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HEAVEN #718 Wie Steine

WIE STEINE

Du hältst an Ideen fest, als wären sie eine Lebenslinie. Das ist wie wenn sich jemand zu seiner Hilfe an einem Seil festhält, was mit nichts in Verbindung steht. Du denkst, die Stärke deiner Auffassungen halte dich sicher. Oder die Stärke deiner Glaubensvorstellungen. Du befürchtest, dass du, sofern du dich nicht an ihnen festhältst oder sofern alle deine Prämissen inkorrekt sind, danach abdriftest. Indes bist du gegenwärtig auf den Gedanken, an denen du du so teuer festhältst, abgetrieben. Viele Ideen sind nichts als mit Luft gefüllte Ballons, die dich scheinbar an einer Stelle halten. Sie heben dich nirgendwohin. Tatsächlich halten sie dich unten. Du benutzt sie als den Boden unten und scheust einen fliegenden Teppich.

Was wäre, wenn du deine Ideen los lässt? Was wäre, wenn du sie in deiner Hand wie Steine umdrehen würdest, und wenn du sie als das Hütchen an der Kompassnadel sehen würdest, was sie sind. Was wäre, wenn deine wertvollen Ideen überhaupt nicht wertvoll sind.

Ideen sind wie Brisen, die daherströmen, und, du mögest sie nicht gefangen nehmen. Was du gefangen nimmst, bindet dich. Die Glaubensvorstellungen, an denen du so sehr festhältst, sind bloß Beschränkungen.

Wirf deine Ideen in die Luft hoch, und schau, welche bleiben und welche fortgehen möchten.

Ideen sind wie Orangen, mit denen du jonglierst. Sie sind nicht dafür bestimmt, einfach ruhig in deiner Hand zu bleiben. Sieh Meinungen als etwas, was du nicht aufzubewahren hast.

Wenn dein Geist mit Gewissheit angefüllt ist, was kann ihn dann betreten? Was hat dich dazu gebracht zu denken, du müsstest dir sicher sein, dass du recht hast? Du brauchst weder richtig noch falsch zu liegen. Das ist nicht die vorliegende Frage.

Du brauchst dich nicht selbst zu verfechten. Wo liegt darin die Liebe? Lass die Ideen von Richtig und Falsch los, und mehr Liebe wird hereinströmen. Was kann Gewissheit des Rechten und Gewissheit des Falschen anderes sein, als dass die Beurteilung sich selbst ihre Abgaben überhändigt. Du ersuchst, von Verurteilung abzulassen, aber du hältst an ihren Prämissen fest.

Lasse deine Gedanken los. Speichere sie nicht. Schlage sie nicht an der Wand an. Lagere sie nicht in einer Schublade. Gehe von deinem wertvollen Denken fort, und fange von vorne an.

Frühere Ideen nahe an deinem Herzen behalten ist an der Vergangenheit festhalten. Die Vergangenheit ist dafür da, um aus ihr hervorzutreten. Die Vergangenheit ist dafür da, um dich vorwärts aufzupulvern, ansonsten ist sie Treibsand.

Was wäre, wenn alles, was du bisher gedacht hast, dich in die Irre geführt hat? Trotz all des Denkens, an dem du festgehalten hast, hast du Fortschritte gemacht. Nicht wegen ihm.

Erhasche dir neues Denken von der Sonne und den Sternen. Genug von den alten Erdgedanken. Alle die Dringlichkeiten, die von dir abgehen werden, sobald du von vergangenem Denken abgehst. Vergangenes Denken ist abgestandene Energie. Nimm einen frischen Atemzug des Denkens.

Lasse Mich dich deiner alten Gedanken entleeren. Welche Gedanken kannst du denn behalten, unterdessen du bei Mir bist? Gedanken verlassen dich. Gedanken verblassen. Liebe wird das Höchste. Gedanken der Liebe sind nicht Liebe. Einzig Liebe ist Liebe, diese blendende Energie des Seins, dieses Licht, was heller und heller wird, diese aufknospende Energie des Lichts, die lediglich mit dem Seien zu tun hat.

Du hast dich selbst mit Gedanken verbeult. Lasse sie stehen. Gib dem Seien statt. Die Quelle des Seins inwendig in dir wird erscheinen, und deine Weisheit wird über das sterbliche Denken hinausgehen.

Dein Denken macht dich nicht vollständig. Dein Denken hat dich fragmentiert. Vielleicht ist es an der Zeit, von vorne anzufangen. Du hast Ansprüche auf ein Territorium angemeldet, das du nicht mehr länger willst. Es ist bloß so, dass du der Eigentümerschaft zuliebe gezögert hast, los zu lassen. Was brauchst du alte Gedanken, um deinen Kopf auszustopfen?

Räume deinen Geist auf. Leere ihn aus. Vollpacken ist nicht Vollheit. Dein Geist ist ein Pfad, kein Gepäckraum eines Dampfschiffs.