Heiße Freude willkommen

God said:

Nimm von der Waagschale, was schwer auf dir lastet. Hast du es nicht immer und immer wieder abgewogen? Investiere ebenso hoch in Freude. Ach, Freude, sie stellst du beiseite, und Schwierigkeiten behältst du bei dir.

Mustere stattdessen deine Freude.

Freude ist genauso zahlreich wie Kummer, bloß, du hast dich auf den Kummer konzentriert.

Es hängt so viel davon ab, wie du das anschaust, was sich ereignet. So wie Träume der Interpretation offenstehen, so auch das Leben.

Schatten können entfernt werden. Auf jeden Fall geraten sie, früher oder später, außer Sicht. In der Zwischenzeit brauchst du dich nicht derart genau auf sie scharfzustellen. Etliche Sachen können beiseite gelegt werden. Sie brauchen deine Gedanken nicht zu beherrschen.

Sich auf den Dingen ansiedeln ist nicht das gleiche wie auf sie acht geben.

Der Topf, den du im Auge behältst, und der nie kocht, ist nicht effektiv. Der im Auge behaltene Topf deines Lebens kocht ununterbrochen.

Lasse dein Leben ein wenig allein. Es wird sich um sich selbst kümmern. Wende dich dem zu, was du kannst, und belasse es dabei. Auf jeden Fall wird es verschwinden. Was heute zeitweilig ist, zieht sich unweigerlich ab.

Sei was dein Leben angeht nicht beklommen. Dein Leben ist wie ein Summen. Du summst. Das ist nicht dein hauptsächlicher Brennpunkt.

Ich sage nicht: Lasse die Chips herunterfallen, wo sie mögen. Ich sage: Wenn die Chips heruntergefallen sind, hebe sie auf, wie es dir am Besten passt; das Aufheben allerdings hat deine Freude nicht aufzuzehren.

Vergiss die Freude nicht. Sogar bei einem Gekleckere kannst du dich freuen.

Doch hast du gedacht, es sei einfacher, Sorgen zu erleben als Freude. Und du hast gedacht, Sorgen seien wahrscheinlicher.

Sich niedergeschlagen fühlen ist nicht dein natürlicher Zustand. Kein Bedarf, die Sorgen derart eng an deine Brust zu drücken. Du magst ja durchaus denken, beim Sich-Sorgen handle es sich um etwas Tiefgehendes, allerdings ist ein Sprung in die Sorge nicht die Tiefe. Freude geht tiefer. Freude durchdringt die Sorge, so wie die Sonne einen Eisklotz schmilzt, und wie danach das abgebrochene Eis davonschwimmt.

Ist Sorge derart wertvoll, dass du sie bei dir behalten musst? Dass du sie abstauben und sie laufend erneuern musst? Ja, im Menschlichen Bereich gibt es Gründe für Sorge, aber das Sorgen muss nicht an die Stelle der Freude treten.

Das, worauf du dein Herz aufwendest, muss das sein, was du vorziehst. Sofern du am Sorgen festhältst, muss das so sein, dass du die Wahl dazu triffst. Du hast vielleicht gespürt, du habest keine Wahl. Freier Wille bedeutet, dass du eine Wahl hast. Wähle jetzt.

Wahrlich - wer, bei gutem Verstand, sollte denn die Sorge zügiger als die Freude für sich aussuchen mögen. Die Sorge scheint automatisch zu sein, und die Freude eine Sache, der man sich zuzuwenden hat. Gut, dann kehre dich ihr zu. Drehe sie volle Pulle auf. Stupse die Sorge fort und schaffe für die Freude Raum.

Wenn du morgens aufwachst, wundere dich, anstatt dich zu wundern, was für einen Tag du wohl haben werdest, darüber, welche Form dein von Freude erfülltes Leben wohl annehmen mag. Die Freude wird dich heute überwältigen. Dein Name steht heute auf der Freude-Liste an erster Stelle. Spüre sie im voraus. Tunke dich in die Freude, die heute dein ist. Sie hat auf dich gewartet. Lasse sie heute in deine Gegenwart vor. Bewillkommne die Freude heute.

Translated by: theophil

 

Your generosity keeps giving by keeping the lights on