HEAVEN #2971 Ihr seid mannigfaltig facettierte Dimensionen eurer selbst
IHR SEID MANNIGFALTIG FACETTIERTE DIMENSIONEN EURER SELBST
Ihr seid der unstete Mensch, der zu nichts kommt. Es gibt kein Moos, um es aufzulesen.
Ihr seid ein freier Geist, der im Leben herumläuft. Umgeben von einem Körper hüpft ihr nichtsdestotrotz. Du bist ein Emporschwebender. Du schwebst jetzt zum Himmel empor. Du schwebst in deinem Verstehen empor. Du erfasst nichts als dich selbst. Du interagierst mit niemandem als mit dir selbst. Du spielst all die Rollen von Aschenputtel über die Fee-Gottesmutter bis hin zu der bösen Hexe. Du bist die mannigfaltig dimensionierten Facetten deiner selbst. Du bist breit und dünn. Du bist kurz und nicht dünn. Du scheinst der letzte zu sein, der weiß, wonach du suchst.
Du bist nie alleine, und dennoch bist du der einzige auf der Bühne deines Lebens. Du befindest dich nicht in einem heißen Verfolg deiner selbst. Du hast dich vor langer Zeit in dir selbst verfangen, dennoch setzt du die Charade des Verlorengegangenen und des Gejagten fort. Es bist du selbst, den du suchst. Es gibt alleine dich, der zu finden ist. Und gleichwohl bist du die Menge. Du bist der einzige eine. Das meint, das Einssein von dir und das Einssein von Mir miteinander vereint sind die ganze Jagd.
Alles, wonach du suchst, hat darauf gewartet, gefunden zu werden, hat darauf gewartet, deine Augen weit zu öffnen, hat darauf gewartet, dass du die Wahrheit von dir selbst anerkennst. Ich sage dir, woher du kommst. Du kommst von der Totalität von Mir. Du bist Ich Selbst.
Vielleicht hast du nicht gut zugehört. Vielleicht bist du abgelenkt gewesen oder hast schief dreingeschaut. Vielleicht erkennst du nicht, was du gerade siehst. Du weißt nicht, wie Lesen zwischen den Zeilen geht. Vielleicht bist du die Zeilen, die du gezogen hast. Vielleicht bist du mehr von einem Entscheider, als du weißt.
Du bist ein Geheimnis, das du vor dir selbst gehalten hast und das du nach wie vor vor dir selbst hältst. Niemand greift dich an außer du dich selbst. Niemand gefällt dir außer du dir selbst. Du stichst dir in deine eigene Vene und glaubst, ein Anderer habe es getan. Du machst Bemerkungen über das Fehlverhalten eines Anderen, unterdessen es dein eigenes ist.
Nicht anders - du bist der achtbare König oder die achtbare Königin.
Du bist die Waise, für die du sorgst.
Du bist der Kerkermeister, und der Gefangene. Du bist der Jäger, und die Beute.
Du bist die Wüste und die Oase. Der Berg und das Tal. Der Fluss und seine Ufer.
Ich sage dir, dass du alles bist was ist. Du bist alles, was du wahrnimmst. Du bist die Geschichte, der Geschichtenerzähler, und derjenige, der mit geschwächtem Atem zuhört.
Du bist der Scharfschütze und du bist das Ziel, und du bist das Gewehr, mit dem du schießt, und mit dem du erschossen wirst.
Das hier ist Fantasie, in der du lebst, und du denkst sie dir aus.
Dein Fuß-Auftritt ist wirklich, und dennoch wandert dein Geist ab. Du kannst dich selbst nicht verorten, weil du unlokalisierbar bist. Du bist überall und nirgendwo.
Du bist der Arzt und du bist der Patient. Du bist der ausgedachte Name der Krankheit. Du bist der Chirurg, und du operierst dich selbst.
Es gibt nichts, was nicht Du ist. Der eine, den du liebst, bist Du. Derjenige, der dir missfällt, bist Du. Alles ist Du. Alle sind Du. Du bist der ganze Garnstrang, und du spulst dich in einer Vielzahl von Weisen ab, und dennoch bist du nichtsdestotrotz der eine des Einsseins.
Es gibt keine Katastrophen, keine Vergehen, kein zur Sache kommen und kein davon abkommen.
Du bist ein verschwommenes Bild, das du im Vorbeieilen gesehen hast und immer wieder vergisst.
Du bist so Vieles mehr, als du weißt, unterdessen du zu viel aus den Vorkommnissen und Ereignissen machst. Du rufst ein Fest aus, und dann vergisst du, dich ihm zu widmen.
Du verstehst alles, und du verstehst nichts. Du verstehst, es gibt nichts zu verstehen. Du bist ein Bild, was entrollt wird, und du siehst Drama.
Also, du hast nichts zu verstehen. Ebendas ist das Dilemma, in dem du dich befindest, denn du bist sicher, es wird etwas passieren, sobald nichts passiert, sobald überhaupt nichts passiert.

