Innenraum und Aussenraum

God said:

Gott redete …

Hast du dich nicht in die Dichotomie verfangen von dem, was wirklich ist, und dem, was in Wirklichkeit nicht ist? Was Ich Illusion nenne, nennst du Wahrheit. Was Mir klar ist, dass es Wahrheit ist, das bezeichnest du als Illusion. Was inwendig in dir ist, nennst weit weg da draußen. Was weit weg ist oder gar nicht einmal existiert, das ziehst du eng zu dir her, und mithin bist du eingespannt in Zeit und Raum.

Und doch, inwendig in deinem inneren Raum, da hältst du Zeit an, und wandelst du Raum um. Raum und Zeit werden zu Ewigkeit, und du gewahrst dein Einssein, du gewahrst es für die tatsächliche Gegebenheit, welches es ist. Dies ist wahrhaftig der Wunsch deines Herzens bei jedem Schlag. Bis jetzt hattest du flüchtige Blicke von dieser Rhapsodie. Sofern du flüchtige Blicke gehabt hattest, kannst du längere Blicke haben. Daraufhin wird eine Zeit kommen, wann du deine Augen von der Ewigkeit nicht mehr wegnehmen kannst. Es wäre dir in jeder Hinsicht nicht lieb, nie mehr in die Weite des Einsseins einzutreten, dafür, dass du zu Partikeln von ihr zurückkehrst.

Wenn Leben auf einer Himmelskutsche befördert werden kann, hättest du das dann nicht gern? Wenn du die Sonne anlangen kannst, ungeachtet dessen, aus weicher Richtung du herkommst, möchtest du dann nicht deine Hand auf sie legen? Wenn du auf die andere Seite der Erde, auf die Galaxien und über die Galaxien hinaus blicken kannst, wenn du mit einem einzelnen Schritt das Universum zu umspannen vermagst, würdest du dann nicht aufhüpfen? Genug des auf den Zehenspitzen Gehens.

Du bist durch das gewöhnliche Leben in der Welt hypnotisiert gewesen. Es war dir schwer, deinen Geist von ihr wegzubekommen. Ja in der Tat, gib zu, dass du von ihr aufgezehrt worden bist.

Lasse dein Leben auf der Erde nunmehr Erfrischung sein. Lasse es deinen Spielplatz sein. Lasse es Pause-Machen sein. Lasse das Leben den Berg sein, den du hinunterrollst und um den du herumgehst. Lasse das Leben einen Aktivposten sein. Berge sind gut, und die Ebenen um sie herum ebenfalls. Sie sind für dich zum Genuss.

Was du indes als weitentfernte Horizonte und Lichtjahre weit weg siehst - sie sind ebenfalls für dich da, sie zu genießen. Schaue dir längere Zeit die Sterne an, und dir wird klarwerden, dass deine Augen aus dem gleichen Sternenlicht gemacht sind. Du wirst merken, dass dein Gesicht der Mond ist, und die Galaxien in dir inbegriffen sind. Du bist ein galaktischer Reisender. Was kann jemand, der Meinem Herzen entkommt und am Atmen ist, anderes sein als ein galaktischer Reisender? Eben dies ist ein Menschenwesen.

Ihr tragt bloß eine Irdische Uniform. Aber eine Uniform ist nichts als eine Uniform. Selbst wenn dein Name draufgestickt ist, ist die Uniform nicht du. Sie ist schlicht etwas, was du anhast. Sie ist nicht dauerhaft. Was permanent ist, bei dem hast du dir nie Gedanken übers Verlieren zu machen, denn es ist unauslöschlich. Was nicht immerwährend ist, bei dem brauchst du dich nicht ums fortwährend Dableiben kümmern, weil du es von Anfang an nicht hattest. Illusion ist das, was du an dir zu halten versuchst.

Du kannst dich nicht an ein imaginäres Treppengeländer lehnen, dies freilich tust du aber und abermals. Dem gleich - du meinst, die Welt halte dich hoch. Du meinst, sie sei solide. Und du meinst, Wahrheit sei Dunstiges. Hebst du nun an, die Täuschungen flüchtig zu sehen zu bekommen, welche du bei dir hieltst, wie auch die Wahrheit, die du soeben anfängst zu begreifen?

Lasse die Auftriebskraft der Realität dich nach oben heben. Anerkenne das Licht für das, was es ist, und setze Dichte für das an, was sie ist. Vielleicht hast du bist jetzt noch nicht gelernt, welche die linke und welche die rechte Hand ist.

Zum Glück - Ich bin überall. Ich bin in der Dichte, und komme darüber zum Lachen, wie ernsthaft sie genommen wird, derweil sie in Wahrheit nachgerade nichts ist. Ein harter Gummiball hat seinen Nutzen, indes nicht anders ein Ballon oder ein Drachen, der weit über die Reichweite des Körpers hinaus in die Höhe steigt. Nimm dir jetzt einen Augenblick, um über die fragmentierte Eindringlichkeit des physischen Bezirks hinaus zu langen. Oder lehne dich zum wenigsten über sie.

Translated by: theophil

 

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