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Heavenletter # 2426 Es ist schier ein Film

Gott redete …

Einzig euer Einssein ist in Stein gemeißelt. Alles Sonstige ist bloß eine Markierung auf der Oberfläche. Eine Welle wäscht es weg.

Alle Markierungen auf der Oberfläche sind die Vergangenheit, Geliebte. Da ist die Vergangenheit, und da ist das Ewige. Alles, was ihr wirklich habt, ist das Ewige. Und das ist euer Seien, und das ist du, das ist Ich.

Es gab niemals einen Augenblick, da Wir nicht existierten, und Wir existieren in dem Augenblick. Der Augenblick ist Ewigkeit.

Ihr seid aus Seele gemacht. Seele, das seid ihr und das wart ihr seit eh und je. All die Oberflächen-Angelegenheiten sind bloß Oberflächen-Angelegenheiten. Es ist viel mehr an eurem Leben dran als die Oberfläche.

Selbstverständlich - das ist recht natürlich - habt ihr gedacht, die Oberfläche stelle alles dar. Obschon die Oberfläche im Nu weggewaschen wird, sehnt ihr nichtsdestotrotz deren Auflösungsvermögen und Bestimmtheit herbei. Ihr seid von der Oberfläche des Lebens gefangengenommen. Sie macht euch neugierig und fasziniert euch. Ihr liebt die Farben und die Geschichten bei ihr. Ihr geht gerne in Filme. Dennoch seid ihr, im Kino oder außerhalb des Kinos, der gleiche. Durch den Film bewegt, seid ihr dennoch nicht umgeändert. Der Film wechselt. Ein anderer kommt. Ihr seht einen Doppelfilm, und doch seid ihr der Zuschauer des Films. Einerlei was für eine Vielfalt bei dem Film auf der Leinwand zu sehen ist, du bist der Zuschauer bei ihr. Der Film ändert sich, und ihr sitzt still. Ihr seid das Publikum des Films. Selbst wenn du ein Schauspieler in dem Film bist, siehst du auch so dir selber zu. Alles, was du tun kannst, ist zuschauen. Du siehst dir selber beim Erleben zu. Die Erlebnisse ändern sich. Du trägst verschiedene Kostüme, aber sie sind bloß Kostüme. Der, der sie anhat, wird nicht ausgewechselt. Das Kind, die Jugend, der ältere Mensch, das sind alles Kostüme. Lasst Uns jetzt indes zu dem Film zurückkehren.

Manchmal jubelt ihr bei dem Film auf. Manchmal mögt ihr ihn nicht. Einerlei, es ist schier ein Film. Er wird sich bald genug anders zeigen.

Und wenn der Film vorüber ist und du nachhause gehst, ist es so, als wärest du nicht fortgewesen. Denn du warst nicht fort. Du warst nicht von dem Ewigen abwesend. Deine Beachtung hat bloß auf dem Film gelegen. Dein Geist war woanders. Du warst niemals irgendwo gewesen, außer schier dort, wo du sein kannst.

Du warst auf einem fantastischen Ausflug. Deine Träume wurden wahr, oder sie wurden das nicht. Und, sei es, sie wurden wahr, sei es, sie wurden es nicht, du bist so oder so der gleiche. Die unantastbare Wahrheit von dir ändert sich nicht um. Das Leben in der Welt ist wie das wechselnde Wetter. Das Wetter wechselt, und doch ist es bloß Wetter. Das Leben geht bei Regen oder Sonnenschein weiter.

Hast du dein Leben geträumt? Du sagst, es sei tatsächlich geschehen. In Wirklichkeit blitzte es auf der Leinwand auf, es ist schlechthin nichts mehr als das. Es ist auf einer Leinwand einmal aufgeleuchtet. Es ist dorthin projiziert worden. Es wurde aus einem Zusammenspiel an Licht gefertigt. Das Licht geht an, und das Licht geht aus, und doch seid ihr nach wie vor präsent. Die Szenen ändern sich. Die Beleuchtung wechselt. Und auch so seid ihr ihr und sitzt in einem Kinosaal.

Selbst wenn du der Regisseur des Films bist, siehst du ihm von der Ferne zu.

Ein Film ist schier ein Film.

Selbst der Filmvorführer kann ihn schier ansehen.

Derjenige, der den Kinosaal sauber macht, oder derjenige, der das Theater besitzt, kann den Film schier ansehen.

Und doch seid ihr kräftig am Wirken, die Fantasie zustandezubringen, sodass alles, was sich auf der Leinwand begibt, die reale Sache ist. Ihr glaubt den Filmen.

Stellt die Filme her. Dies just tut ihr. Alldieweil ist ein stiller Film am Laufen, ein fortwährender stiller Film, der sich niemals abnutzt, wird stets gespielt. Still wie er ist, wird er immerzu gehört, einerlei wie weit weg es zu sein scheint.