Große Gedanken
Gott redete ...
Von der Weite des Ozeans kommen Wellen. Mit den Wellen aus der Weite des Ozeans kommen segelnde Gefäße, kommen Einbäume, kommen Kielschiffe heran. Egal was driftet, es treibt auf dem gleichen Ozean. Süße Festlichkeiten und saure Früchte schwimmen auf dem gleichen Ozean. Es gibt nichts, worauf sie sonst schwimmen könnten.
Sowie du sie erkennst, sind sie zur Oberfläche gekommen. Die Oberfläche resultiert aus einer Tiefe. Es würde keine Oberfläche geben, wenn es keine Tiefe gäbe. Wasser wird von einem Brunnen oder einer Quelle oder einem Hahn genommen, allein, Wasser kommt von einem tieferen Ort. Es gibt die allerletzte Quelle, ebenso wie die wahrgenommene.
Die Impulse deiner Gedanken kommen ebenfalls von irgendwoher. Sogar deine unbeständigsten Gedanken entstehen aus einem tiefen Reservoir. Sie laufen durch eine Schleuse. Ebenso wie eine Nudelmaschine unterschiedliche Formen herstellen kann, so formst du deine Gedanken. Gedanken, die aus dem reinen Ozean entstehen, erscheinen auf der Oberfläche in vielerlei verschiedenen Formen. Einige behalten ihre Vollständigkeit. Andere werden missgestaltet. Verschiedene Geschmäcke und Formen von Gedanken entstehen aus dem gleichen Ozean.
Du musst nicht jeden Gedanken aufnehmen, der auftaucht. Einige Gedanken sind Treibgut und Ballast. Sie haben keinen Einfluss. Du hebst sie nicht auf. Lasse sie entschweben. Es gibt bessere Gedanken, die du von den Wellen des Ozeans herholen kannst. Lasse deine geistigen Finger durch die Wellen laufen, und hole dir den Fisch, den du magst. Und wenn Fische zu klein sind, wirfst du sie wieder zurück. Niemals solltest du in kleinen Gedanken taumeln.
Gedanken verändern Dinge, und du kannst sie verändern. Du musst sie sicherlich nicht aufhäufen. Ermögliche einem Gedanken zu einem Zeitpunkt zu obwalten. Halte in beiden Händen jene, die Schätze sind. Lasse die anderen wie heiße Kartoffeln fallen. Warum solltest du etwas bei dir haben, was du nicht willst? Gedanken sind keine Achterlieke. Sie sind als Floß oder Ballon gedacht, die dich dahin bringen, wohin du gehen möchtest. Du würdest kein leckes Boot wählen. Du würdest ein sinkendes Schiff verlassen, nicht auf ihm segeln.
Du würdest nicht bis zu einem Zeichen laufen, auf dem steht: Hier gehts zum Hässlichen. Du würdest dir da nicht eine Fahrkarte kaufen. Du hättest hier kein Zögern. Du würdest deutlich genug sehen, dass es nicht das ist, wohin du gehen möchtest. Voller Botmäßigkeit hättest du gerne ein Schild unter den Augen, auf dem steht: Hier gehts zu Schönheit.
Im Kleingedruckten wirst du sehen, dass der Weg zur Schönheit der gleiche ist wie der zu Liebe, zu Harmonie, und zur Pracht des Reichtums. Du würdest dabei in der Reihe warten. Nicht in der Reihe vor: Hässlich.
Wirf deinen Anker in die Tiefen des Hafens, nach dem es dir ist. Kleine Fische werden hereinschwimmen. Sie werden ebenso hinausschwimmen. Wenn ein Schwächling eines Gedankens entsteht, gib ihm einen Kuss des Auf Wiedersehen. "Kleiner Gedanke, du bist nicht mehr für mich, wenn du es überhaupt jemals gewesen bist. Egal in welcher Verkleidung du hereinkommen magst, ich kenne den Unterschied zwischen einem großen Fisch und einem kleinen Fisch. Von jetzt an bin ich auf der Suche nach Großem Fisch. Was sollte ich weiterhin mit den kleinen anfangen mögen? Ich habe von Elritzen genug gehabt. Genau so von meinen Gedanken. Ich werde mir Große Gedanken einfangen. Ich werde keine anderen hereinziehen. Meine Gedanken werden mir vorangehen, und so gehe ich zu Großen Gedanken über, da sie mich dort hinbringen werden, wo ich gerne sein möchte.
Jetzt bin ich ein großer Jäger im Leben. Ich werde die kleinen Angelegenheiten gehen lassen; ich werde Gott und die Liebe vor mir halten. Ich werde mich nicht länger an kleine Gedanken verschwenden. Ich bin für das Große Spiel gedacht. Ich bin nicht mehr ein Kapuzenträger auf der Straße, der sich nach kleinen Gelegenheiten umtut. Von jetzt an wähle ich die Gedanken, die ich habe. Die Gedanken, die ich wähle, werden meinen Kurs setzen, und dieses Bescheiden macht mich sehr glücklich."
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