Heavenletter # 2488 Selbst wenn du die Augen geschlossen hältst
Gott redete …
In der Weise verlierst du dich selber, um dich selber zu finden. In deinem simplen Dienst an Mir, blühst du auf. Du denkst nicht daran, dich selber zu finden. Du denkst nicht ans Blühen. Du denkst nicht einmal an Dienen als einem Mittel, Mir näher zu kommen. Dein Denken und dein Dienst werden zu einem. Es ist nicht einmal so, dass du daran denkst, was du tun kannst, um Mir zu dienen. Es ist mehr so, es liegt ein Schritt unmittelbar vor dir, und du nimmst ihn. All dies ohne Fragenstellen oder Untersuchen oder Analysieren.
Du denkst nicht darüber nach, was das Beste ist zu tun, noch auch, was das Meiste darstellt, was du tun könntest, noch auch was das mindeste ist, was du tun könntest. Es ist schlicht so, dass du etwas vor dir siehst, welches bittet, getan zu werden, und du tust es, ziemlich so, wie du auf deinem Weg nach irgendwohin ein Stück Papier vom Boden auflesen könntest. Du hältst dich nicht für einen Helden, weil du das Stück Papier aufliest. Du denkst überhaupt nicht an dich selber. Du denkst überhaupt nicht, und dennoch trägst du Mich in deinen Armen, und kommst dahinter, gleichsam zufällig, dass Ich zuvorderst in den Regionen deines Herzens und deines Geistes bin.
Ich bin nicht konkret, und gleichwohl bin Ich nicht abstrakt, und doch bin Ich dir realer als alles, was die Welt für lieb und teuer hält. Es ist nicht so, dass dein Herz hohe Sprünge macht. Irgendwie, dir selber nicht klar und bekannt, ist dein Herz bereits über sich selber geschnellt. Es hat sich von innen nach außen gedreht, und doch hat es kein innen und kein außen gegeben, was zu drehen gewesen wäre. Es gab keine Schau der Hände, ebenso wenig eine Schau der Herzen. Dein Herz war zwanglos, es tat, was Herzen tun. Dies ist das Herz in deiner Brust, so wie es für Mich lebt, schlicht weil es nichts anderes gibt, was groß genug ist, um dafür zu leben. Es ist im Eigentlichen keine Wahl zu treffen. Es ist nicht wie eine Wahl zwischen Äpfeln und Orangen. Es ist mehr wie ein Wahl zwischen das Leben leben oder ein Leben mutmaßen. Wer sollte eine Rolle spielen mögen von jemandem, der einkaufen geht und sich anstrengt und der in keiner Weise du ist? Und so wählst du das Leben, während du dich zu ihm ihn gezogen spürst und zu ihm gezogen wirst.
An einem bestimmten Punkt siehst du vielleicht, dass du dich für eine gewisse Abzweigung in der Straße entschieden hast. Du merktest es nicht einmal. Später dann kannst du sehen, dass du eine Wahl getroffen hast. Sie war nicht erdacht. Selbst mit geschlossenen Augen bogst du auf der Straße ab, von wo dann kein Weg mehr zurück führt. Kein Weg mehr zurück, weil, wer sollte das tun mögen? Du suchtest dir die Straße zu Meinem Herzen aus. Nein, du suchst dir nicht einmal die Straße aus. Du erkorst dir Mein Herz. Du zeigst dich der Situation Meines Herzens gewachsen. Du tratst unmittelbar zu Meiner Liebe hervor. Du verlobtest dich mit Meiner Liebe. Du leistetest Meiner Liebe Gefolgschaft. Du küsstest den Saum Meiner Liebe und hast dich selber zum Ritter geschlagen.
Es kam zu keiner gewaltigen Zeremonie, was für eine Zeremonie könnte deinem Akt des Bejahens gleichkommen? Was für eine Zeremonie könnte das wiedergeben, was stattfand und was für immer und ewig unauslöschlich in Unseren Herzen ist? Euer Herz wurde mit einem Zeichen versehen, Geliebte, und das Wort war Gott.
Das Blut der Liebe fließt durch euer Herz, und es gibt keine Möglichkeit, es zum Halten zu bringen. Einst wart ihr anämisch, und jetzt seid ihr roten Blutes. Es gibt kein Aufhalten der Gezeitenströmung dieser Liebe, welche alles überragt, welche das Land überflutet, welche bei den höchsten Bergen und den tiefsten Tälern anlangt.
Du bist erobert worden. Es war zu keiner Schlacht gekommen, und dennoch bist du bezwungen. Du hast dich nicht einmal wirklich ergeben. Du bist einfach dahintergekommen, dass du ein Herz aus Gold hattest, und dass du, im Eingeholt-Worden-Sein, gewonnen hattest.

