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Heavenletter # 5507 Deine fantastische Reise

Deine Fantastische Reise

Gott redete …

Das Leben ist wie ein Topf voller Gold, in den du hineingreifst und es herausholst. Der Argumentation zuliebe wollen wir sagen, dass dir die Augen verbunden sind. Außerstande zu sehen, was deine Hände aufgreifen, könnten Wir sagen, dass du dich im Blindflug befindest.

Gold ist Gold. Indes, durch Berührung allein glänzt Gold nicht. Wenn du ein Stück Holz aufhebst, würden deine Finger mühelos Splitter identifizieren. Natürlich hältst du nicht viel von Splittern.

Ich erkläre, dass dein Leben Gold ist. Blind, selbst wenn Gold direkt vor dir liegt, erkennst du das Gold nicht, wie es direkt vor dir ist. Du kannst dein Leben oder das Leben selbst nicht wertschätzen für das Gold, das es wahrhaftig ist. Du kannst dich gar über das Leben auf Erden beschweren. Du magst denken, es sei eine Zeitverschwendung. Du denkst möglicherweise sogar, es sei unerträglich. Du erkennst einfach die Wirklichkeit des Lebens nicht, weil deine Vorstellung begrenzt ist.

Geliebte, ihr seid hier nicht zufällig oder irrtümlich auf der Erde. Nach bedeutenden Abschnitten kamt ihr zu dieser Geburt auf der Erde. Einzigartig kamt ihr zur Erde. Aus der Weltsicht her gesehen gibt es niemanden genau wie du, wenngleich du selbst eine vorübergehende Bekanntschaft mit dem Einssein, das tief in deinem Herzen beheimatet ist, gemacht haben magst.

Auf jeden Fall bist du aus einem Grund oder aus mehr als einem Grund hier. Unüberschaubar sind all die Zusammenhänge. Was du letztlich als viele siehst – nun, ihre Zweige sind miteinander verflochten, und die Verbindungen sind meisterlich und manchmal unglaublich. Oh, die unsichtbaren Zusammenhänge!

Du bist auf einer Abenteuerreise. Ziehe einmal in Betracht, dass die Welt der Niña, der Pinta oder der Santa Maria [die drei Schiffe des Kolumbus, mit denen er zu seiner Reise nach Westindien aufbrach. Anm.d.Ü.] auf der Suche nach neuen Ländern gleicht, und du stehst auf deinem Schiff. Unter deinen Füßen ist das Schiff, und du segelst, segelst, segelst dahin unter einem mitternächtlichem Himmel. Du segelst vorwärts, in Gedanken an das Neue Land, nur bist du noch nicht imstande, Land vor dir zu erkennen.

Unabhängig von Stürmen oder Irreführungen, du bist auf einer Entdeckungsreise. Wenn du, wie Kolumbus, das begehrte Land während der Weiterfahrt des Schiffes, auf dem du bist, erreichst, kannst du möglicherweise ein anderes Land entdeckt haben als dasjenige, wonach du suchtest, trotzdem hattest du die Freude des Suchens.

Du verfügst nicht schlechthin über eine Karte. In gewisser Weise warst du blind gesegelt. Gleichzeitig hast du Ideen und du besitzt die DNA, welche dir ebenfalls hilft, deinen Kurs aufzuzeichnen, mit oder ohne deinem intellektuellen Verständnis oder Vorwissen.

Sicherlich segelst du nicht auf einem Teich. Du segelst über den offenen Ozean [im Original: You are sailing on the Bounty Main. Anm.d.Ü.]. Du kannst verloren gehen. Du kannst deine Abenteuerreise nicht vorhersehen. Du kannst dafür nur offen sein. Du wirst manchmal überrascht werden. Wahrlich, du sollst nicht entmutigt sein von dem, was du möglicherweise siehst. Wahrlich, du sollst dich nicht durch Böen oder Flauten beeinträchtigen lassen. Du sollst nicht mutlos werden, denn was auch immer sich begibt – es begibt sich. Du bist kein Zensor dessen, was auf deiner Reise passiert. Leben auf See ist im Fluss. Leben auf See wartet nicht, bis du bereit bist. Was auch immer geschieht oder nicht geschieht – es ist deine Fantastische Reise.

Natürlich möchtest du festen Boden haben, wenn du an Land gehst. Freilich möchtest du das mit Juwelen bestücktes Ufer erreichen. Doch das Leben und das Meer kommen wie sie kommen, unabhängig davon, was du von ihnen denkst und wie rau sie dir vorkommen mögen. Du bestimmst nicht überall, wo es langgeht. Du wirst nass.

Deine Seereise mag nicht schnell genug für dich sein, doch deine Reise wird zu einem Ende kommen, oft früher als du bereit bist, dich zu verabschieden.

Fahre auf den Wellen, solange du magst. Schöpfe das Wasser aus. Werde mit Salzwasser übergossen. Hauruck! Erklimme den Mast. Ahoi! Du bist ein Matrose der Meere. Du bist sicherlich nicht ein Seemann, der von jetzt auf gleich auf See oder Land sein kann, noch bist du ein Seemann, dessen bevorzugter Wetterwunsch augenblicklich erfüllt wird.

Ebbe und Flut kommen und gehen. Der Mond mag die Gezeiten lenken, bis jetzt musst du mit dem Mond und den Gezeiten einhergehen. Gezeiten können deine Abenteuerreise leiten, doch du kannst es nicht erreichen, dass der Mond und die Gezeiten deinen Willen ausführen. Die Lebendigkeit der Großen See führt dich.

Übersetzung von Axel Ehrich