HEAVEN #3192 Was du unablässig bist
WAS DU UNABLÄSSIG BIST
Entsinne dich der Liebe. Das ist alles, dessen du dich zu erinnern hast. Sei eingedenk, dass du Liebe bist. Du bist ein Auslieferer Meiner Liebe. In jeder Lage - was würde die Liebe da tun? Falls du Liebe wärst - und Ich sage dir, du bist Liebe -, wie würdest du mit diesem oder jenem umgehen?
Wir reden von echter Liebe, nicht von einem Anschein von Liebe. Ein Anschein von Liebe ist Dutzendware. Falsche Liebe ist nicht wahre Liebe. Was wirst du also tun, sobald du dich einer Lage gegenüber siehst, in der du in deinem Herzen keine Liebe emporquellen fühlst, während du etwas durchaus Gegenteiliges spürst? Du hast nicht Liebe zu empfinden, um Liebe zu sein. Geliebte, um nicht Liebe zu sein, hättet ihr euch sehr weit aus dem Weg zu gehen. Liebe sein ist euer natürlicher Zustand.
Ich rede nicht von Nachahmung von Liebe. Ich rede nicht von Vortäuschung. Ich rede davon, den gewissenhafteren Weg zu nehmen.
Wenn du ein Lehrer bist, und für ein bestimmtes Kind keine Liebe verspürst, kannst du nach wie vor für jenes Kind Liebe sein. Worum geht es denn dabei, deine gegenwärtigen Gefühle eine Zeitlang einfach beiseite zu legen.
Lasst Uns sagen, dass euer Schnürsenkel aufgegangen ist. Vielleicht ist es euch nicht danach, euch eure Schuhe zuzubinden, dennoch bückt ihr euch und bindet sie. Ihr wisst, wie Schuhe zubinden ist. Es ist nötig, die Schnürsenkel zuzubinden, damit ihr nicht über euch selbst stolpert, und deswegen bindet ihr euch eure Schuhe zu. Ihr seid euch selbst gegenüber nicht unaufrichtig, indem ihr eure Schuhe zubindet, selbst dann nicht, wenn ihr euch nicht wahnsinnig darauf freut, sie zuzubinden. Ihr bindet eure Schuhe trotzdem zu. Und dementsprechend - ihr könnt ebenso lieben.
Es mag euch nicht danach sein, den Abwasch zu machen, aber ihr könnt ihn trotzdem machen. Ihr könnt während der Arbeit pfeifen.
Selbst dann, wenn die Liebe von eurem Herzen abgeirrt zu sein scheint, könnt ihr lieben. Es ist natürlich, zu lieben. Es ist unnatürlich, nicht zu lieben. Folgt eurer Natur, Geliebte.
Ihr habt eine Straßen-Karte. Ihr mögt nicht das Gefühl haben, auf einer bestimmten Straße zu fahren, und dennoch fahrt ihr einen bestimmten Weg. Ihr folgt der Karte.
In eurem Herzen befindet sich eine Karte, und sie weist auf Liebe. Folgt der Karte. Sie ist gut markiert. Es ist nicht schwer, ihr zu folgen. Ihr müsst euch einfach auf die Karte besinnen. Ihr müsst euch einfach daran erinnern, dass ihr sie habt.
Wenn ihr in einer großen Stadt herumfahrt und den Weg nicht kennt, sagt ihr nicht: "Ich habe das Gefühl, dass ich nicht gerne nach Karte fahre, und es ist mir überhaupt nicht danach, ihr zu folgen." Ihr sagt nicht: "Ich möchte auch nicht gerne anhalten, um jemanden nach der Richtung zu fragen." Was hat bloß wie ihr euch fühlt mit der Angelegenheit zu tun?
Wenn sich euer Herz zu einem gegebenen Zeitpunkt außerhalb der Liebe fühlt, entsinnt euch, was euch ganz natürlich ist, zu sein, und dann seid es.
Vielleicht geht ihr im Park spazieren, und ihr habt das Gefühl, nicht mehr länger spazieren gehen zu mögen. Um irgendwohin zu gelangen, habt ihr zu laufen. Also packt ihr eure Füße, und ihr geht. Was das anbelangt, möchtet ihr ja nicht halsstarrig sein.
Manchmal freilich fühlt ihr euch, als seid ihr keine Quelle der Liebe, und, was das angeht, seid ihr bockig. Ihr könnt zu euch sagen: "Ich muss mir selbst gegenüber aufrichtig sein, und jetzt in dem Augenblick fühle ich mich nicht so, als sei ich Liebe." Ihr habt vielleicht die Vorstellung, dass ihr in eurem Bemühen, achtbar und schier in eurer Wahrheit zu weilen, eure Rolle im Leben zu übersehen hättet, so, als hättet ihr eine Wahl hinsichtlich lieben oder nicht lieben.
Wir reden darüber, einen Kotau zu machen.
Macht die Sonne einen Kotau, während sie überall auf Jeden scheint?
Schaut, Geliebte, überbrückt diesen Spalt zwischen dem, was ihr in einem einzelnen Augenblick empfindet, und dem, was ihr unablässig seid.

