Heavenletter # 2446 Weswegen gibt es Sorgen?
Gott redete …
Manchmal fühlt ihr euch niedergeschlagen Dem hingegen, Geliebte, es gibt keine Höhen zum Herunterfallen. Es gibt kein höher oder niedriger. Wenn ihr euch geknickt fühlt, kauft ihr euch in eine Illusion ein.
Vorkommnisse und Bedingungen wechseln in eurem Leben, gleichwohl ist die Straße, die ihr bereist, feste und gerade. Ihr könnt nicht herunterfallen. Womöglich streunt ihr herum und nehmt Umwege, aber die Straße, auf der ihr euch befindet, ist niemals außer Sicht. Einzig das Physische bringt euch zum Stolpern, Geliebte. Einzig das Physische hat jene Befähigung. Ihr betrauert dies und das im Leben. Ihr betrauert die kleinen Dinge und vergesst allzu oft den Ozean, dem ihr entsprungen seid. Und jetzt sind da Meere, die ihr durchkreuzt, und euer Kompass ist geradeaus und euer Bestimmungsort ist gewiss. Wieso sind Sorgen in eurem Kopf?
Dort sind eures Sorgen – bloß in eurem Kopf.
Indessen ist es euer Herz, welches das Schiff handhabt. Euer Kopf schafft die Nachfrage nach Ausbesserung und Verzweifeltsein, während euer Herz dauernd ein guter Reisender ist. Euer Intellekt drückt auf euer Herz. Bekommt ihm vom Rücken eures Herzens herunter. Euer denkender Geist hat gerne seinen Glanztag, allerdings ist er aus dem Lot geraten. Er steuert nach links. Der überdenkende Geist gibt vor, euer Retter zu sein, obschon es euer Geist ist, welcher Gefahren vorhersagt.
Meine Rede geht nicht dahin, der Geist sei unwichtig. Ich sage, er ist sehr wichtig. Er hat seinen Weg in euer Herz hinein beschwatzt und schiebt sich nun seinen Weg voran frei, dabei an seinen eigenen Vorteil und nicht an dein Wohlergehen denkend. Die Logik lässt dich immer wieder von Zeit zu Zeit im Stich. Es liegt keine Logik darin, deinen Geist mächtiger werden zu lassen denn dein Herz. Dein Geist lässt dein Herz den Sturz begehen, und er steht mit verschränkten Armen weise da, mit einem Grinsen auf dem Gesicht, so, als wüsste er die ganze Zeit, was du tun sollest oder was du nicht getan haben solltest.
Allzu oft hat dein Geist den Gedanken: „Was ist an der Stelle klug? Was ist am cleversten zu tun? Lasse mich glänzen. Lasse das Herz untertänig sein. Es ist bloß eine Pumpe. Ich werde das Herz regulieren. Ich werde ihm sagen, was zu tun ist und wann. Ich bin heller. Wieso denn, das Herz ist ein winziges Ruderboot, und Ich ein großes Ozeanschiff. Ich werde das Herz anführen. Jenes Herz bedarf, untertan gemacht zu werden. Es hat aus sich selber heraus keinen Verstand. Ich beschirme es. Ich werde es davon abhalten, zerschmettert zu werden. Ich werde ihm eine sichere Überfahrt bescheren. Ich werde das Herz unter Deck bringen und es unter meiner Aufsicht herauslassen. Das Herz ist wie ein unbekümmertes Kind, während ich ein weiser Administrator bin.“
Egal allerdings, auf was für eine Kontrolle der Geist auch aus ist, egal, was für ein Chaos er erzeugt und es dem Herzen zur Last legt, dein Herz fährt unentwegt fort zu schlagen, und es ist allzu groß, um an einem beschränkten Platz gehalten zu werden.
Offen gesagt, euer Geist ist ein Raufbold. Er geht rücksichtslos über euer Herz hinweg. Der Geist hat kein Empfinden. Er hat bloß Gedanken, und er wird seine Gedanke unaufhörlich weiterverfolgen. Er stellt sich als erstes voran, seine Brillanz, seinen Éclat, während dein Herz Mein Diener ist. Irgendwie hat dein Geist dein Herz unterjocht und es dazu gebracht, eine Ladung Vergangenheit zu ziehen, unterdessen die Vergangenheit nicht eine Ladung darstellt, die es wert ist, gezogen zu werden. Dein Herz ist der verzauberte Prinz, der in der Verkleidung eines Schmusers am Schlafen ist. Komm jetzt, kehre deinen Geist zu Meiner Denkart hin. Ermutige ihn, andere Gedanken zu denken. Ermutige ihn, sich selber oft diese Frage zu stellen: „Was würde Liebe hier tun? Was für ein Aussehen hätte Liebe hier an der Stelle?“
Und daraufhin wird der Geist anheben, auf das Herz zu hören und sich auf die Knie zu begeben in Dankbarkeit für das schlagende Herz und seine Gaben an die Menschheit und seine Mir erwiesene Gefolgschaft.

