HEAVEN #577 Gott möchte dich
GOTT MÖCHTE DICH
Wenn du dich dem Leben nicht widersetzt, wirst du das Funkeln des Lichts finden, das dir deines Erachtens versagt war. Du dachtest, etwas sei von dir fort genommen worden, und deswegen hast du dich widersetzt. Du hast nicht auf das Etwas aufgeschlossen, was dir gegeben wurde. Du sahst nur einen einzigen Weg, und einen anderen konntest du nicht sehen. Du wolltest in eine Richtung gehen, aber dir wurde eine andere unterschoben.
Du warst in Eile, und du stießt auf eine Umleitung. Oder du hattest an einer roten Ampel anzuhalten. Oder ein Grüppchen Entenküken überquerte die Straße.
Seht die Umleitung, die rote Ampel und die Entenküken als Geschenke an. Zum wenigsten erinnern sie euch daran, dass ihr nicht der Diktator eures Lebens seid, und sie erinnern euch, dass es sehr gut ist, ja im Grunde sehr gut ist, eure gemutmaßte Kontrolle los zu lassen.
Da du etwas auf die eine Weise haben möchtest, bedeutet nicht, dass du es auf diese Weise zu haben brauchst. Weil du in eine bestimmte Richtung gegangen bist, bedeutet nicht, du müssest dort weitergehen.
Manchmal bringt dich der offenbar längere Weg drum herum schneller dorthin. Du hast davon zuvor gehört.
Aber vielleicht hast du davon nicht gehört: Jeder Schritt und jeder Halt auf deinem Weg sind ein erreichter Bestimmungsort. Zähle die Schritte und nicht die Hindernisse. Sieh es so, dass du bereits angekommen bist.
Wenn du einen Pullover strickst, kannst du auf zwei Wegen rechnen. Du kannst rechnen, wieviel noch vor dir liegt. Du kannst rechnen, wie wenig du getan hast. ODER, du kannst zu dir sagen: „Ich begann mit dem Pullover. Ich hatte den Impuls, und ich ging ihm nach. Ich wählte eine Farbe, und ich wählte das Garn aus. Ich traf die Wahl, einen Pullover zu stricken, und ich mache ihn.“
„Ihn machen“ ist ein Ausdruck, der für dich Erfolg bedeutet. Wisse ein für alle Mal, dass du ihn anfertigst.
Der Pullover, den du strickst, all deine Leistungen oder die Ermangelungen dabei, sind nicht das Thema. Du bist das Thema.
Vergleiche dich mit niemandem, nicht einmal mit dir selbst. Du bist nicht die gleiche Person, die du deines Erachtens letztes Jahr oder letzte Woche oder letzte Nacht oder gar vor einem Augenblick warst. Du hast dich fehlinterpretiert.
Du bist immerzu neu.
Du bist ein schöner atemberaubender Vortrieb Meines Gedankens. Das bedeutet, du bist Bewusstsein, das aufblüht. Du kannst nur weiterblühen.
Oh, wenn du denn keine Gewächshausrose bist, vielleicht bist du ein Löwenzahn, der durch nichts zu bremsen ist. Beton und eine Ritze - der Löwenzahn wächst immer noch. Einerlei, wie sehr es gegen ihn steht, er wächst. Einerlei, an welchen Stellen er sich befindet, er wächst. Er kann nicht anders. Du genauso nicht. Der Löwenzahn widersetzt sich nicht der Sonne oder dem Beton. Er wächst zur Sonne hin.
Herum krebsender Künstler oder berühmt gewordener Künstler - das ist das gleiche. Gegenüber wer du bist, ist die Verfassung deiner Angelegenheiten in der Welt beiläufig. Neige dich nicht so sehr zur Welt hin. Lehne dich mehr auf Mich, was eine andere Ausdrucksweise darstellt für, mehr Verlass auf dich selbst haben, wo du auch gerade bist. Das meint nicht, unabhängig von Mir sein, sondern bei Mir sein.
Ein Gedanke wird das Objekt eines weiteren Gedankens, damit sind es zwei, der aus dem anderen heraus gemacht ist. Und demnach schaust du auf Mich, wie Ich von dir getrennt sei. Du kannst nicht anders an Mich denken, als dich absurd zu fühlen, aber du bist in der Lage, dich Mich als deinen ständigen Begleiter zu denken, als deinen treuen Kameraden, als deinen Getreuen, als Denjenigen, Der unfehlbar Glauben in dich setzt, als Denjenigen, Der klarer und weiter sieht, als du es aus dir selbst heraus tust, als Denjenigen, Der zum Herzen von dir schaut und Der dich dort rettet. Wer wird dich retten, ausgenommen du und Ich? Der Retter und der Errettete sind der gleiche. Dementsprechend bitte Ich dich, komme und werde Mein Gehilfe. Blühe in deinem Gewahrsein wie auch in dem Meinigen weiter. Dafür eben brauche Ich deine Hilfe.

