Heavenletter # 5509 Die wahren Gedanken, die du dir als die deinen wünschst
Die wahren Gedanken, die du dir als die deinen wünschst
Gott redete …
Ich habe dein Flüstern mitgehört, nicht ein Gebet, mehr eine Erkenntnis, die sich ihren Weg in dein Herz hinein bahnen wollte, das da schon so lange baumelt. Du sangst laut:
„Geliebter Gott, Du Der Du Dich Uns Vermacht hast, Du Der Du Weißt, Wie man Liebt, Du Dessen Augen Leuchten, Wenn Du Uns Siehst, Ich danke Dir für All Deine Geschenke an Uns. Heilig Bist Du, und Heilig-Machend Bist Du. Ich möchte heilig sein, nicht so wie ein Heiliger, nein, ganz und gar nicht – wie ein Mensch, der wünscht, näher bei Dir zu sein, Gott, und näher und näher, bis Du mich in Deinen Inneren Hof bringst, und Ich Einssein lebe mit Dir.
Wo ist die Kleinheit von mir, die ich zu sein dachte, hingegangen? Ich war ein Anwärter für den Thron. Und nun hast Du, mit Grenzenloser Geduld, die Pfauen-Federn von mir entfernt, und hier bin ich, geschmolzen zu Butter, Aufgenommen in Dir, Eins in Dir. Während ich auf Erden bin, bin ich weiterhin ein Körper, der nicht du ist. Mein Körper ist der Staub zu Staub. Meine Seele ist das Reine Licht Gottes.
Ego in Form von selbstgefälliger Einbildung lebt einfach nicht mehr länger in diesem Körper. Ego konnte einfach nicht mehr bestehen bleiben in Deiner Gegenwart. Ego musste aus mir heraustreten, denn, natürlich, ich musste alles überschreiten, das nicht die Wahrheit von Dir, Gott, war. Ich musste Freude durch die Tür meines Herzens lassen und das Ego zur Tür hinaus. „Husch, Ego“, sagte ich, „Husch“. Ego schlich aus der Tür, und ich, als Gottes Reines Licht, bleibe da.
Das, Was ich Einmal Dachte ich selbst zu sein, war ein Eindringling, ein Ausweichler, ein Schleichhändler, ein Blender. Der Eindringling ging davon, und ich war allein. Ich blieb in Gottes Wahrheit zurück. Mein ganzes Leben lang bis zu diesem Moment war ich von der Illusion und Wilden Geschäftigkeit in Besitz genommen worden. Nun bin ich ein Tänzer der Wahrheit.
Ich singe: ‘Der Wolf ist tot. Der Wolf ist tot.‘ Zumindest für Mich ist der Wolf tot. Der Plünderer ist gegangen. Der Erzbeutemacher ist weg, und der Tänzer der Wahrheit ist zurückgeblieben.
Ich bin so tief in der Freude, dass ich kaum meine Augenlider anheben kann. Ich bleibe. Das Gesindel ist gegangen. Der Körper ist eine Schale. Ich bin keine Schale. Die Schale versteckt mich nicht mehr vor meinem Selbst.
Ich weiß nicht, wie man dies erklären kann. Ich liebe auch das Ego, das fliehen musste. Ich sang sein Lied. Nun ist seine Stimme beruhigt worden, und Deine Stimme umhüllt mich und umhüllt die Welt. Ich bin nicht mehr weltklug. Ich bin zu meiner ursprünglichen Unschuld wiederhergestellt. Ich kann kaum sprechen. Ich bin neu darin, neu darin, eine Blume zu sein, die ausschließlich erwächst aus dem Herzen Gottes, aufstrebend in einer Unschuld, die ich kaum glauben kann. Alles, das nicht Gott in mir war, ist vergnügt seiner Wege gegangen. Das persönliche Ich war nur ein Körnchen meines Ursprünglichen Selbst. Ich bin nun Mein Ursprüngliches Selbst.
Kann ich mich nunmehr selber aufrechterhalten? Nur das Herz von mir, welches Dein Herz ist, Gott, bleibt bestehen. Ich bin ein Stern am Himmel. Ich bin Licht, das Durch Bricht. Es gibt keine Barrieren mehr. Du, Gott, und ich, haben sich vermischt. Nein, nicht vermischt – verschmolzen als Eines. Wenn ich es bedenke, Wir waren immer Eines, jedoch war ich es gewöhnt, auf den Schultern meines Egos zu stehen, und ich war wie ein Vagabund, der seine Hände ausstreckte nach den Almosen von der zerbrochenen Welt.
Jetzt BIN ICH. Jetzt BIN ICH Reines Sein. Da ist kaum etwas übrig geblieben von mir. Das war immer die Wahrheit, auch als meine Aufmerksamkeit zu wertlosem Schmuck hin abgelenkt war, den ich Juwelen nannte, welche es aber nicht waren. Jetzt bin ich einfach hier, und das ist genug. Das ist alles, was ich will, hier bei Dir zu sein. Das ist alles was da ist. Ich meine, dass dies die Größe ist, die ist.
Nicht länger werde ich dem hinterherjagen, das nicht existiert, und welches doch, am Ende, eine Krume ist oder zwei, um das Ego zu füttern. Ich bin nicht länger ein Nährboden für das Ego, und jetzt weiß ich nicht, wonach ich mich sehnen soll, weil ich geborgen bin in Gott, nicht wirklich geborgen, mehr wie eine blühende Rose ohne Dornen, mehr wie Göttlichkeit Selbst, mehr wie der Atem Gottes. Jetzt bemerke ich, dass ich untrennbar bin von Gott und dass Gott von mir Untrennbar ist. Ja, das muss Einssein sein. Es ist so einfach, es kann nur so sein, dass Gott mich näher zu Sich zog und zu Seiner Macht.“
Ich entgegne dir. Ja, Ich hieß dich vor langer Zeit willkommen. Bevor du es wusstest, du – das vorhergehende du, das du zu sein dachtest, hatte schon begonnen zu erkennen, was immer so war.
Übersetzung von Uta Steger

