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HEAVEN #1961 Die Beschleunigung des Lebens

DIE BESCHLEUNIGUNG DES LEBENS

Im Leben existiert eine Beschleunigung, und ab und an fühlt ihr euch durch sie herumgetrieben. Die Beschleunigung des Lebens ist groß, und du gerätst in ihre Arme, und das viele Einzelne wird dich wohl zuschütten. Du denkst an all das, was du zu tun hast, und das Denken daran macht dich mehr platt als das Aktuelle. Nur ein einzelner Fuß kann vor dem anderen gehen. Du weißt es, wie zu gehen ist. Lebe dein Leben auf dieselbe Weise.

Gehst du die Hauptstraße entlang, so gehst du. Du denkst nicht: „Oh, mein/e Liebe/r, wie viele Schritte werde ich brauchen, um dorthin zu gelangen? Wie habe ich das bloß gemacht, dass sich meine Füße derart oft bewegen? Wie sieht es aus, wenn es eine Verspätung gibt? Eine Umleitung? Was wäre, wenn ich dorthin nicht gelangen könnte? Was wäre, wenn ich dorthin gelange und nicht auf die richtige Weise? Was wäre, wenn ich auf dem Bürgersteig in einen Spalt trete? Was wäre, wenn ich die falsche Straße nehme? Was wäre, wenn ich zu viel zu tun habe?“

In anderen Angelegenheiten des Lebens denkt ihr in etwa so, und damit brütet ihr Beklemmung aus.

Sofern ihr euch zu sehr in der Welt verfangen habt, setzt euch auf eine Parkbank. Die Welt und euer Leben hängen ganz und gar nicht davon ab, was ihr euch als das herangenommen habt, was zu tun ist. Die Welt wird nicht in der Mitte zerbrechen, weil ihr etwas nicht zuende gebracht oder es nicht so gemacht habt, wie ihr es wollt. Gestattet euch etwas Unvollkommenheit.

Ihr müsst nicht den höchsten Berg erklimmen. Ihr müsst nicht die perfekten Klamotten haben. Die Spannung der Beklommenheit stellt eine Reibung her, die dein Leben auf die verkehrte Weise abscheuert.

Die Sonne geht auf, der Schnee fällt, die Blumen blühen, alles ohne dein Sagen.

Mache dem Umkreis deines Lebens sachte und unbeschwert. Trolle durch das Leben. Du musst keinen verrückten Kurzstreckenlauf hinlegen. Du bist nicht der Atlas, der das Gewicht der Welt trägt, nicht einmal des eigenen kleinen Territoriums der Welt. Nichts muss vorzeitig zuende gebracht sein. Und du musst nicht alles tun, was du dir vorgenommen hast zu tun.

Fühlt ihr euch unter Druck, Geliebte, dann nehmt den Sturzhelm ab. Seid kein pfeifender Teewassertopf auf dem Ofen. Nehmt euch vom Herd. Seid Tee, der eine Weile gezogen hat.

Wenn ihr rennt und euch außer Atem fühlt, wisst ihr genug, um eine Weile Halt zu machen, um Luft zu holen. Ihr müsst nicht fortwährend wie wahnsinnig rennen. Im Leben sind es eure eigenen Gedanken, die euch zerlumpt werden lassen. Nichts anderes bewirkt das.

Ich bitte euch nicht, mehr Kontrolle auszuüben. Ich bitte euch, weniger Kontrolle auszuüben. Seid mehr und siedet weniger. Lasst die Kontrolle los, die ihr euch auferlegt habt. Dass ihr euch kontrollieren könnt, ist ohnehin eine Täuschung. Seid wahrhaftig. Ihr könntet auch die Zügel lockerer lassen, die ihr festhaltet. Sie stehen ohnehin mit nichts in Verbindung. Ihr gebt nur vor, das Pferd des Lebens zu lenken. Das Leben geht in Wirklichkeit ohne euch nirgendwo hin. Ihr könnt es loslassen. Ihr könnt es es selbst sein lassen. Haltet nicht so fest. Ihr müsst nicht alles an seinem Platz halten.

Seht euch selbst als euer Arbeitgeber, und behandelt euch gut. Macht euch eine Pause. Ihr seid keine Maschine, die zu jeder Zeit auf voller Kapazität zu laufen hat. Ihr seid ein Menschenwesen. Seid ein stilles. Kennt euren Ort im Universum. Kennt euren Platz in Meinem Herzen.

Macht euer Leben zu einer Hacienda, nicht zu einer Fabrik.

Macht aus eurem Leben eine Hängematte.

Setzt euch eine Weile in den Schatten.

Fächert euch selbst zu.

Lasst euer Leben eine sanfte Brise sein. Nicht mehr Stürme.

Kommt, verbringt euer Leben mit Mir.