HEAVEN # 3625 Ein Stern im Himmel
EIN STERN IM HIMMEL
Hallo hier und da, wo ihr auch seid. In Wahrheit seid ihr Ich Selbst. Ich erschuf euch. Indem Ich das tat, machte Ich euch im Bilde Meiner Selbst. Kein verfälschtes Bild, nein, keineswegs, auch kein kärgliches Bild. Bestimmt nicht, dennoch habt ihr ein Bild auf euch projiziert, das dem echten Bild von euch keineswegs nahe kommt. Natürlich würde ich kein irgend geartetes schwaches Bild machen mögen, mit Sicherheit nicht, und ganz bestimmt kein schwaches Bild von Mir Selbst. Wieso sollte Ich das tun mögen? Zu welchem Nutzen? Sicher nicht zum Amüsement. Damit würde Ich Mir einen bösen Streich spielen. Ich schätze Mich. Ich schmälere Mich nicht. Indes schmälert ihr euch.
Ihr habt euch sehr weit von der Wahrheit von euch wegbegeben. Ihr nehmt euch zu ernst, und doch nicht ernst genug. Womöglich meint ihr, ihr wärt ein Streich, und der Streich gelte Mir. Hingegen sehe Ich euch nicht lachen oder nicht viel lachen und nicht genug lachen. Ihr nehmt euch allzu ernst, und Mich womöglich nicht ernst genug.
Euch zu ernst nehmen ist euch zu wichtig machen, alldies ohne die Tiefe eurer Bedeutsamkeit zu fassen zu bekommen. Ihr übertreibt eure Rolle und bagatellisiert euch gleichwohl. Ihr bewundert euch nicht wirklich. Ihr macht davon eine gute Show. Ihr pumpt euch auf. Dann lasst ihr den Ballon von euch knallen oder die Welt tut das, denn es ist von euch aberwitzig, euch mit falschem Stolz aufzublähen und die Liebe zu übersehen, in der Ich euch halte. Manchmal spielt ihr die Rolle der Liebe, und doch befinden sich euer Herz und Geist anderswo. Ihr seid leidlich am Schauspielern. Ihr habt euch gar selbst überredet. Ihr beugt euch zu einem Bild von euch hinunter, was nicht wahrheitsgemäß ist, während ihr das überseht oder verhöhnt, was zutreffend ist.
Ihr könnt sogar denken, Ich lebte in einer Fantasiewelt, und ihr in der wirklichen Welt. Ihr könnt euch sogar sicher sein, dass ihr mehr wisst als Ich. Unwissen hat dieses Naturell. Es zieht den Vorhang über euch herunter. Ihr seht euch nach den hellen Bühnenlichtern um, die auf euch strahlen mögen, unterdessen ihr im Himmel bereits ein Star seid.
Ist es keine Schande, dass ihr euch eurem wahren Licht versagt? Ihr seid durch die Bühnenlichter geblendet und vom Sonnenlicht nicht so beeindruckt. Bühnenlichter strahlen auf euch und auf wenige Andere, während die Sonne ihr Licht auf Alle scheint. Ihr wart auf das Spotlight aus. Ihr wart sogar auf wenige Augenblicke unter den hellen Lichtern aus. Und was habt ihr dann, außer eine Zeitlang eine verschwommene Sicht? Ihr habt nicht einmal eine Bräune, die ihr davon herzeigen könnt. Ihr habt bloß eine kleine Erinnerung daran, was man euren Tag in der Sonne nennt, was aber im Grunde euer Tag unter den Bühnenlichtern ist.
Du bist in der Tat ein großartiger Schauspieler. Nun trage Ich das Ansinnen an dich heran, ein großartiges Menschenseinswesen zu sein, was über sich hinaus sieht und vielleicht den Blick darauf richtet, dass es die Welt erhellt und Licht auf Andere strahlt. Lasst uns die Menschen mit der Sonne bekannt machen, die für Alle gleich scheint.
Du bist ein Stern am Firmament. Reicht das nicht?
Die Erhabenen suchten keinen Ruhm. Wären sie auf Berühmtheit abgegangen, so wären sie nicht die Erhabenen gewesen. Sie schauten nicht, dass sie im Rampenlicht stehen.
Sie wollten es einfach nicht weniger bald, nicht im Rampenlicht zu stehen. Vielleicht zogen sie es vor, hinter der Bühne zu sein, während sie dich der wahren Sonne vorstellen, die den Weg zum Himmel beleuchtet und einen Auftakt, einen einleitenden Antrag singt und die dich dir zeigt. Die Erhabenen waren auf nichts anderes aus, als Mein Licht zu scheinen, damit ihr sehen könnt. Die Erhabenen wünschten sich, dass du mehr als eine Ahnung von der Pracht dessen, wer du wahrhaftig bist, hast, wer du wahrlich, wer du ohne Vorwand, ohne Übertreibung bist.
Sie wünschten, dass du in den Spiegel von dir selbst schaust und sagst: „Das bin ich, Gottes Göttliche Schöpfung, geschaffen zum Lob und Preis Aller.“

