nicht weggenommen werden. Was inwendig in eurem Herzen ist, ist in eurem Herzen. Was immer im Physischen passiert, es kommt nicht einmal anfänglich dem gleich, was sich im Spirituellen begibt. Und euer Seelen-Geist ist unversehrt. Eure Gestaltungsmöglichkeit ist nicht weniger als dann, wenn bei euch der Richterspruch Ja gewesen wäre.
Du, der du bis ins Mark verwundet wurdest, wirst dich aus der Asche dieses Richterspruchs erheben. Darin, so Wir denn von Gewinnen oder Verlieren reden müssen, hast du hinzugewonnen. Ja, gar inmitten deiner Einbußen, hast du hinzugewonnen. Dein Leben, Geliebte, Geliebter, steht soeben im Begriff zu triumphieren.
Es hat ein Feuer gegeben, und in der Asche liegen Diamanten, unversehrterweise.
Sofern du denn von Weitem zu lieben hast, dann wirst du von Weitem her lieben.
Auf der Oberfläche, dort ist dein Leben von oben nach unten gedreht worden. Die Umbrüche, sie liegen in Lebenslagen. Umstände sind nicht für immer, und sie sind nicht das Zunichtemachen von dir. Es ist zu keinem Wandel gekommen, außer in den Vorkommnissen. Umstände mögen dir ja wie alles scheinen, allein, das sind sie nicht.
Gehe unentwegt voran, Geliebte, Geliebter. Du erlangst, ungeachtet der Ungerechtigkeit, neue Stärke und neue Ausrichtung, und wirst erkennen, dass in all diesem ein glücklicher Neubeginn zu liegen kommt.
Lasse es aus, dir selber, lasse es aus, einem Anderen, lasse es aus, Mir Vorwürfe zu machen. Halte dein Herz auf Kurs. Kehre dich weder von Mir noch von deinem Glauben an das Gute ab. Gehörig mehr denn Ungerechtigkeit – Zynismus ist deinem Herzen der Ruin.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/jenseits-von-ungemach.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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