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HEAVEN #717 Schwimmer der Ewigkeit

SCHWIMMER DER EWIGKEIT

Nichts ist im Universum vergeudet, dementsprechend kann dein Leben nicht nichts sein. Es mag sein, dein Leben ist nicht das, was du dir wünschst, aber es ist dein Leben. Deine Träume mögen noch nicht Wirklichkeit geworden sein. Einwände halten dich von der Erfüllung deiner Bestrebungen ab. Einwände halten dich zurück. All die Gründe, die du herbeibeschwörst, damit sich seine Träume nicht erfüllen - unterdessen es nur einen einzigen Grund gibt, der nötig ist, um sie zu erfüllen, und dieser Grund ist der Traum selbst.

Dein Traum, der in Erfüllung gegangen ist, ist nicht die Erfüllung. Das hat sich dir immer und immer wieder erwiesen. Das Rennen gewinnen ist nicht die Erfüllung. Welches Kurzlebige auch immer, es ist nicht Erfüllung. Es ist bloß eine zeitweilige Pause. Das Bestreben ist die Erfüllung. Das darauf abgesehen haben ist die Erfüllung. Der Akt des Ausstreckens ist die Erfüllung. Das Erlangen ist bloß die Zeichensetzung. Vielleicht ein Ausrufezeichen. Was zu Ende gebracht ist, ist erledigt. Was nicht zu Ende gebracht ist, ist das Unternehmen.

Es ist wahr, alles im Relativen ist relativ. Einer durchschwimmt den Ärmelkanal. Ein Anderer schwimmt durch den Pool. Ein Kind plantscht in der Badewanne. Das ist alles das gleiche. Du hast teilgehabt. Und du hast mit Freude daran teilgehabt. Meine Hoffnung ist es, dass das so war. Es bis zur anderen Seite schaffen ist schlicht etwas, wovon du sagen kannst, du hast es getan. Aber das Schwimmen, das Plantschen, das Bewegen der Arme - oh, darin liegt die Erfüllung.

Jeder schafft es durch das Leben. Das ist fraglos. Du wirst am anderen Ende ankommen. Das ist vorherbestimmt.

Es ist demnach das Mittlerweile, was du auskostest, nicht schier das Durchkommen. Durchhaltefähigkeit, darauf bist du nicht aus. Genuss, das ist es. Genuss ist erstrebenswert. Nicht viel anderes. Mittlerweile bist du im Leben, und du lebst es bis zu jenem Maße, wie du es lebst. Es ist das Mittlerweile, das dich rührt.

Die Weite deines Lebens steht nicht auf dem Spiel. Du weißt, es ist weitaus weiter, als du es begreifst. Die Weite steht nicht infrage. Die engere Nähe steht infrage. Dieser Augenblick ist.

Das Leben ist etwas, in das du eintrittst, und du betrittst es in jedem Augenblick. Dein Leben hat jetzt soeben seinen Anfang. Dein Zeh befindet sich an der Startlinie. Du bist für das Leben gegürtet. Es gibt nichts zu tun, außer in es einzutreten. Du trittst auf deine eigene Weise in das Leben ein, denn das Leben liegt dir an, mit ihm umzugehen, wie du es möchtest.

Das Leben ist weder etwas, von dem du dich absonderst, noch etwas, was du nur Anderen darbietest. Doch wird die Zeit kommen, wann du den Unterschied zwischen dir und Anderen nicht erkennst, und du wirst erkennen, dass dein Leben etwas ist, was der Welt kredenzt wird. Dein Leben ist dein eigener Knochen zum Kauen, allerdings nicht bloß dein eigener Knochen. Du bist ein Teil des Massenlebens, und du bist ein Schlüsselspieler. Was immer du von dir und von deinem Leben denkst, du bist ein Schlüsselspieler. Auf deinem Hemd muss keine Ziffer angebracht sein. Du musst nicht einmal ein Hemd haben.

Du musst nicht einmal einen Namen haben. Du trägst einen einzigen Namen. Kind Gottes.

Die Welt wurde dir gegeben, und du wurdest der Welt gegeben. Es geht hier etwas ziemlich Wechselseitiges vonstatten. Du hegst, und du bist der Gehegte. Du bist der Gastgeber und du bist der Gast. Du bist derjenige, der dient, und derjenige, der bedient wird. Welchen Titel die Welt dir auch gibt, er ist von keiner Tragweite. Unterteilungen sind willkürlich. Die Wahrheit nicht. Die Wahrheit ist die gleiche. Die Wahrheit holt sich keine Favoriten heraus.

Du bist von großer Wichtigkeit. Du bist der eine, der in der Ewigkeit schwimmt. Du bist der Beweger der Wellen. Täusche dich selbst nicht darüber, dass du oder dein Leben nicht von Belang ist. Du zählst.