HEAVEN #588 Gottes mächtige Gegenwart
GOTTES MÄCHTIGE GEGENWART
Sobald du Beklommenheit verspürst, hast du dich von Mir ausgerenkt. Sobald du dich zusammenhanglos fühlst, ist es genau das, was du getan hast. Du hast dein Gewahrsein von dem Meinen abgetrennt. Sobald du dich vereinsamt fühlst, hast du dich selbst isoliert.
Sobald du Mir dein Sein übergibst, sobald du es Mir zum sicheren Verwahr überreichst, wirst du erkennen, dass du dich in Meinen Armen befindest.
Mitunter übergibst du dich Mir, und sodann nimmst du deine Anhänglichkeit zurück. Du gibst und nimmst, gibst und ziehst zurück. Dir fehlt das Zutrauen in Mich. Du bist dir einfach Meiner nicht sicher.
Du hättest gerne volles Vertrauen, doch ein Faden davon fehlt, da du deinen Blick auf den Zustand der Dinge richtest, auf den Zustand der Welt, auf die konditionierten Aspekte des Lebens, auf die vereitelten Träume, auf den Abfall auf den Straßen, auf die verwitternden Rebstöcke, auf die zerschmetterten Hoffnungen … du bist argwöhnisch.
Hast du darauf gewartet, dass sich die Verhältnisse ändern, bevor du dich Mir übergibst? Hast du nach einem Nachweis Ausschau gehalten, dass Ich Mich gut bei dir verhalte? Nach einem Beweis? Nach einem zauberischen Ereignis? Nach einer Goldmünze, die vor dir herunter geworfen wird? Nach einem herrlichen Vorkommnis? Nach einem Zeichen?
Das alles sind Ausflüchte, um deinen Glauben auszupolstern, dass du ohne Mich besser auskommst. Du hast Angst, Ich würde dich um die Ecke bringen, Ich würde eine Menge von dir abverlangen und dir im Austausch dafür Leiden übermitteln. Du hast davor Angst, was Ich tun werde.
Selbstverständlich werde Ich so handeln, wie Ich es immer getan habe, und Ich werde Mich nach dir umschauen. Du hast die ganze Zeit über Meine Verantwortlichkeit. Du denkst, du seist deine eigene. Vielleicht hast du sogar gedacht, dass Ich verantwortungslos bin, denn Ich hätte ja nie das getan, was du wolltest oder wie du es wolltest oder es als richtig ansahst – so weit wie du eben sehen konntest.
Du hast nicht ausreichend Vertrauen, weil du nicht sehr gut sehen kannst. Du denkst, du kommst auf deinem eigenen Dampf voran, und das könnte genauso gut weitergehen. Hast du in Wirklichkeit mehr Vertrauen in dich selbst als in Mich?
Was ist die Sache namens Vertrauen? Vielleicht hast du es nie kennen gelernt. Es mag ja sein, du hast Misstrauen sehr gut kennen gelernt. Misstrauen hat sich dir immer und immer wieder erwiesen. Du zählst die Male, die du in der Welt im Stich gelassen worden bist. Du glaubst, du könnest dich auf Misstrauen verlassen. Du hast Misstrauen für verlässlich befunden. Du hast, wissentlich oder unwissentlich, Vorwürfe zu Meinen Füßen niedergelegt. Du hast Mir die Schuld zugewiesen. Die Ehre hast du für dich selbst genommen. Und so setzt du dich weit von Mir ab.
Christus sagte, dass ihr, wenn ihr den Glauben eines Senfkorns hättet, Berge versetzen könntet. Lasst uns das ganz offen heraus sagen - sogar der kleine Senfsamen hatte mehr Zutrauen in Mich als du. Es wäre nicht schwer, mehr Zutrauen in Mich aufzufinden, als Meine Kinder innehaben. Überall wo man hinschaut. Du hast Vertrauen nicht gelernt. Du hast es verlernt.
Du hattest eine Neigung, im Hinblick auf das Gewicht Meines Wertes für dich auf Resultate zu schauen. Resultat-Orientierung ist auf das falsche Ende schauen. Resultate sind ein kleiner Indikator dessen, was dein Vertrauen in Mich dir überreicht.
Denke daran, wie dein Herz singen würde, wäre es beladen mit Vertrauen in den Gott, Der dich entworfen hat. Denke daran, was aus deiner Reise im Leben werden würde, falls du die Konstanz Meiner Präsenz in deinem Leben als einen wertvollen Freund empfändest, Der gerne mit dir zusammen und dir behilflich ist, während du dich auf deinem Weg zu Mir zurück befindest.
Ich habe großes Vertrauen in dich. Vielleicht kannst du genau das nicht glauben. Vielleicht fühlst du, es sei besser, Mich zu verlassen, bevor Ich dich wohl verlassen werde. Aber für Mich ist es unmöglich, von dir fort zu gehen. Du kannst von Mir alles, was du willst, los lassen, dennoch trage Ich dich immer noch.
Wir haben unterschiedliche Auffassungen der Realität, du und Ich. Du meinst, die Haut der Orange sei für die Orange wesentlich, während Ich weiß, das ist nicht der Fall. Du meinst, die Haut des Lebens sei das Herz der Sache. Du hast den Glauben bejaht, dass das Äußere von größtem Belang ist, auch dann, wenn du tief innen weißt, dass das nicht der Fall ist. Du hast die Haut des Lebens zu deinem Idol gemacht. Einerlei, wie viele Male sie dich enttäuscht, du schwärmst sie an. Du rennst hinter ihr her. Und deine Enttäuschungen gibst du Mir anstelle deines Zutrauens. Ich, der Eine, Der dich am meisten unter allem liebt, wartet immerzu auf dich, dass du Mich und den unwandelbaren Ort anerkennst, den Ich in deinem Leben innehalte. Hier bin Ich.

