HEAVEN #847 Wie zwei Kinder
WIE ZWEI KINDER
Wenn dein Körper und dein Geist sich abgespannt fühlen, wieso nicht darauf hören, was sie einem sagen? Wo hast du die Auffassung herbekommen, dass du die ganze Zeit unter Volllast zu operieren habest? Sofern dir dein Körper sagt, er möchte eine Pause, ist er dann aus dem Rahmen gefallen, wann er dir seine Wahrheit sagt? Ist da keine Neigung zu verzeichnen, deinen Körper in eine größere Geschwindigkeit und in größeres Durchhaltevermögen hinein zu peitschen, oder ihn irgendwo unbeweglich einzuspannen? Wieso muss dein Körper in jedem Augenblick im Optimum sein? Ist nicht auch das Körperliche dafür bestimmt, sich eine Weile auszuruhen? Musst du dich mit ihm darüber auseinandersetzen?
In der Welt gibt es genug Stimulierung. Es gibt genug Werbung, dich bis in die Nacht oder bis in den frühen Morgen hinein geschäftig zu halten. Nun sage Ich dir, gut mit dir selbst umzugehen und deinem geplünderten Körper Zeit zur Ruhe zu geben. Höre auf, ihn zu neuen Kraftakten zu treiben.
Falls das Leben doch kein Rennen ist, wieso rennst du dann? Was genau ist es, mit dem du gerne versuchst mitzuhalten? Oder bei dem du gerne vorneweg sein möchtest? Vielleicht ist es doch ziemlich in Ordnung so, sich zu einem Ruheplatz zu begeben. Sogar Wüsten bieten Oasen dar. Sogar Ozeane bieten Land dar. Geld ist gut, um es auszugeben, und es ist auch gut, um es aufzuheben. Ist nicht dein Körper gleicher Rücksichtnahme würdig. Sei weder ein Verschwender noch ein Geizhals.
Ein Gähnen bedeutet etwas. Muss es immer hintertrieben werden?
Ehre das Bedürfnis deines Körpers nach Ruhe und das Bedürfnis deines Geistes nach Stille.
Dein Geist wird die ganze Zeit bombardiert. Dein Zug des Denkens wird fortwährend unterbrochen. Gedanken werden hinein gepackt und überall hinein gedrängt. Halte dein Augenmerk ein wenig auf dem Frieden für deinen Geist. Dein Geist in Frieden wird Andere besänftigen. Beruhige deinen Geist, damit er Raum hat, zu sein.
Insoweit als es für dich nie möglich ist, ohne Mich zu sein, bist du nie alleine. Weswegen also musst du immerzu unter Anderen sein, so als wäre es falsch, zur Durchsicht deiner eigenen Gedanken zugegen zu sein. Ich möchte nicht weiter gehen und sagen: Was ist falsch daran, nichts zu tun zu haben und eben das zu tun? Was geschah mit der Zeit mit der Träumerei?
Tun ist gut. Nicht tun ist auch gut. Auf der Bühne sein ist gut. Von der Bühne runter sein ist auch gut.
Das Leben weist Wellen aus. Und Wellen gehen hoch, sie gehen runter. Wellen gehen runter, demnach können sie wieder hochgehen. Jede Welle treibt voran. Eine Welle ist voller Energie, und sie bezieht sich auf sich selbst, um voranzukommen. Wellen klammern nicht. Sie erheben sich, und sie ebben ab. Beides ist Teil des Ganzen. Ebbe und Flut, beide sind die Energie, die dich emporhebt.
Sieh Sich Bewegen und Pausen Machen als zwei Kinder von dir. Sie entstammen den gleichen Eltern, jedoch hat jedes von ihnen seine eigenen Qualitäten und ist jeweils von dem anderen verschieden. Jedes ist so, wie es bestimmt ist zu sein, und jedes hat einen großen Wert. Von jedem lernst du, und es gibt eine Menge zu lernen. Ziehe das eine nicht dem anderen vor. Zeige das eine nicht stolz vor, und verleugne nicht das andere. Anerkenne beide. Lasse ein jedes seinen Aufstieg haben.
Ebenso wie die Sonne aufgeht und wie sie untergeht, so du.
Tritt bei der Natur an. Blätter knospen auf, und Blätter fallen nieder. Alles ist eine Erneuerung. Du hast Meinen Segen, zu hüpfen, und du hast Meinen Segen, anzuhalten. Du hast Meinen Segen, dazustehen, und Meinen Segen, zu sitzen. Du hast Meinen Segen, zu reden, und, stille zu sein. Du hast heute Meinen Segen, wo immer du bist. Womit du auch immer heute befasst oder nicht befasst bist, du hast Meinen Segen. Segne dich heute ebenfalls.

