Heavenletter # 2427 Ein Mal im Leben
Gott redete …
Dies ist die Zeit deines Lebens, um die eine Zeit deines Lebens zu erleben. Warum denn nicht? Worauf hast du womöglich gewartet? Auf die richtige Zeit?
Ich sage dir, dass jetzt die richtige Zeit ist. Es gibt keine andere.
Ihr habt soeben eine bloß einmal in einem Leben stattfindende Erfahrung. Was immer sie ist, ihr erlebt sie. Du bist der Erlebende. Du bist der, der eine Erfahrung hat. Du nimmst deine Erfahrung wahr. Das Wasser der Erfahrung rinnt dir durch deine Finger. Folge dem Strom.
Du bist in diesem Körper auf der Erde ein Augenblinzeln lang. Warum es nicht auskosten? Deine Erfahrungen im Leben tun dich zu den Fenstern deines Herzens auf. Dein Leben ist die Brille. Vergrößere nicht, was du erlebst. Verkleinere es ebenso nicht. Wringe aus ihm die Freude für ein ganzes Leben aus.
Sofern du nicht kennst, was ein Buch ist, und nicht weißt, wie lesen geht, und sofern dir jemand ein Buch gegeben hat, würdest du das Geschenk nicht zu schätzen wissen. Und dennoch, anhand dieses Geschenkes, könntest du ohne Weiteres lernen, wie Lesen geht. Du würdest es dir selber beibringen. Und daraufhin würde das Buch zu einem Gegenstand der Ehrfurcht werden, anstelle von Entmutigung.
Also, das Leben ist ein Buch, was dir zum Lesen gegeben worden ist. Als erstes hast du es zu öffnen. Schlage jetzt dein Leben auf. Lasse dein Leben für deine Augen und für alle, die privilegiert sind, einen kurzen Blick von ihm einzufangen, die sozusagen die Gelegenheit haben, bei dir über der Schulter mitzulesen, einen Schmaus sein.
Du befindest dich auf einer Großen Reise über unkartierte Länder und bist der Hersteller der Karte. Du erstellst die Karte, während du entlangläufst. Oder du stellst vielleicht eine Zeichnung her. Jeder macht eine Zeichnung. Obschon die Zeichnungen die gleiche Reise wiedergeben, sind keine zwei gleich. Die Zeichnungen, die du fertigst, sind wie Unterschriften. Und doch besagen sie alle das gleiche. Sie wenden sich an die Welt und sprechen:
„Welt, ich lebe. Ich reise. Ich falle hin. Ich greife mich auf. Ich tanze. Ich lache. Ich weine. Ich helfe Anderen beim Aufstehen. Welt, ich hebe dich hoch und biete dich dir selber dar. Hier, Welt, sage ich. Hier bist du. So siehst du aus, und, Welt, ich finde dich schön. Du bist mir kostbar. Du bist ein Bildnis meiner selbst. Ich male durch dich mein Porträt. Ich kann mein Porträt in jeder Räumlichkeit der Welt malen, wie es mir lieb ist, und ich kann die Malstifte benutzen, die ich mir aussuche. Und demnach ist es stets mein Gemälde. Es ist von dir, und gleichwohl ist es von mir. Alle Landschaften sind du, und sie sind ich. Ein jedes Detail legt unsere Partnerschaft an den Tag. Wir sind bildlich dargestellt. Aber wir sind kein Stillleben.
Ich denke, ich möchte dich in 3-D malen. Oder unter Umständen in 5-D. Ich möchte meine Einbildungskraft wild hin und her laufen lassen. Ich habe sie genug eingedämmt. Nun öffne ich die Schleusen, und meine Einbildung rennt flink und pfiffig entlang. Neue Kreiden zum Malen tauchen vor mir auf. Ich greife sie unterwegs beim Rennen auf.
Jenseits der Zäune sehe ich Wunder. Ich vollbringe Wunder. Ich spiele Hüpfekästchen. Du hast das gerne, dass ich auf dich hüpfe, Welt. Du bist wie eine Löwenmutter, die ihr Löwenkind überall über sich herumhopsen lässt. Du bist so glücklich wie glücklich sein sein kann. Du bist so glücklich, wie ich es dir stattgebe, zu sein. Du hast mir allerlei Freiheiten eingeräumt, aber ich bin knauserig gewesen mit der Freiheit, die ich dir eingeräumt habe.
Nun möchte ich dich aufragen lassen wie Berge. Und nun möchte ich die Höhen von dir erklimmen. Nun möchte ich frohlocken, und es wird kein Herunterstürzen mehr geben, denn ich steige mit dir in die Höhe, und du mit mir. Ich liebe dich, Welt. Du bist aus meiner Fabrizierung, und jetzt mache ich dich wundervoll.“

