In der Weise, wie du aus dem Meer heraustrittst ...
Gott redete …
Sowie eine Tat getan ist, kaust du da auf ihr herum, oder, rückst du dabei vor? Du weißt gut und gern, dass es darum geht, weiterzugehen, allein, dies ist leichter gesagt als getan.
Dir wurde, sagen wir einmal, vor dreißig Jahren ein Unrecht getan, und du hast es bis heute noch nicht los gelassen. Du hast dich unter Umständen an dieses betagte Vergehen gekettet, und hältst es warm. Es ist ein schwelender Ärger.
Handle es sich nun um etwas Wundervolles, was dir weiland passiert ist, und dieser Tage ist es das nicht mehr, oder, sofern es sich um einen grausamen Hieb handelt, der dir zugekommen ist, du kannst das nicht dauernd aufwärmen. Sofern du eine Wunde hast, stocherst du nicht immer an ihr herum. Du kannst durchaus vollauf recht haben, dass das, was geschehen ist, dir niemals hätte widerfahren sollen. Die Sache ist die, es ist passiert, und nunmehr musst du es los lassen und dich voran bewegen. Das Verflossene gehört nicht in deinem Inneren am Vibrieren gehalten. Lasse es los.
So wie du an einem wunderbaren Sommertag aus dem Meer heraustrittst, das ist es, wie du aus der Vergangenheit heraustrittst. Auf die Art kommst du heraus. Du trocknest dich ab, und danach gehst du nachhause oder eventuell irgendwohin zum Essen. Ganz bestimmt trittst du nicht immer wieder aus dem Meer heraus, gleichsam als wäre es ein Singsang oder ein Wiederholungsspiel im Fußball.
Sofern es einen Teil deines Lebens gibt, der dich nicht, sowie du daran denkst, glücklich belässt, wieso denn sich die Dinge dann unaufhörlich durch den Kopf gehen lassen? Und sofern es einen ungemein schönen Teil deines Lebens gibt und er nicht mehr das gegebene ist, wieso daran festhalten, was nicht mehr länger ist? Wieso es wiederbeleben, derweil es dich traurig stimmt? Warum möchtest du traurig sein?
Und für einen Jeden, der dieser Tage seine oder ihre Jugend hinter sich hat, warum sich nach jenen Tagen sehnen, als du eine Schönheit warst und man hinter dir her war? Du hattest jene Tage. Schenke ihnen Adieu-Küsse. Du hast dein wahres inneres Alter. Äußeres Alter dauert nicht an. Früher oder später wird das angezündete Streichholz ausgeblasen. Das Leben in der Welt kommt in Stücken daher. Das letzte Auto ist bloß für einen kurzen Zeitraum das letzte Auto. Eine jede Eiche war weiland ein Setzling. Die allerschönsten Vorhänge verbleichen in den Sonnenstrahlen.
Es ist kein Geheimnis, dass alles in der Welt am Sich-Ändern ist und nicht gleich bleibt. Das Leben in der Welt ist ein Lichtspielfilm; es ist kein Standfoto.
Genieße die Sonne und finde Vergnügen an dem Mond und den glitzernden Sternen. Genieße es, ein Kind zu sein, und genieße es genauso, heranzuwachsen. Freue dich ganz einfach. Ernte die Freuden. Ernte ein, morgens aufzustehen, und ernte ein, abends ins Bett zu springen.
Im Leben befindest du dich auf einem Abenteuer. Freue dich an dem Abenteuer. Freue dich an der Sahara und genieße den Regenwald. Entwickle Interesse an allem im Leben, an Regen wie an Sonnenschein.
Du kannst die Dämmerung nicht aufhalten. Du kannst die Gezeiten nicht eindämmen. Heiße stattdessen die Dämmerung und die Gezeiten freudig willkommen. Du stehst dem Universum zu Diensten. Was immer dir das Leben hinreicht, nimm es. Sofern du jenes gerne hast, warum denn nicht? Sofern nicht, liebe es auch so. Dies ist dein Abenteuer.
Keine zwei Menschen leben das gleiche Leben. Für einen Jeden ist das Leben ein Mix. Du wirst dir etwa die Herein's und Heraus' deines Lebens, die es gegeben hat, nicht wirst haben erklären können, und niemand, niemand weiß, was der morgige Tag bringt.
Sofern das Leben nicht die Weise zu Gehör bringt, die dir lieb ist, tanze zu dem Lied, das du magst. Die Sache ist die – tanzen. Du gibst nicht bei allem den Ton an. Ein dir unbekannter Troubadour kann singen. Dies kannst du wissen:
Zu jedem Zeitpunkt hat jemand das bei sich, was du wohl ein entzücktes Leben nennst, derweil dein Leben am heutigen Tag womöglich den Zauber unterhalb der Oberfläche aufweist. Morgen kann dein Leben ein Ehrentag sein und deine liebevollsten Träume können wahr geworden sein. Möchtest du just dagegen eingestellt sein?
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/in-der-weise-wie-du-aus-dem-meer-heraustrittst.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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