HEAVEN #578 Der Schimmel und die gelbe Sonne
DER SCHIMMEL UND DIE GELBE SONNE
Du wirst zur Permanenz im Himmel zurückkehren. Du bist nicht wie ein Blatt, das vom Baum fällt und sich nicht wieder zurück verbringen kann. Ein Blatt kann sich selbst nicht aufheben. Es muss sich völlig auf den Wind oder auf die Gegebenheiten verlassen oder es wartet bis zum sprießenden Frühjahr im kommenden Jahr.
Dass du ein Seinswesen mit freiem Willen bist, bedeutet, dass du dich auflesen kannst. Es bedeutet, du hast nicht zu warten.
Aber gleichwohl kannst du vielleicht Geduld gebrauchen. Mit Sicherheit brauchst du keine Ungeduld. Geduld ist ein Nebenprodukt. Sie kommt von der gewissen Kenntnis, dass du dein erstrebtes Ziel erreichen wirst. Dein erstrebtes Ziel ist dein Bestimmungsort. Ich rede von dem einen ursprünglichen Ziel, das du hast, nicht von deinen Zielen für dies und das, sondern von deinem Ziel für das letztliche, das All-Ende aller Bestreben, was endlich der Anfang einer neuen Sphäre darstellt, währenddessen du dich in einer aufwärts gerichteten Spirale befindest.
Du bewegst dich nicht in Geraden, sondern in Spiralen. Das ist eine andere Darstellungsweise dafür, dass du nicht ein- oder zwei- oder gar drei-dimensional bist. Du bist progressive Dimensionen, und du hüpfst in eine nach der anderen hinein.
Ein Kern freilich läuft durch alle Dimensionen, und der bin Ich. Ich bin Ich, gleich in welcher Dimension du dich befindest, demnach können Wir auch sagen, dass du dimensionslos bist, denn du bist bei Mir. Du bist jenseits aller Linien und Kreise und Vertauschungen, die versuchen, die Unendlichkeit von dir abzuschildern.
Du bist Meine starke Botschaft. Du fühlst dich gemäß der Entfernung, die du deiner Vorstellung nach von Mir hast, schwach. Sobald du dich schwach fühlst, versuchst du, dich mit Schätzen der Welt aufzupolstern. Du vergisst, dass du der Schatz bist, und demzufolge zielst du auf wertgeschätzte Objekte ab.
Unterwegs, da wirst du dich selbst finden, und demnach wirst du mehr Kostbarkeit finden, als du dir vorgestellt hast.
Ja, es wird gut sein, deine Vorstellungsgabe zu vergrößern. Du hast dir das andersherum gedacht. Du hast womöglich gedacht, du müssest sie widerrufen, du solltest sie mit unzähligen Fakten und Glaubenssätzen überholen. Es gibt Millionen Fakten und Glaubenssätze, und nur Eine Wahrheit. Sogar bis zu einer Million zählen ist etwas Begrenztes, unterdessen das Einssein der Wahrheit grenzenlos ist.
Alles, was aufgehäuft werden kann, ist ein beschränkender Faktor. Wenn du es in einer Reihe aufstellen und zählen kannst, schaust du auf das Begrenzte. Und du hast vergessen, dass du unendlich bist, und dass du in der Unendlichkeit lebst. Dir ermessen, dass du unendlich bist, und dass du noch dazu unendliche Liebe bist, erfordert in deinem Leben Vorstellungsgabe. Ich möchte gerne, dass du dir das imaginierst, und dass du dir vorstellst, wie sich das anfühlt. Erinnere dich, wie sich das anfühlt. Du kannst es genauso gut erinnern wie es dir vorstellen. Du bist der Unendlichkeit kein Fremder.
In der Gegenwart allerdings bedarfst du vielleicht der Vorstellung. Deine Vorstellung wird das Erinnern anstupsen.
Wähne Großes. Wähne Größe. Wähne Unendlichkeit. Wähne dich, wie du mit Mir in der Unendlichkeit fährst. Und so fahren Wir auf einem Schimmel, der weiß bleibt, in die Gegenwart.
Du befindest dich jetzt auf diesem Schimmel. Du bist nie von ihm fortgewesen, aber du hast ihn vergessen. Du dachtest, das Pferd sei reiterlos. Du dachtest, man habe dich zurückgelassen, und das Pferd sei in guter Entfernung voran- und in die gelbe Lichtheit der Sonne hineingeritten, wohin du ohnehin nie hättest gelangen können, die du ohnehin nie erreicht hättest, und dementsprechend standst du zurück, sodann drehtest du dich um und gingst zu einem Flachland zurück.
Nun sage Ich dir, suche in deiner Einbildung den Schimmel und die gelbe Sonne auf. Spüre den Schimmel unter dir, und schaue in die helle Sonne vor dir, und du wirst dich am Reiten sehen, wie du mit Mir in die Ewigkeit reitest. Das Pferd und der Reiter sind eins.

