Hinaufsteigen in größere Höhen
Natürlich hättest du gerne, dass Freude und Glücklichsein eine Konstante sind, ebenso wie du gerne die ganze Zeit einen vollen Benzintank hättest, ohne an einer Tankstelle halten und volltanken zu müssen.
Wie würdest du es lieben, wenn Glücklichsein eine Konstante ist. Selbstverständlich ist Glücklichsein kein Wohltäter von außerhalb von dir. Gewiss hat es den Anschein, dass das Leben sich einfach so zeigt. Dennoch ist Glücklichsein etwas, was du zulässt. So wie du in einem Tanz zwangsläufig vor und zurück gehst, auf diese und jene Weise, andernfalls wäre es kein Tanz.
Du bist im Begriff eine Leiter hochzusteigen. Du bist zufrieden auf einer bestimmten Stufe der Leiter, und dann möchtest du höher steigen und unterwegs neue Aussichten wahrnehmen. Daran ist nichts Falsches. Wünsche dir unbedingt größeres Glück.
Zu größeren Höhen aufsteigen ist nicht das Gleiche wie unzufrieden sein mit dem, was man hat, oder zu denken, man hätte eine Belohnung verdient. Du magst so denken. Es gibt einen Teil von dir, der frühere Rekorde an Glücklichsein brechen möchte. Natürlich wünschst du dir ein beständig sich steigerndes Glück - und du hast es zu Zeiten bereits erlebt, vielleicht über Jahre hinweg, und dann bist du auf einen Einbruch gestoßen, wie wenn du dir sicher bist, dass ein Aktienkauf an Wert verloren hat. Du bist unersättlich nach immer mehr Glück.
Gewiss magst du das Gefühl haben, einfach nur ein unschuldiger Empfänger von Glück zu sein – es gibt auch diesen Aspekt. Glücklichsein ist kein Willensakt. Falls Glücklichsein ein Willensakt wäre, wäre ein jeder auf Erden jetzt sofort entschieden glücklich. Glücklichsein ist so nah und doch so fern. Man könnte meinen, Glücklichsein taucht sporadisch auf, es kommt und geht ohne dein bewusstes Zutun. Wer würde denn schon am Drama der Traurigkeit Gefallen finden? Gleichwohl gibt es viele, wo das der Fall zu sein scheint.
Es ist möglich in leben und lieben zu vertrauen, ohne in einem konstanten Fluss überschäumenden Glücks zu sein. Die Wellen des Ozeans können dich auf die offene See schleudern. Du kannst an einer Küste angespült werden, die nicht deinem Wunsch entspricht. Das Leben trägt dir nicht immer das zu, was du möchtest, ebenso trägt es dir nicht immer die Wünsche zu, welche die allgemeine Meinung der Welt als kolossale Erfolge betrachtet.
Selbstverständlich gibt es Zeiten, an denen dein Geist nicht weiß, was er will. Das heißt, dein Geist kann seine Gedanken in alle Richtungen verändern. Der Geist erforscht Möglichkeiten. Der Geist geht viele Szenarien durch und er scheint dich hierhin und dorthin zu peitschen.
Meine Geliebten, das ist die Weise, auf die ihr euch selbst findet: Ihr erforscht die Richtungen, in denen ihr vorangeht. Es ist durch den Prozess des Verlorengehens, dass ihr beginnt euch zu finden, euch zu erkennen und zu entdecken, wer ihr seid und wer ihr nicht seid. Was ihr findet seid ihr selbst. Niemand geht auf einem geraden Wege. Selbst Fehler treiben auch auf eurem Weg voran – diesen Weg, nicht jenen Weg. Zwei Schritte nach links. Zwei Schritte nach rechts. Das Leben ist ein Tanz und niemand hat in den Begriffen der Welt einen perfekten Stand.
Im Leben lernst du wirklich eine Menge. Es zeigt deinen Fortschritt an, dass du manche deiner Entscheidungen bereust. Es gibt für dich einen nächsten Schritt zu gehen. Es steht dir nicht an vorwärts zu schreiten, während du zurückschaust. Richte den Blick nach vorne und schreite beständig in die Richtung deiner selbst voran.
Translated by: ClemensPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/hinaufsteigen-in-groessere-hoehen.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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