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Heavenletter # 5508 Gedanken, die du nicht möchtest

Gedanken, die du nicht möchtest

Gott redete …

Teure Umherschweifer, Ich vernehme eure Gedanken. Ich höre euch. Ich kann den Letzten Widerstand, den das Ego ausübt, nachvollziehen. Macht nicht so viel aus dem Ego. Es ist bloß das Ego.

Ich höre euch unter Beben sagen:

„Geliebter Gott, Du bist dermaßen sachkundig und klug, derweil ich einen enormen Mangel an Gewahren, was ich tue und weswegen ich es tue, an mir habe. Ich verstehe nicht, was ich da draußen in den hitzigen Auseinandersetzungen mache. Ich tue etwas, gleichwohl scheine ich außerstande zu sein, mir einen Reim daraus zu machen, was ich, während ich mitten im Leben drin bin, etwas tue oder denke. Ich höre meine umherreisenden Gedanken nicht gerne. Wann, O Gott, werden Deine Schönen Gedanken meine klitschigen eigenen ersetzen?

Gott, ich habe gelesen, was Du sagst. Ich denke es mir durch. Ich nicke einvernehmlich. Ich glaube ganz, dass ich den Kern dessen, was Du sagst, verstehe. Ich bin sehr simpatico mit dem, was Du sagst. Mein Dich Begreifen fühlt sich wie eine besondere Decke an, die mich zudeckt und vor Bangigkeit bewahrt. Ich kapiere es, Gott. Ich bekomme es wirklich mit.

Dann, sowie Deine Worte nicht mehr vor mir sind, ist es gleichsam, als wären meine Gedanken ein Gedankendschungel, ein Wirrwarr an Gedanken, und mein Verständnis und Mitgefühl geben bei mir auf, und ich verstehe rein gar nichts. Meine Gedanken benutzen eine unanständige Sprache. Oh, mein Zustand des Begreifens und das Ausleben Deines Rates, das sind zwei unterschiedliche Dreh's, die das Leben an sich hat. Manchmal vergesse ich, dass ich mit Seelen Umgang habe, welche Annehmlichkeit von mir nötig haben.

O Gott, mein Ego kreuzt auf und scheint den Trupp anzuführen. Werde ich je einmal aus dem Labyrinth von Kleinheit herauskommen, welche mir nachsetzt? Irgendwie hänge ich an einem Faden. Mein innerer Dialog gerät punktuell. Ich weiß, Du bist bei mir, dennoch, ganz am Ende scheint es, ich hätte einen Ego-Willen schier für mich, dessen Stimme lauter ist als die Deine.

Lieber Gott, allzu viele der Gedanken, dir mir durch den Sinn gehen, sind nicht die Deinen. Ich kann nicht glauben, dass sie die meinen sind, dieses Mummeln, was ich mich verlautbaren und brummen höre – sie wracken mein Herz, meinen Geist, und – ich zögere, das zu sagen – meine Seele ab. Ich taste in der Welt herum. Bewahre mich vor den wahllosen Gedanken, mit denen ich überflutet bin, welche eines Kindes Dein nicht würdig sind. Befreie mich von meinen Gedanken, die ganz und gar nicht die Deinen sind. Ich möchte sie nicht als die meinen.“

Ich rede zu euch:

„Geliebte, in der äußeren Welt gibt es keine Eigentümerschaft. Nicht einmal an euren Gedanken. Sie sind nicht alle die deinen. Du liest sie auf. Nenne sie umherschweifende Gedanken, die dich belagern. Sie sind übriggebliebene Weltgedanken, und sie liefen in deinen Sinn hinein. Du bist, vielleicht, ihnen gegenüber allzu gastfreundlich, allzu entgegenkommend, allzu rasch darin, diese übrig seienden Gedanken zu übernehmen. Sie mischen sich ein. Ihre Sprache zerrt an deinem Herz, und du fühlst dich außerstande, dich ihrer zu erwehren. Derartige Gedanken sind wider dein Empfinden von Richtigkeit. Ziehe in Erwägung, dass diese umherirrenden Gedanken ihren eigenen Kopf haben. Sie gingen in deinem Gedankenstrom nieder.

Du fragst, wie du von dieser Spur herunterkommst. Je mehr du Anstalten unternimmst, diese Gedanken los zu werden, umso tiefer graben sie sich womöglich ein. Du möchtest ihnen entkommen, wenn du bloß wüsstest Wie. Worum du bittest, ist das: Wie bekomme ich meinen Sinn von ihnen weg? Oder wie erwehrst du dich ihrer von Anfang an? Mit Sicherheit möchtest du, dass sie sich auf die Seite begeben.

Du möchtest diese vermasselten Gedanken nicht in den Gedankenpool zurück geschickt sehen, wo sie jedermann aufgreifen kann. Du möchtest, dass diese unerwünschten Gedanken an der Kante der Erde herunterstürzen und in niemandes Gedankenwelt Platz finden. Du möchtest sie ein für alle Mal beiseite gelegt sehen. Billigerweise, du möchtest dies ohne den Ärger, den du fühlst, und ohne die Kleinheit, die du verspürst, tun.

Gebt umherirrenden Gedanken, die euch Besuche abstatten, einen Abschiedskuss, Geliebte. Seht, wie sie ins Niemandsland entschweben. Gebt ihnen eine Art Abschiedsfeier. Stellt euch bildlich vor, wie sie sich in andere Gedanken umwandeln. Seht die negativen Gedanken abgehen. Gebt ihnen einen leichten Schubs. Zeigt ihnen, wo es lang geht.

Diese Gedanken ersannen sich nicht selber. Ihr könnt ihrer ledig sein. Ihr seid nicht die unglückseligen, nicht-liebevollen und unehrbaren Gedanken, die euch eventuell durch den Sinn gehen. Ihr seid zu so viel mehr in der Lage.

Sagt:

„Gute Reise, ihr lieben Gedanken. Ihr habt nicht hier zu sein. Ihr könnt euch selber auflösen. Ihr seid Klänge, die sich umkehren und zu Musik werden können.

Lebt wohl, angestaubte Gedanken. Herzlich Willkommen, auf den neuesten Stand gebrachte Gedanken.“