# 3624 Das Nicht-Vertrautsein mit der Realität
DAS NICHT-VERTRAUTSEIN MIT DER REALITÄT
In Mein Leben, dorthin bist du gekommen. Ich bin in Mein Eigenes gekommen. Du bist alles, was Ich bin, allein, du hast das Gefühl einer Einbuße. Fühle dich stattdessen bescheiden. Wer ist der Größte Diener unter allen? Wieso, Ich bin das. Ich diene bescheiden. Ich bitte dich in aller Bescheidenheit, als ein Repräsentant des Großen Ich BIN dienstbar zu sein. Du entbehrst Ganzheit nicht. Dir fehlt Gewahrsein des Ganzseins. Du schlägst dich sozusagen mit der Ganzheit herum, und hältst am Abgetriebensein fest. Du empfindest dich wie ein kleines Ding mitten in einem riesigen Ozean, unterdessen du tatsächlich der Ozean bist, in dem du schwimmst. Ich bin die Ganzheit und weiß, Wer Ich BIN, während du auf einen Partikel von Wer du bist zupackst.
Du wirst etwa das Gefühl haben, du brauchest gerettet zu werden, indessen es nichts gibt, wovor du gerettet gehörst, ausgenommen vor deinen fehlgeleiteten Gedanken. Erkennen Wer Du bist ist eine bescheiden machende Angelegenheit. Arroganz ist damit nicht verbunden. Sobald du das Ausmaß von Wer du bist erkennst, schmilzt deine Individualität und ist nicht mehr länger derart offenkundig. Ich bin die Macht und die Herrlichkeit, und du bist Mein. Wir sind Unser. Wörter, und insbesondere Fürwörter, halten Uns vom Sein auf der gleichen Seite ab. Sie halten uns vom Gewahrsein ab. Es gibt kein Dich und Dein. Eines Tages wirst du dazu als der Realität, die es ist, aufwachen.
Deine Individualität verschwindet eigentlich nicht. Dein Verlass auf sie verschwindet. Die Wichtigkeit deiner menschlichen Rolle im Leben verschwindet zur selben Zeit, wie sie insgesamt bedeutsam wird, indes anders als zuvor. Nunmehr setzt du dein ganzes Herz in dein Leben, gleichzeitig, wie du seine Umklammerung los lässt. Du bist mit dem Einssein vertraut, da du mit deiner Allesheit vertraut bist. Das Ganze ist in der Tat die Summe seiner Teile, und du kommst dahinter, dass es in der Ganzheit keine Teile gibt. In der Ganzheit gibt es Einssein. Das Empfinden von Einssein übermittelt dir ein großes Empfinden von Freiheit. Es gibt dir Freiheit, und Freiheit gibt dir Anerkenntnis dessen, was du noch nicht zugibst, allerdings bist. Mit diesem Gewahrsein wirst du argloser, und gleichwohl weißt du um alles, was zu wissen da ist, und du traust Mir, Der alle Zuversicht in dich gelegt hat.
Du hast Mein Vertrauen. Ist das kein wundervoller Augenöffner? Trotzdem, volle Zuversicht in Mich haben war schwer für dich, weil du dich als einen Nichtsesshaften irgendwo in einer Wildnis siehst, aus der schwer heraus zu gelangen ist. Ihr haltet euch bereits außerhalb der Wildnis auf. Analysiert nicht mehr weiter. Es gibt nichts zu analysieren. Liebe ist, Geliebte, und was gibt es da mehr zu sagen?
Ihr habt euch in den Außenbezirken des Lebens eingeschlossen, indessen ihr das Leben selbst seid. Du bist ein Seinswesen des Lichts, und du siehst dein Licht nicht. Du wirst dich mehr auf die Schatten als auf das Licht konzentrieren. Ihr wurdet nicht aus Schatten gemacht, denn es gibt keine Schatten, aus denen man gefertigt sein kann. Ihr seid die Ganzheit des Lichts, trotzdem werdet ihr euch wie ein Ausgestoßener aus einem erwünschten Land fühlen. Ihr habt Mein Herz niemals verlassen. Demnach seid ihr niemals vom Himmel fortgegangen. Ihr seid wie eine Schildkröte, die ihren eigenen Schild mit sich trägt, und das ist es.
Ihr seid Wohl-Seiend, nur, ihr seid ein Seinswesen, dem die Erkenntnis vom Baum der Gütigkeit fehlt. Ach du meine Güte, was anderes sollte Ich denn wohl gepflanzt haben mögen? Macht schon jetzt, sollte Ich etwa einen Baum des Bösen gepflanzt haben mögen? Alleinig in eurer Einbildung, wollte Ich das. Natürlich, es mangelt euch nicht an Einbildungskraft. Euer Einbildungsvermögen ist vom Höchsten, und ihr mögt euren Geist nicht gerne ändern, es ist euch so, als würdet ihr durch die Veränderung eures Geistes etwas einbüßen, während es nichts zu verlieren gibt, außer das Nicht-Vertrautsein mit der Realität.

