Goldene Hügel
Gott redete …
Ich vernehme dein Verzagen. Ich höre dich sagen:
„Lieber Gott, geliebter Gott, der Eine und Alleinige Gott, wie kann es sein, dass ich, zutiefst mit Dir verbunden, dermaßen bodenloses Verzagen verspüre? Wie kann es sein, dass ich nicht die glücklichste Person auf der Welt bin? Was spielt sich ab, und was spielt sich nicht ab? Ich bin des Gefühls des Abhandengekommenseins dermaßen überdrüssig, des Verlorenseins in meinem gegenwärtigen und künftigen Leben hier als ein scheinbar heruntergekommenes Menschenwesen auf einer scheinbar heruntergekommenen Erde. Wie kann es sein, dass ich das Augenmerk eher auf die Kehrseite des Lebens richte als auf die Schönheit, auf die Wundersamkeit und Nähe zu Dir?“
Ihr Lieben Kinder, ihr habt eine Furcht vor Wandel an euch. Ihr möchtet gerne die Welt solide unter euren Füßen spüren, freilich fühlt sie sich euch nicht solide an. Öfters fragt ihr euch, was ihr, am Erzittern, hier auf der Erde tut. Euer Geist ist häufig nicht gegenwärtig. Er ist sonstwo, und ihr seid euch nicht sicher, wo jenes Sonstwo ist. So wie es steht, lebt ihr, im einen oder anderen Ausmaß, auf Teilzeit in einem Land, welches ihr Furcht heißen könntet.
Was spielt sich ab? Es ist, wie wenn ihr euch auf einem Floß auf einem Fluss befindet. Ihr kamt von sonstwoher, und jetzt seid ihr nach irgendwohin unterwegs. Nicht bergaufwärts, sondern flussabwärts schwimmt ihr entlang, wohin euch das Leben zu nehmen scheint. Ihr stellt euch die Frage, was sich da begibt.
Geliebte, das Leben spielt sich ab.
Ihr möchtet gerne eine Art Sicherheitszertifikat. Ihr möchtet eine niedergeschriebene Garantie unter den Augen haben. Ihr möchtet Friede und das Gefühl, dass euch nachgekommen wird, jetzt und für alle Zeit, und nicht mehr länger bloß Ankündigungen darüber.
Ihr möchtet niemals mehr erschüttert werden. Ihr möchtet nie ein zitterndes Blatt im Wind sein, das herunterfällt und daraufhin weggeweht wird. Unter Umständen seid ihr dem Gedanken zugeneigt, das Leben hänge von unzuverlässigen Geschehnissen und Reaktionen aufseiten der Welt um euch herum ab, derweil es ihr seid, die euer Leben von euren Reaktionen und schwankenden Wahrnehmungen von ihm abhängen lassen. Es kann ohne Weiteres sein, dass ihr das Leben auf einer vermuteten Distanz von euch weghaltet.
Selbstverständlich stellt ihr die Frage, wann und wie ihr selbstsicher und unbeirrt sein könnt, dies trotz der Winde, die wehen. Ja, eure Reaktionen sind das, was euch zum Erbeben bringt. Ihr seid nicht dermaßen auf die Welt angewiesen, wie ihr herausfindet, es zu sein.
Ihr fragt, wie ihr euch darauf, was Ich sage, verlassen könnt. Ihr stellt euch vor, dass Ich euch ja gerne Trost und Zuspruch bieten möchte, dennoch habt ihr Angst, das, was Ich biete, sei auf Vermutungen beruhend. Ihr erblickt bekundete Versprechen. Ihr befürchtet, jene Versprechen seien bloß Versprechen. Ihr möchtet gerne vertrauen, gleichwohl könnt ihr euch nicht so recht auf Zusagen verlassen, dass sie wahr werden. Zumindest im Laufe eurer Lebzeit meint ihr, wärt ihr dazu nicht imstande. Euer Zutrauen erschlafft.
Ihr ersehnt euch, auf das Leben mit aller Macht zu vertrauen. Tatsächlich ist es so, bei eurem Verlass auf Mich, auf das Leben und auf alles und jeden sonst geht es bei euch auf und ab. Ihr seht euch Risiken ausgesetzt. Es ist fast so, dass ihr euch in die Schattenseite einkauft, gleichsam als polstere euch Argwohn auf irgendeine Weise ab.
Was ist es, ihr Lieben? Wovor habt ihr euch in Acht zu nehmen?
Die Welt im Großen ist nicht immerzu eure Perle gewesen. Ihr möchtet euch dem, dass ihr, nicht anders als die Welt, eure eigene Enttäuschung wart, ungerne stellen. Ihr seid nicht so, wie ihr gerne sein möchtet. Ihr könnt rechts wie links die Welt, Mich, usw. anschreien. Sich Von-Sonstwoher-Enttäuscht-Worden-Sein anschauen ist leichter denn sich Enttäuschtwerden in einem selber anschauen.
Niemals ist es Mein Wunsch, euch herabzusetzen. Nein, nein, nein überhaupt nicht. Freilich, sobald es darauf ankommt, überredet ihr euch selber zum Eigensinn und zum Unfähigsein, euch beim Leben voller Optimismus zu engagieren, und ihr schlagt eine peinigende Glocke des Verzagens.
Wie gerne hättet ihr eine Starke Hand, die euch über euer mattes Herz hinweghebt. Wie es euch nach einem Helden verlangt, der euch auf einen Schimmel stemmt und flugs zu Goldenen Hügeln schafft.
Von eurer Ebene der Wahrnehmung und Aufmerksamkeit her gesehen ist das Leben nicht sicher. Es ist gefährlich. Ihr könntet zu jedem Zeitpunkt in einen Kanalschacht fallen. Das Leben scheint eine Abschweifung vom Glücklichsein, welches euch geschuldet sei, zu sein. Steif und unnachgiebig seht ihr mit zusammengekniffenen Augen auf das Leben, gleichsam als wäre das Leben etwas, was ihr durchwaten müsst, anstatt ihm freudig mit offenen Armen entgegenzugehen.
Zieht in Betracht - ihr seht die Dinge verkehrt herum.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/goldene-huegel.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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