HEAVEN #542 Die Macht, Liebe zu entzünden
DIE MACHT, LIEBE ZU ENTZÜNDEN
Alle Dinge gelangen zur Lösung, aber du erkennst das nicht. Du meinst, du hättest allerhand unerledigte Geschäfte, jedoch löst sich alles ohne deine Hilfe. Wir können sagen, deine Hilfe besteht darin, los zu lassen.
Beziehungen gehen nach dem Tod weiter. Der Tod eines geliebten Angehörigen ist nicht das Ende der Angelegenheit. Was auch immer ungelöst ist, es hängt nicht in der Luft herum.
Seelen begegnen sich immer und immer wieder. Ihr braucht keine Körper, um Meinungsverschiedenheiten zu versöhnen.
"Feind" mag an der Stelle ein zu starkes Wort sein, jedoch gab es bei dir Nahestehende, die du als Gegner gesehen hast. Zumindest waren sie Enttäuscher. Jede Enttäuschung lässt du dein Herz härter machen. Und sogar beim Tod des Anderen oder weil ihr euch voneinander entfernt habt, hast du mehr an dem Drücken der Enttäuschung festgehalten als am Austausch von Liebe.
Wenn du die Macht hast, zu erschaffen oder zuzulassen oder der Zwietracht nachzukommen, hast du die gleiche Macht, Liebe zu entzünden.
Was bedeutet Vergebung anderes als dein Herz an seinen rechtmäßigen Ort zurückzuversetzen?
Du hättest dich nicht verletzt gefühlt, hätte es nicht Liebe gegeben.
Du wagtest dich mit deinem Herzen hervor, und es war nicht gewollt oder nicht ausreichend oder nicht lange genug erwünscht. Sogar in dem Falle eines unfreundlichen Angestellten in einem Laden hast du es einem winzigen Vorkommnis zugelassen, dein Herz zu verschließen. Dein Herz wurde so verwundet, dass du sogar nach noch mehr Verletzung Ausschau gehalten, und dass du sie in kleinen Dingen gesehen hast, und hernach hast du eine Kampfstellung bezogen. Du hast um dein Herz eine Rüstung gelegt. Du hast dich zu einem Überfall vorbereitet. Und auf diese Weise überfällst du dich selbst.
Du hast gedacht, die Welt sei da, um dir zu dienen, und dementsprechend wurdest du enttäuscht.
Nun findest du, du musst nicht nur dir selbst dienen, du musst Anderen dienen. Jenen Nahestehenden gegenüber, die dir nicht so gut zu Diensten standen, was kannst du tun, um sie dorthin zurückzuführen, dass sie von deiner guten Meinung Vorteile erfahren? Was hast du mit deinen Vorteilen, die du aus günstigen Auffassungen über dich gezogen hast, getan? Wo sind sie hingegangen? Wirst du akzeptieren, dass es in deinem Herzen Barrieren gibt, die zu beseitigen sind, und dass du derjenige bist, der sie zu beseitigen hat?
Wer hat deine Barrieren errichtet, wenn nicht du? Sofern du Barrieren zugelassen hast, in deinem Herzen heranzuwachsen, warst du es, der sie erschaffen hat. Niemand schuf sie für dich. Du machtest deine Liebe von etwas abhängig. Sofern jene Erfordernis nicht zum Vorschein kam, hast du deine Liebe zurückgezogen. Du zähltest deine Liebe wie Münzen im Geldbeutel, und du vergrubst deine Liebe irgendwo, und zögertest, sie wieder einzusetzen. Auch nach dem Tod des Menschen hast du an deinem Schmerz festgehalten.
Was ist Vergeben anderes als deine Teilhabe an einem Akt der Abkehr anzuerkennen? Du wiest die Liebe in deinem Herzen zurück. Du gabst jemandem oder etwas anderem statt, über dein Herz zu befinden.
Kannst du nur dem Ausmaß entsprechend, das dir ausgeteilt wird, lieben, und kannst du nur dem Ausmaß entsprechend, wie dir vorenthalten wird, vorenthalten? Wenn das so ist, hast du dich von der Gnade Anderer abhängig gemacht. Bürste nun den angesammelten Staub von deiner Liebe ab und entsage derartiger Abhängigkeit von Anderen.
Denke nicht, dass Ich rate, du habest dich bei jedem oder bei denjenigen einzuschmeicheln, von denen du dich abgekehrt hast oder die sich von dir abgekehrt haben. Ich schlage vor, dass du sie von deinem Herzen frei setzt. Vielleicht sind auch sie dazu gekommen, das zu tun. Löse sie, und sie werden lernen, so wie du lernst. Lasse sie dein Wohlwollen entgegennehmen. Das Wichtige dabei ist, dass du es gibst. Gib diejenigen, die dich deinem Empfinden nach verletzt haben, sich selbst zurück und halte nicht mehr länger an ihnen fest. Lasse sie aus deinem Herzen heraus. Sie bedürfen es, dass du sie aus der Vergangenheit entlässt. Und du bedarfst deines eigenen Ablösens.

