HEAVENLETTER # 1382 Genug der Angst!
GENUG DER ANGST!
Gott redete ...
Ihr könnt immer auf erhebliche Gründe für eure Ängste weisen. Ängste und die Ursachen sind euch sehr real. Wer denn würde angesichts dieses oder jenes Umstandes nicht Angst haben, fragt ihr. Ihr befürchtet gar euer leibliches Leben, als läge es in euren Händen, es zu verlängern. Sobald ihr wisst, im Himmel ist ein Gott, welcher sich euer und aller Wesen annimmt, wirst du weniger Angst haben und mehr Verantwortung für dich selber übernehmen.
Angst ist keine verantwortungsbewusste Sache. Angst trägt einem an, du seist hilflos. Du merkst natürlich, dass Meine Rede nicht dahin geht, deine Hand ins Feuer zu legen, oder in tiefem Wasser schwimmen zu gehen, wenn du nicht schwimmen kannst. Mein Rat ist nicht, unklug zu sein. Aber Unsere Definitionen von unklug sind nicht immer die gleichen.
Draufgängerische Angst gehört zu den törichtsten Dingen, mit denen ihr euch einlassen könnt. Es ist immer Angst vor etwas, aber alle eure geschätzten Ängste sind verschwenderisch. Bestenfalls sind sie wirkungslos, denn Angst brütet Angst aus und belässt euch trostlos in ihrem Kielwasser. Alle Angst ist grob fahrlässig, denn Angst schickt Wahres ins Exil.
Selbst wenn der Wolf vor deiner Türe steht, ist Angst schwächend. Angst beschirmt euch nicht. Sie hält den Wolf nicht weg. Sie zieht ihn an. Angst ist wie ein Fliegenfänger, er zieht Fliegen an. Sind nicht eure Ängste wie Fliegen, die am Ausschwärmen sind?
Gerate ausgiebiger in die Beschäftigung mit der Liebe hinein denn mit der Angst. Lasse Angst unberücksichtigt. Sie möchte dich von der Liebe abziehen. Angst spricht in einer lauten nie endenden Stimme Buh. Alles, was Angst ausrichten kann, ist dir Angst machen und dich vom Leben abwenden. Angst möchte dich fortscheuchen. Sie möchte dich gerne in einer Ecke deines Geistes zusammengekauert sehen. Das Beste, was du bei Angst zu tun schaffst, ist auf der Stelle treten, dem hingegen bist du jemand, der im Leben weitergehen möchte. Du bist nicht bestimmt, dass dir die Begegnung mit dem Leben, ja, dass du es mit vollen Zügen genießt und dass du in es hineintauchst, beschnitten wird.
Angst ist eine Aufhäufung verflossenen Denkens. Falls es Gegensätzliches gäbe, dann wäre Angst der Gegensatz zu los lassen. Beginne jetzt damit, liebe dich selbst genug, um Angst los zu lassen. Angst nimmt zu, und flaut ab, du aber bist für immer und ewig. Angst ist für dich keine zu dir passende Sache, denn du bist Einverkörpertes Ganzsein.
Du bist nicht angelegt, Angst zu behalten. Sie ist in jedem Fall ausweichend, denn ihr könnt zu allem von ihr, egal wie, nicht aufschließen. Angst hebt an, und danach findest du eine Begründung für sie. Deine Identifikation mit Angst geht der Ursächlichkeit voraus, die du dir aus dem Hut zauberst. Dir werden aller Wahrscheinlichkeit nach prognostizierende Ängste nicht ausgehen, aber mit der Angst kannst du am Ende sein. Hattest du mittlerweile nicht genug?
Ich meine, du hast deine Verurteilung zur Angst abgebüßt, und nunmehr kannst du unter ihr hervorkommen. Stelle dir vor, was das für ein Leben sein wird, sowie du nicht mit Furcht vor ihm verdüstert bist.
Tritt von der Angst auf die Seite. Falls sie dich nicht alleine lässt, gehe in jedem Fall weiter. Schaue dich nicht dir über die Schulter blickend nach ihr um. Du kannst es der Angst zuvortun. Es ist deine Wahl.
Ich bedeute nicht, es sei kinderleicht, der Angst den Rücken zu kehren. Du hast sie lange Zeit herumgeschleppt, aber ohne sie wirst du dich nicht verloren fühlen. Du kannst ganz gut ohne sie auskommen. Angst ist einfach ein Aasfresser, der sich's bei dir hat gut gehen lassen. Händige der Angst heute ihre Reisepapiere aus.
Ich erschuf dich nicht, um furchtsam zu sein. Ich erschuf nicht Angst, demnach ist es nicht einmal so, dass du angstlos sein sollest. Angstlos ist nicht stichhaltiger als angstvoll. Tilge das Wort „Angst“ in all seinen Formen aus deinem Wortschatz und deinen Gedanken. Falls ihr für Angst kein Wort hättet, wäre sie euch dann so bedeutsam geworden? Mache über Angst einen Schritt hinweg. Vergiss, dass sie je existierte. Sie existierte nicht, außer in deiner Einbildung. Nutze nunmehr deine Einbildungsgabe für etwas, was du liebend gerne dichter an dich heran bringen möchtest.

