Gehe, renne nicht
Ereignisse treten in deinem Leben ein. Wenn du doch denken könntest, dass sie nicht für dich persönlich sind. Ja, es stimmt, du möchtest, dass das Leben dir persönlich ist. Und du möchtest dich gesegnet fühlen. Du liebst die Aufmerksamkeit, und du liebst es, dich befürwortet zu fühlen. Sobald die Sonne scheint, fühlst du dich gesegnet. Wenn es regnet, fühlst du dich ärgerlich. Jedoch sind beide dir gegenüber unparteiisch. Sie sind neutral. Sie denken nicht die ganze Zeit an dich.
Wie in einem Diagramm hast du dich selbst zum Zentrum der Welt gemacht, und siehst alle Pfeile so, als würden sie auf dich weisen. Und dementsprechend beurteilst du dasjenige, was deinen Bereich betritt.
Wenn du stolperst und fällst, schaust du dich um, wer dich gestoßen hat oder was es da an Behelligung auf dem Bürgersteig gab, das dich stolpern ließ. Aber der Bürgersteig heißt alle Füße gleichermaßen willkommen. Er begünstigt nicht einige mehr als andere. Er macht kein Aufheben; das machst du.
Du bist pro oder contra. Selten bist du neutral. Du verteidigst deine inneren und äußeren Reaktionen, indem du sagst, du übtest dich im Unterscheiden. Meine Lieben, würdet ihr unterscheiden, würdet ihr demnach dann euch so sehr behelligen lassen?
Was passiert, ist nicht deutlicher die Erschaffung von euch, als es euer Rückgängigmachen ist. Gott ist euer Ballast, und ihr habt Mich, unbesehen aller Winde, die wehen.
Ich habe es bereits gesagt. Haltet nicht so sehr an eurer zuhandenen Denkweise fest.
Besser, ihr zieht in Erwägung, dass alles, was euren Weg kreuzt, ein Geschenk darstellt. Das eine etwas offensichtlicher als das andere. Jedoch allesamt in der Kategorie Geschenk. Einerlei, wie beschwerlich etwas ist, es gibt dabei das eine oder andere, was es wert ist, euch dargeboten zu werden. Lasst dies zu eurer Basis werden, woher ihr kommt. Dann werdet ihr euch bei den Kehren und Wenden im Leben nicht so sehr herausgestellt sehen.
Ihr seid von allem unabhängig! Was hat etwas mit euch zu tun, mit Ausnahme, wie ihr es sagt? In diesem Sinne habt ihr das Sagen über alles.
Ihr seid von keinem Menschen und von keiner Sache abhängig. Dennoch denkt ihr ununterbrochen, ihr wärt den Launen der Welt ausgesetzt, und infolgedessen nehmt ihr gute und schlechte Tage wahr.
Sofern eure Pläne schief laufen, und euch kommt das in die Quere, dann macht vielleicht nicht so viele Pläne.
Ihr seid nicht der Meister des Lebens. Ihr seid der Meister von euch. Was euch überkommt, ist vielleicht nicht eure Wahl. Hernach aber ist alles eure Wahl.
Ihr seid frei, euch auf die Brust zu schlagen. Ihr seid frei, die Einzelteile aufzulesen und weiterzugehen. Ihr seid frei, euch in eine andere Richtung zu bewegen. Ihr seid einfach genauso frei, etwas zu bejahen, wie ihr frei seid, euch etwas gegenüber zu versagen.
Denkt nicht mehr, dass Wahlen richtig oder falsch sein müssen. Wahlen sind Wahlen. Ihr wisst nicht, wie sie einzuschätzen sind. Wer kann sagen, dass sie falsch sind? Wer sollte sie oder euch kennen mögen?
Wenn du in eine neue Stadt kommst und versuchst, dich in ihr zurechtzufinden, und du bist die eine Straße anstelle einer anderen entlanggelaufen, was soll dir dabei verlustig gehen? Ja, vielleicht gibt es einen kürzeren Weg zu deinem Hotel, was aber war die Dringlichkeit? Und gab es nicht herrliche Ansichten entlang des Weges?
Im selben Maße, wie du den Druck von dir selbst fortnimmst, genießt du mehr.
Wer bist du, dass du dir den Auftrag erteilst, dieses oder jenes müsse ein Erfolg werden, und wann oder wie?
Bleibe dabei und gehe einfach in die Richtung deiner Wahl, habe indes nicht dorthin zu gelangen. Womöglich hast du es überhaupt nicht nötig, dorthin zu kommen. Ganz bestimmt nicht genau zu dem Zeitpunkt, wie du es sagst.
Gehe, renne nicht.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/gehe-renne-nicht.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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