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HEAVEN #587 Fange den Messingring auf

FANGE DEN MESSINGRING AUF

Du hast mittlerweile bemerkt, dass Ich ein origineller Denker bin. Ich denke für Mich. Ich habe Meine eigenen Gedanken. Ganz bestimmt kopiere Ich weder die deinen, noch kopiere Ich Meine eigenen Gedanken und wiederhole sie. Ich muss Mich nicht daran erinnern, was Ich bereits gesagt habe, und wie Ich es gesagt habe, einerlei, wie stark Mein Ausdruck dabei gewesen sein mag. Meine Gedanken sind auf diese Weise immerzu neu, wiewohl Ich sie bestimmt zuvor gehabt habe.

Unter Meinen Kindern ist eine Neigung zu verzeichnen, an ihren alten Gedanken festzuhalten, sich ihrer zu erinnern, um sie zu wiederholen, anstatt jetzt die Wahrheit zu entdecken (oder wieder zu entdecken). Die Wahrheit ist unabänderlich, nicht aber eure Wahrnehmung.

Auch dann, wenn euer Denken heute genau das gleiche ist wie gestern, neigt ihr dazu, lieber einen erinnerten Gedanken zu wiederholen, als ihn auf neue Weise zum Ausdruck zu bringen. Wiederholung ist nicht das gleiche wie lebendig sein. Wiederholen und Erinnern entstammen der Vergangenheit. Ihr wollt auf euch selbst aufschließen und in eurem Denken gegenwärtig sein.

Lasst eure Gedanken jeden Tag frisch sein. Setzt euch in eurer Entwicklung in Bewegung. Lasst eure Gedanken Leitern sein. Ihr müsst nicht auf der gleichen Sprosse stehen bleiben.

Ändert eure Meinungen. Weil ihr die Welt auf eine Weise gesehen habt, bedeutet nicht, ihr müsst diese Sichtweise beibehalten. Haltet Ausschau nach einem höheren Ort, wo ihr eine ausladendere Aussicht haben könnt.

Eure Gedanken sind nicht eure eigenen, mit der einen Ausnahme, sie sind heute eure eigenen.

Habt keine Angst, euren Geist zu ändern. Oder ihn zu leeren. Haltet dort nicht so viel Unrat fest. Euer Geist ist zu einem Dachboden geworden, angefüllt mit alten Dingen, die Staub anziehen. Etliche eurer Gedanken sind Antiquitäten. Etliche Antiquitäten haben ihren Wert verloren.

Ihr seid in jedem Fall wertvoller als irgendetwas auf eurem Dachboden.

Seid ein Filterer eurer Gedanken. Seid ein Sieb.

Gedanken dienen ihrem Zweck und gehen weiter. Lasse deine Gedanken dich in Bewegung setzen. Lasse sie Propeller sein.

Gedanken sind nicht an einer Stelle anzutackern, wie das bei einer Polsterung der Fall ist.

Du bist im Leben ein Reisender. Vielleicht hast du Wasser aus einem herrlichen See getrunken, aber jetzt reist du weiter, und du findest einen weiteren See mit gutem Wasser vor dir. Ein Reisender kann nicht allzu lange am gleichen Ort bleiben, anderenfalls kommt er nicht voran, oder man kann ihn nicht mehr als einen Reisenden ansehen.

Auch ein Holzschnitzer im Leben kann nicht jeden Tag das gleiche Stück Holz schnitzen.

Was, befürchtest du, liege vor dir?

Bleibe nicht an einer Stelle. Gehe unter deinem eigenen Dampf voran. Du möchtest weder, dass die Massen dich vorantreiben, noch möchtest du, dass sie dich zurückhalten. Du entwickelst dich selbst. Du bist ein Entwickler. Finde einen eigenen Platz im Universum. Markiere nicht deine Gedanken.

Fange den Messingring auf. Er ist für dich da, um ihn aufzufangen.

Sieh das Leben als ein Training. Du dehnst dich. Du beugst dich. Du gehst rauf und runter. Du streckst dich hoch. Du strampelst mit deinen Füßen und du springst in einen Teich. Du schwingst. Du machst Purzelbäume. Und du ruhst dich dazwischen aus. Schlage deine hyperaktiven Gedanken eine Weile nieder.

Erübe dich in deinem Seien. Höre es summen. Seien ist Stille, aber stillsitzen ist nicht das gleiche wie seien. Auch dann, während du dich bewegst, bist du im Seienshaften gegründet. Deine Seienshaftigkeit fährt mit dir herum. Du kannst sie immer hören.

Obschon dein Seien unbesehen deiner Gedanken und deiner Handlungen ist, bedeutet Seienshaftigkeit nicht, dass du dich nicht zu rühren habest. Bewege deine Gedanken. Rühre deine Erwiderungen und Reaktionen. Rühre dich einen Zentimeter.

Aus deiner Seienshaftigkeit kommen neue Gedanken zum Vorschein. Anerkenne sie, und komme mit ihnen hervor. Höre neu. Höre höhere Töne. Ich spiele sie für dich.