HEAVEN #307 Alles was es zu wissen gibt
ALLES WAS ES ZU WISSEN GIBT
Eigennützig und uneigennützig – damit umzugehen, das ist für euch schwer. Keines von beiden behagt euch sehr. Solange ihr euer Ego unterhaltet, seid ihr beides.
Sobald euer Ego an seinen richtigen Platz gestellt ist, kommen eigennützig und uneigennützig nicht auf. Beurteilung ist nicht mehr euer Held. Ihr werdet euch nicht mehr so beurteilen, wie ihr es jetzt tut, und ihr werdet Andere nicht mehr so beurteilen, wie ihr es jetzt tut.
Wenn ihr jemand als eigennützig oder uneigennützig beurteilt, habt ihr sie oder ihn beurteilt. Wenn ihr euch selbst als eigennützig oder uneigennützig bezeichnet, habt ihr euch selbst beurteilt. Ihr habt einen Handel verabredet. Ihr habt veranlagt. Ihr habt gefragt: „Wie bin ich?“, oder ihr habt euren Kopf geschüttelt und mit der Zunge gelockt, und gesagt, dass ein Anderer auf der Skala, auf der ihr ihn wiegt, nicht so gut abschneidet.
Christus dachte nicht eigennützig oder uneigennützig. Er sagte nicht einmal zu sich selbst: „Ich möchte uneigennützig sein.“ Das Ego hinter sich gelassen, wog er derartige Dinge nicht ab. Solche Angelegenheiten waren für ihn keine Betrachtung wert.
Seine Aufmerksamkeit lag auf größeren Dingen. Sofern er überhaupt zu denken hatte, hätte er gedacht: „Was ist hier die Wahrheit? Was möchte Mein Vater?“
Aber er hatte mit sich nicht zu debattieren, was seine Wahl wäre. Er hatte eine Wahl getroffen, und sie hieß, sich den Kräften bei Mir anzuschließen.
Als er sagte: „Verurteile nicht, damit du nicht verurteilt wirst“, brachte er zum Ausdruck, dass Urteilen wertlos ist. Er gab seinen Zuhörern eine Pause.
Aber Christus arbeitete nicht bloß auf einer Ebene, und er sprach dauernd die Wahrheit. Er motivierte, während er die Wahrheit austeilte. Er sagte: „Verurteilen, sobald es erfolgt ist – sobald es gedacht wird –, wird in natura auf dich zurückkommen.“ Früher oder später. Ebenso wie Liebe zurückgereicht wird.
Nun muss Ich in eine Lektion darüber eintreten, wie Liebe nicht das Sentiment ist, wie du es dir öfters denkst. Weil du deine Liebe persönlich gibst, bedeutet nicht, deine persönliche Liebe werde in natura zurück kommen, da Liebe, die ein Objekt im Sinn hat, keine Liebe ist. Sie ist etwas anderes. Sie ist etwas Minderes. Es mag sein, sie ist etwas, was du erhältst, und kein Geben.
Sieh Liebe mehr wie einen Ort, von dem du her kommst. Sieh sie mehr als ein Gewahrsein hinter deinen Augen.
Wir können sagen, es läuft darauf hinaus: Wie deine Augen hinaus schauen, so werden andere Augen dich anschauen. Du entfachst etwas in ihren Augen.
Christus dachte nie: „Oh, diese eigennützigen Menschen!“ Er dachte nie: „Oh, diese uneigennützigen Menschen!“ Er dachte nie: „Oh, diese armen unglücklichen Menschen!“ Oder: „Oh, diese begüterten Menschen!“
Seine Augen warfen Segen, wohin sie fielen. Ohne sein persönliches Ego, ohne seine Sorge um sein Ego, was meint, ohne seine eigenen Gefühle über sich selbst, ohne Gedanken der Selbstlosigkeit gießen seine Augen Liebe aus.
Und was sah er, sodass er so sehr lieben konnte? Er sah Mein Licht in allem, was er sah. Er war derart mit Meinem Licht gefüllt und Meines Lichtes derart gewahr, was konnte er denn, wohin immer er schaute, sehen außer Mein Licht?
Möchtest du nicht freundlich auf Mich schauen? Möchtest du nicht ins Auge fassen, Mein Licht zu begrüßen? Wenn du Mich doch vor dir siehst, möchtest du dann nach etwas anderem Ausschau halten, was nur weniger sein könnte?
Welchen Platz hat das Urteilen in Meiner Welt? Welchen Platz hat das Urteilen dort, wo Liebe eingedämmt ist? Welchen Platz hat Urteilen in dir?
Lasse das Denken, dass es klug sei, jemanden unter oder über dich zu stellen.
Beginne über Meine Liebe für dich und über deinen Ort in Meinem Plan für die Welt nachzudenken. Schau, wie dein Herz erleichtert wird. Ich möchte dein Herz erleichtern.
Ein beklommener Geist beschwert dein Herz und hält nach etwas Ausschau, um es in Vergleich oder zum Kontrast zu bringen, und das ist, mit einem Wort: Urteilen.
Alles ist. Ich BIN, und du bist, und das ist alles, was es zu wissen gibt.

